Marcel Houf

tschechisch-österreichischer Künstler From Wikipedia, the free encyclopedia

Marcel Houf (auch Jaroslav Marcel Houf,[1] * 1951 in Karlsbad; † 25. Oktober 2022 in Wien) war ein tschechisch-österreichischer Künstler. Er lebte und arbeitete seit 1963 in Wien als Fotograf, Grafiker, Performancekünstler, Musiker, Filmemacher und Publizist.

Marcel Houf

Leben und Werk

Houf arbeitete als Fotoreporter und Journalist für die internationale Agentur KIPPA und für die Zeitschrift Pop Musik Express. Im Rahmen dieser Tätigkeit traf und fotografierte er Persönlichkeiten der Weltkultur wie Frank Zappa, Jimi Hendrix, Liz Taylor und Falco. Parallel dazu widmete er sich der Kunstfotografie, Filmaufnahmen und der Rockmusik. Er wurde zum Mitbegründer von alternativen Musikformationen wie Hever & Vaselina Band, General Guglhupf, Captain Chaos, Brontosaurus und Drahdiwaberl. Er befasste sich auch mit den multimedialen Projekten und Performance und nahm an internationalen Ausstellungen der alternativen Kultur teil, unter anderen am Summer of Love in Wien (Kunsthalle) und in der Liverpooler Tate Gallery.

Jö schau – Der Nackerte im Hawelka und in der Psychiatrie

Marcel Houf inspirierte mit einem Nackt-Besuch im Wiener Café Hawelka den österreichischen Liedermacher Georg Danzer zu dessen Hit Jö schau.[2] Houf wurde in Folge des Auftrittes im Hawelka in die Psychiatrie eingewiesen.

Das Thema Psychiatrie und staatliche Gewalt bzw. Zwangsbehandlung verarbeitete der Künstler etwa in dem von ihm komponierten Lied Psychiatrie Blues.[3]

Filmografie

  • 1995: Die neue Marlene oder vagasen sollt ma uns
  • 1995: War Is Over – Sex und Unsinn

Einzelnachweise

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