Manuela Sambo
angolanische Malerin
From Wikipedia, the free encyclopedia
Leben
Manuela Sambo wurde 1964 in der angolanischen Hauptstadt Luanda als Tochter einer Portugiesin und eines Angolaners geboren. Im Jahr 1984 zog sie in die DDR und studierte von 1985 bis 1993 Germanistik und Literaturwissenschaften an der Universität Leipzig. Parallel dazu begann sie ihre künstlerische Arbeit. Mit ihren Gemälden und Skulpturen ist sie seit 1991 auf internationalen Ausstellungen vertreten.[2] 2020 erhielt sie den Falkenrot-Preis, 2024 wurden ihre Arbeiten anlässlich der Ausstellung „There Is No There There“ im Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main für die Sammlung des MMK erworben.
Manuela Sambo ist mit dem deutschen Künstler Daniel Sambo-Richter verheiratet.
Bildsprache
„Formal greift Sambo auf eine archaische Bildsprache zurück, deren Wurzeln in der angolanischen Maskentradition liegen. In ritualtheoretischer Perspektive ist die Maske nicht bloße Repräsentation, sondern Akteur: Sie markiert eine Schwelle zwischen Innen und Außen, Sichtbarem und Unsichtbarem, Individuum und Kollektiv. Die Verbindung afrikanischer und westlicher Bildtraditionen spiegelt Sambos eigene Biografie wider – Kriegserfahrungen in Angola, Migration in die DDR und das Leben in einem sozialistisch wie postsozialistisch geprägten Europa. Diese Erfahrungen bilden keinen narrativen Hintergrund, sondern einen Raum, in dem Identität als fortwährender Aushandlungsprozess zwischen Herkunft und Ankunft erscheint."
"Charakteristisch für Sambos Malerei ist die Reduktion auf klare Formen und Figuren ohne ausgearbeitete Iris – ein Nach-Innen-Sehen. Ornamentale Linien auf Haut und Körper wirken wie energetische Schutzschichten. Farbe dient nicht der Abbildung, sondern dem Ausdruck innerer Zustände und spiritueller Qualitäten. Weiblichkeit erscheint in dem Werk von Manuela Sambo nicht als festgelegte Identität, sondern als schöpferische, urtümliche Kraft.“
Weblinks
- Künstlerseite der ARTCO Galerie.