Margaret Moffat

britische Schauspielerin und Suffragette (1873-1943) From Wikipedia, the free encyclopedia

Margaret Moffat, geborene Liddell Linck (* 7. Januar 1873 in Spittal, Northumberland; † 19. Februar 1943 in Kapstadt, Südafrika) war eine schottisch-britische Schauspielerin und Suffragette.

Margaret Moffat, 1912

Leben

Moffat war das vorletzte von sieben Kindern von Gottlob Frederick William Linck, einem Seemann, und Margaret Liddell Dowie. Die Familie stammte aus Glasgow, wo die meisten ihrer Geschwister geboren wurden und wohin die Familie kurz vor dem Tod des Vaters 1878 auch hin zurückkehrte. Moffat hatte eine Begabung für das Singen. Nach dem Schulabschluss arbeitete sie zunächst als Verkäuferin in einem Textilgeschäft, bevor sie sich entschloss, Schauspielerin zu werden.[1]

1897 heiratete sie den Fotografen, Schauspieler und Dramatiker Graham Moffat (1866–1951), den sie beim Vorsprechen für dessen Theatergruppe Glasgow Junior Dramatic Club kennengelernt hatte. Das Paar war intensiv im britischen Theater beschäftigt, später mit einer eigenen Theatergruppe Mr and Mrs Graham Moffat and their company of Scottish players, die 1911 mit der von Graham Moffat geschriebenen Komödie Punty Pulls the String ihren größten Ertolg hatte. Das Paar hatte eine Tochter, Winifred, die ebenfalls Schauspielerin wurde.[1]

Am 13. Februar 1907 nahm Moffat als schottische Delegierte am zu den eigentlichen Parlamentssitzungen parallel veranstalteten Women's Parliament in der Caxton Hall teil. Sie gehörte zu den über 50 Frauen, dabei nach einer Demonstration im Unterhaus verhaftet wurden. Sie wurde wie andere für zwei Wochen ins Holloway Prison geschickt und war damit eine der ersten beiden schottischen Suffragetten, die inhaftiert wurden; die andere war die Schauspielerin Annie Fraser, die jüngere Schwester von Helen Fraser. Nach der Inhaftierung seiner Frau gründete Graham Moffat die Glasgow Men’s League for Women's Suffrage für „Ehemänner und Brüder aktiver Suffragetten und andere männliche Sympathisanten“.[2]

Moffat trat 1907 der Women’s Social and Political Union (WSPU) bei, gehörte aber zu dem Teil der sich wegen des autokratischen Führungsstils der Pankhursts im Oktober 1907 unter der Führung von Teresa Billington-Greig in die Women’s Freedom League (WFL) abspaltete. Moffat wurde Schatzmeisterin des schottischen Rats der WFL.

1926 spielte sie mit ihrem Mann, der auch Regie führte, und ihrer Tochter im Spielfilm Till the Bells Ring. Moffatt und ihr Mann wanderten 1933 nach Südafrika aus. Moffat spielte danach in diversen US-amerikanischen Filmen der 30er Jahre Nebenrollen.

Sie starb im Februar 1943 in Kapstadt.[1]

Filmographie (Auszug)

  • Till the Bells Ring (1926)
  • Just Smith (1933)
  • Rolling Home (1935)
  • Keep Your Seats, Please (1936)
  • The End of the Road (1936)
  • Farewell Again (1937)
  • The Spy in Black (1939)
  • Ringside Maisie (1941)
  • My Gal Sal (1942)

Einzelnachweise

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