Margaret Pearse
irische Politikerin
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Margaret Pearse (geborene Margaret Brady, * 12. Februar 1857 in Dublin; † 22. April 1932 ebenda) war eine irische Politikerin der Sinn Féin. Von Mai 1921 bis Juni 1922 war sie Teachta Dála (Abgeordnete) des Unterhauses (Dáil Éireann) des irischen Parlaments (Oireachtas).

Biografie
Margaret arbeitete in einem Zeitungsladen und lernte dort ihren Ehemann, den Witwer und Bildhauer James Pearse (1839–1900). Sie heiratete ihn 1877 und gebar noch im folgenden Jahr die gemeinsame Tochter Margaret Mary. 1879 wurde Patrick, 1881 William und 1884 Mary Brigid geboren. Margaret wurde Reinigungskraft in der St. Enda’s School, die von ihrem Sohn Patrick 1908 gegründet wurde. Nach dem Osteraufstand 1916 wurden ihre Söhne Patrick und William hingerichtet. Sie trat daraufhin der Sinn Féin bei und unterstützte diese aktiv bei der Unterhauswahl 1918. Die Schule wurde von Margaret und ihren Töchtern fortgeführt. Als Kandidatin der Sinn Féin trat sie bei den Wahlen 1921 im Wahlkreis Dublin County an und wurde in den Dáil gewählt. Sie lehnte den anglo-irischen Vertrag ab. Nach der verloren Abstimmung über den Vertrag verließ sie den Dáil. Bei den Wahlen 1922 konnte sie ihren Sitz nicht verteidigen.[1] Die Situation der St. Enda’s School war prekär und Margaret reiste 1924 in die USA, um Geldmittel aufzutreiben. Sie kehrte mit 10.000 US-Dollar zurück. Damit konnte die Schule weiterhin erhalten bleiben, auch wenn dadurch ihr Ende nur hinausgezögert wurde. 1935 wurde die Schule geschlossen und 1979 in das Pearse Museum umgewandelt.
Weblinks
- Eintrag auf der Seite des Oireachtas
- Eintrag im Dictionary of Irish Biography