Marc Goosens

belgischer Söldner From Wikipedia, the free encyclopedia

Marc Goosens, manchmal auch Marc Goossens (* in Flandern; † 12. November 1968 bei Onitsha, Nigeria) war ein belgischer Söldner im jemenitischen Bürgerkrieg und im Biafra-Krieg.

Leben

Goosens diente als Offizier in der belgischen Armee. In dieser Funktion war er während der Simba-Rebellion als Militärberater für die kongolesische Regierung tätig.[1] Während des Bürgerkrieges im Jemen bildete er zusammen mit anderen Kongo-Veteranen royalistische Rebellen aus.[2] Unter dem Kommando von Rolf Steiner gehörte er zu jenem Dutzend Söldnern, die sich mit großem Einsatz für die Streitkräfte Biafras engagierten.[3] Beim vergeblichen Versuch Taffy Williams’, Onitsha von den nigerianischen Streitkräften zurückzuerobern, wurde Goosens durch einen Schuss in die Leber getötet.[4] Unter dem Titel Biafra: Final Mission veröffentlichte Paris Match am 30. November 1968 eine dramatische Fotoserie von Gilles Caron, die den Abtransport der Leiche Goosens’ durch Soldaten Biafras zeigte[5]. Goosens gehört zu jenen fünf gefallenen Söldnern, denen Frederick Forsyth seinen Roman Die Hunde des Krieges widmet.[6] Goosens soll das Vorbild für die Figur des Söldners Marc Vlaminck in Forsyth’ Roman sein.[7]

Literatur

  • Frederick Forsyth: The Biafra Story. The Making of an African Legend. Barnsley, Yorkshire, England: Pen & Sword Books Ltd., 2007, ISBN 978-1-84415-523-1, S. 112–153
  • Frederick Forsyth: Outsider. Die Autobiographie. C. Bertelsmann, München 2015, ISBN 978-3-570-10266-4, S. 258–262
  • Anthony Mockler: The new mercenaries. Corgi Books, London 1986, ISBN 0-552-12558-X

Einzelnachweise

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