Marga Müller

deutsche Schriftstellerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Marga Müller (* 6. März 1892 in Thannhausen als Margaretha Isabella Josepha Putz; † 7. Juli 1981 in München) war eine Schriftstellerin, Pianistin, Laienkatechetin und Gründerin einer der ersten Ganztagsschulen in der Bundesrepublik Deutschland und der ersten Einrichtung dieser Art in Bayern.[1][2]

Leben und Wirken

Im Haus der Familie in der Münchner Kunigundenstrasse fanden von 1933 an unter Mitwirkung von Jesuitenpatres (u. a. Rupert Mayer und Alfred Delp) laienkatechetische Kurse statt. Von 1939 bis 1944 leitete sie Vorbereitungskurse für die Missio canonica. Im Februar 1945 floh sie angesichts der drohenden Verhaftung durch die Gestapo zunächst zu den Tutzinger Missionsbenediktinerinnen, danach zu Freunden in Moosrain in der Nähe des Tegernsees, nach Kreuth und schließlich zu den Augsburger Sternschwestern.

Marga Müller gründet 1948 den Verein "Katholisches Familienwerk e.V." (KFW) zu dessen 1. Vorsitzenden Stadtschulrat Dr. Anton Fingerle gewählt wird. Im Januar 1950 eröffnen Marga Müller und Gudrun Weißmann in einer Baracke am Biederstein in Schwabing einen Kindergarten für berufstätige und alleinstehende Mütter. Marga Müller gründet 1953 in einem Privathaus in der Münchner Kunigundenstraße eine Volksschule, die erste Tagesheimschule in Bayern. Kindergarten und Volksschule ziehen 1959 in die Seidlvilla am Nikolaiplatz in Schwabing. 1962 wird ein Aufbauzug, der zur Mittleren Reife führt, eingerichtet. 1969 kauft das Familienwerk e.V. mit Hilfe des Erzbistum München-Freising von den Jesuiten das Berchmannskolleg in Pullach bei München. Gymnasium und Realschule finden hier ihren Platz. 1971 zieht auch der Kindergarten dort ein. 1993 beschließt die Mitgliederversammlung des Katholischen Familienwerk e.V die Auflösung des Vereins. Die Erzbischöfliche Tagesheimschulen Pullach werden in der Trägerschaft des Erzbistum München-Freising mit weit über Tausend Kindern und Jugendlichen weitergeführt. Der Kindergarten trägt den Namen seiner Gründerin Marga Müller.

Sohn von Marga Müller war der Schauspieler und Intendant Hans-Reinhard Müller.

Werk (Auszug)

  • An Mutters Hand durchs Kinderland: Wege und Winke bis zum ersten Schuljahr. München Verlag Ars Sacra 1929.
  • Das Wunderstädtlein: Ein Buch für weihnachtsfrohe Stuben. Illustration Josef Madlener, München Verlag Ars sacra 1930.
  • Ein verdorrtes Herzlein blüht: Eine Geschichte aus heiligen Tagen, Illustration Josef Madlener, München Verlag Ars sacra 1931.
  • Betende Händlein in betender Hand: Ein fröhlich frommer Weg ins Gottesreich für Mutter und Kind, Bilder von Alda Laurin, MÜnchen Verlag Ars sacra 1931.
  • Mein Weg zum Vater: Ein frommfrohes Beichtbuch fürKinder, Bilder von Balduin Reinthaler, München Verlag Ars sacra 1933.
  • Freund Ich, Eine Innengeschichte der Selbsthilfe. Fotos von Anni und Irmi Mayr. München Verlag Josef Müller 1938.
  • Ein leuchtendes Herz: Leben einer Frau. München Verlag Josef Müller 1939.
  • Die vom Wegrain. Bilder von Else Wenz-Viëtor. München Verlag Josef Müller 1940.
  • Im Kornacker: Wahre Stadtgeschichten aus den Getreidegassen. Bilder Else Wenz-Viëtor München Verlag Josef Müller 1941.
  • Volk im Moor: Neueste Nachrichten aus demTorfland. Bilder Else Wenz-Viëtor. München Verlag Josef Müller 1943.
  • Das Christkind kommt: Ein Weihnachtsbuch für Kinder von 1–80 Jahren. Illustrationen Josef Madlener. München Verlag Josef Müller 1948.
  • Vom blühenden Fensterbrett. Bilder Else Wenz-Viëtor. München Verlag Josef Müller 1951.
  • Licht im Haus: Für Mädchen ins Leben. München Verlag Ars sacra 1951.
  • Die Wiesenzeitung: Zuverlässige Nachrichten für solche, die sie lesen können. Bilder Else Wenz-Viëtor. München Verlag Ars sacra 1952.
  • Wir Falzheim. Ein sonniges Buch zum Nachleben. München Verlag Josef Müller 1955.
  • Klösterliche Gemeinschaft in Ordnung und Liebe. Vorträge, gehalten auf der 6. Tagung der Österreichischen Ordensoberinnen in Innsbruck vom 25.1. bis 31.1.1959 Zusammen mit Herbert Roth. Salzburger Druckerei 1960.
  • Menschliche Reife im Ordensleben. Vorträge, gehalten auf der 7. Tagung der Österreichischen Ordensoberinnen in Innsbruck vom 24. bis 30.1.1960. Zusammen mit Herbert Roth. Salzburger Druckerei 1962.
  • Feierzeiten: Kalenderbriefe. Mit 48 Zeichnnungen von Thomas Albert. Regensburg Habbel Verlag 1963.
  • Vom blühenden Fensterbrett. Bilder Else Wenz-Viëtor. München Verlag Josef Müller 1975.

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI