March-Anzeiger
Tageszeitung
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Der March-Anzeiger ist eine Tageszeitung (Regionalzeitung) im Bezirk March. Seine Auflage beträgt 5'695 verkaufte und 5'747 verbreitete Exemplare. Mittwochs wird eine Grossauflage mit 19'069 Exemplaren verteilt.[1] Chefredaktor ist Martin Risch, Irene Lustenberger ist seine Stellvertreterin. Der March-Anzeiger hat seinen Redaktionssitz in Lachen am Zürichsee.
| March-Anzeiger | |
|---|---|
| Beschreibung | Schweizer Regionalzeitung |
| Verlag | Theiler Druck AG |
| Erstausgabe | 1860 |
| Erscheinungsweise | Montag bis Freitag |
| Verkaufte Auflage | 5'695 Exemplare |
| (WEMF-Auflagebulletin 2025[1]) | |
| Verbreitete Auflage | 6'747 (Grossauflage: 19'069) Exemplare |
| (WEMF-Auflagebulletin 2025) | |
| Chefredaktoren | Martin Risch, Stv. Irene Lustenberger |
| Herausgeber | Philipp Theiler |
| Weblink | www.marchanzeiger.ch |
Der March-Anzeiger und das Höfner Volksblatt erscheinen mit gleichem Inhalt, jedoch unter getrennten Titeln. Sie werden in Wollerau gedruckt.
Geschichte
Gegründet wurde der March-Anziger von Josefine Anselmier-Eberle. Sie war die Tochter von Josef Anton Eberle[2], dem Mitbegründer der Verlagsbuchhandlung Eberle, Kälin & Co. in Einsiedeln und des Hotels «Axenstein» in Morschach.[3]
Zu Beginn des Jahres 1982 wurde die Druckerei umfangreich erweitert und der Zeitungsdruck von Stereotypie auf Rollenoffset umgestellt.[4]
Ab Neujahr 1986 bildeten der March-Anzeiger und der Horgener Gratisanzeiger Wochenpost am Zürichsee den N3-Pool, einen Inserateverbund, der 65'000 Haushalte zwischen Reichenburg und der Zürcher Stadtgrenze erreichte. Die Wochenpost wurde bis zur Einstellung im September 1994 auf der Druckmaschine des March-Anzeigers in Lachen gedruckt.[5] Der March-Anzeiger erhoffte sich durch die Zusammenarbeit die Erhaltung eines lukrativen Druckauftrags, während die Wochenpost ihr Überleben sichern konnte. Der N3-Pool war Teil des intensiven Wettbewerbs um die Werbeeinnahmen im äusseren Teil des Kantons Schwyz und am oberen Zürichsee. Zur gleichen Zeit hatte sich der Linth-Pressepool, ein Zusammenschluss von sechs Lokalzeitungen, gebildet und erreichte eine Auflage von 52'000 Exemplaren.[6]
Zum Jahresbeginn 1994 fusionierte die im Jahr 1991 gegründete Zeitung Der Ausserschwyzer mit dem March-Anzeiger und ging als Tageszeitung im Rahmen des Linthpresseverbandes auf. Der March-Anzeiger, der zuvor dreimal wöchentlich erschien, deckte nun als einzige lokale Zeitung des Bezirks March nahezu alle Haushalte ab. Das Erscheinungsbild des March-Anzeigers wurde dem früheren Ausserschwyzer angepasst.
Vor dieser Fusion gab es im Bezirk March drei lokale Zeitungen: March-Anzeiger, Bote der March & Höfe und Schwyzer Demokrat. Der March-Anzeiger war ursprünglich ein konservatives Blatt und später ein neutrales Volksblatt. Der Bote der March & Höfe wurde 1973 zur Tageszeitung und schloss sich später der Linthpresse an. Der Schwyzer Demokrat, das offizielle Organ der Sozialdemokraten, wurde aufgrund finanzieller Schwierigkeiten vom March-Anzeiger 1985 übernommen und stellte Ende November 1987 sein Erscheinen ein. Der Ausserschwyzer verschwand als eigenständiges Blatt.
Im Herbst 1994 verliessen der Chefredaktor Ruggero Vercellone und drei weitere Redaktoren den March-Anzeiger und gründeten gemeinsam mit den Verlagen Linth Zeitung und Fridolin eine neue Zeitung, die March Höfe Zeitung für die Region Ausserschwyz. Das neue Blatt, das mehrmals wöchentlich erscheinen sollte, hatte eine anfängliche Auflage von 2000 bis 3000 Exemplaren. Vercellone wurde Chefredaktor der neuen Zeitung, nachdem er seine Kündigung beim March-Anzeiger eingereicht und die Arbeit freigestellt wurde.[7] Vercellone war seit dem 1. November 1985 Chefredaktor.[8]
Ab dem 2. Juni 1997 wurden die Regionalzeitungen March-Anzeiger und Höfner Volksblatt zusammengelegt. Beide erscheinen weiterhin unter getrennten Titeln, jedoch mit gleichem Inhalt und einer gemeinsamen Produktion. Gedruckt wird in Wollerau, während die Redaktionen in Wollerau und Lachen erhalten blieben. Die Theiler Druck AG übernahm die Lizenz des March-Anzeigers von der Tschudi Druck und Verlag AG. Eine vollständige Fusion war nicht geplant. Der Hauptkonkurrent war die March Höfe Zeitung mit einer Auflage von 4200 Exemplaren.[9]
Erscheinungsweise
| Zeitraum | Erscheinungsweise |
|---|---|
| 1860–1882 | wöchentlich 1× |
| ab 1883 | wöchentlich 2× |
| ab 1. Oktober 1985 | wöchentlich 3× |
| ab 1. Januar 1994 | wöchentlich 6× |
| ab 2. Juni 1997 | wöchentlich 5× |
Untertitel
| Zeitraum | Untertitel und Funktion |
|---|---|
| ab 1863 | Amtliches Publikationsmittel des Bezirks March |
| ab 1876 | Amtliches Publikationsmittel des Kantons und des Bezirks March |
| ab 9. Juni 1877 | Amtliches Publikationsmittel der Kantons-, Bezirks- und Gemeindebehörden |
| ab 30. Juni 1939 | Amtliches Publikationsorgan für den Kanton Schwyz, den Bezirk March und dessen Gemeinden |
| ab 19. August 1949 | Amtliches Publikationsmittel der Kantons-, Bezirks- und Gemeindebehörden |
| ab 2. Oktober 1953 | Publikationsmittel des Kantons Schwyz und amtliches Organ des Bezirks March und dessen Gemeinden |
| bis 31. Dezember 1993 | Unabhängige Lokal- und Regionalzeitung für die Bezirke March und Höfe |
| 3. Januar 1994 – 31. Dezember 1994 | Der Ausserschwyzer. Unabhängige Tageszeitung und amtliches Publikationsorgan. LinthPresseZeitung |
| 3. Januar 1995 – 31. Mai 1997 | Kopf: LPZ LinthPresseZeitung – Unabhängige Tageszeitung und amtliches Publikationsorgan für die March |
| ab 2. Juni 1997 | Kopf: Die Südostschweiz – Unabhängige Zeitung für die March |