Marek Poznański

polnischer Politiker (Ruch Palikota) From Wikipedia, the free encyclopedia

Marek Poznański (* 14. Oktober 1984 in Hrubieszów[1]) ist ein polnischer Politiker (Twój Ruch, PO, ND–TAK). Er gehörte von 2011 bis 2015 dem Sejm in der VII. Wahlperiode an.

Marek Poznański (2014)

Leben und Beruf

Marek Poznański studierte Archäologie an der Maria-Curie-Skłodowska-Universität. Anschließend war er Doktorand am Institut für Archäologie und Ethnologie der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau. Er beschäftigt sich vornehmlich mit experimenteller Archäologie und Luftbildarchäologie.[1] Insbesondere beschäftigte er sich mit frühmittelalterlichen Funden aus dem Tscherwener Burgenland[2] und mit dem unterirdischen Tunnelsystem seiner Heimatstadt Hrubieszów aus dem 19. Jahrhundert.[3] 2010 gehörte er zu den zwei polnischen Archäologen, die den Unfallort des Flugunfalls bei Smolensk untersuchten.[4] Von 2016 bis 2022 arbeitete er im Rathaus von Lublin.[5]

Politik

Bei der Parlamentswahl 2011 trat er für die Ruch Palikota (später umbenannt in Twój Ruch) an und 16.640 Wähler stimmten im Wahlkreis 7 Chełm für ihn. Damit erhielt er ein Mandat für den Sejm.[6] Als einziger Abgeordneter, der nicht für die PiS gewählt worden war, gehörte er dem Parlamentarischen Team zur Untersuchung des Flugunfalls von Smolensk 2010 an. Bei der Europawahl 2014 kandidierte er erfolglos, da die Twój Ruch mit 3,6 % der Stimmen an der 5-%-Hürde scheiterte.[7] Bei den Selbstverwaltungswahlen 2014 bewarb er sich um das Amt des Bürgermeisters von Hrubieszów. Er erreichte zwar die Stichwahl, unterlag dort mit 33,5 % der Stimmen dem PSL-Mitglied Tomasz Zając.[8] Im März 2015 trat er gemeinsam mit Andrzej Rozenek und weiteren Abgeordneten aus der Twój Ruch aus.[9] Er schloss sich der Platforma Obywatelska (PO) an, für die er sich bei der Parlamentswahl 2015 erfolglos um die Wiederwahl bewarb.[10]

Bei den Selbstverwaltungswahlen 2018 kandidierte er auf der Liste des Wahlbündnisses Koalicja Obywatelska, an dem sich die PO beteiligte, zum Sejmik der Woiwodschaft Lublin, wurde aber nicht gewählt.[11] Später verließ er die PO und unterstützte die „Nowa Demokracja – TAK“.[12] Für diese kandidierte er 2023 erfolglos zum Senat der Republik Polen.[13] Bei den Selbstverwaltungswahlen 2024 wurde er für das Wahlkomitee „Porozumienie i Rozwój“ in den Rat des Powiat Hrubieszowski gewählt.[14]

Commons: Marekstarachowicka.pl Poznański – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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