Marcus Nummius Albinus
spätantiker römischer Politiker
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Marcus Nummius Albinus signo Triturrius (Flavius Albinus) war ein spätantiker römischer Politiker und ordentlicher Konsul zusammen mit Amantius im Jahr 345 n. Chr.
Albinus war ein vir clarissimus; sein Sohn Nummius Secundus errichtete ihm zu Ehren eine Statue, auf der seine Beamtenlaufbahn überliefert ist.[1] Er war Quästor als Kandidat, städtischer Prätor, Befehlshaber der kaiserlichen Gardetruppen (comes domesticorum) und gehörte dabei zur höchsten Rangklasse (ordinis primi) sowie zweimal ordentlicher Konsul.
In der Inschrift wird Nummius Albinus als consul ordinarius iterum bezeichnet, und da er in den Konsularlisten nur einmal erscheint, hat man gewöhnlich gefolgert, dass es sich bei dem anderen Konsulat um ein Suffektkonsulat gehandelt habe. Man schlug auch ein ordentliches Konsulat vor, das unter den Usurpatoren Magnentius oder sogar Nepotianus ausgeübt worden sei. Gegen diese Hypothese gibt es sicherlich gewichtige Einwände, doch zugleich wäre es unwahrscheinlich spät, dass ein Mann Suffekt- und ordentliche Konsulate gleichsetzt, und der Wortlaut der Inschrift scheint zwei ordentliche Konsulate anzudeuten.
Eine andere Möglichkeit ist, dass Albinus starb, während er für ein zweites ordentliches Konsulat designiert war; die Inschrift könnte dann (wie bei CIL VI 1698 im Fall des Lucius Aurelius Avianius Symmachus, consul designatus für 377) seine Ehrung einfach vorweggenommen haben.
Literatur
- Arnold Hugh Martin Jones, John Robert Martindale, John Morris: M. Nummius Albinus signo Triturrius 13. In: The Prosopography of the Later Roman Empire (PLRE). Band 1, Cambridge University Press, Cambridge 1971, ISBN 0-521-07233-6, S. 37.
- Roger S. Bagnall, Alan Cameron, Seth R. Schwartz, Klaas A. Worp: Consuls of the Later Roman Empire. Scholars Press, Atlanta/Georgia 1987, ISBN 1-55540-099-X, S. 3.