Margo Jefferson
US-amerikanische Kulturkritikerin, Autorin und Hochschullehrerin
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Leben
Jefferson wurde 1947 in Chicago geboren.[1] Sie wuchs in einer afroamerikanischen, sozial privilegierten Umgebung auf, die zugleich von strengen Verhaltens- und Repräsentationsnormen geprägt war.[1] Sie arbeitete viele Jahre für die New York Times, darunter als Theaterkritikerin.[1] Neben ihrer journalistischen Arbeit lehrt sie als Professorin für Schreiben an der Columbia University.[1]
Wirken
Jeffersons erstes Buch On Michael Jackson (2006) ist als knapper Band kulturkritischer Deutung angelegt und setzt sich mit Jacksons Prominenz im Schnittfeld von Starkultur, Ethnie und Geschlecht auseinander.[3] Mit Negroland (2015) veröffentlichte sie eine Memoir über schwarze Eliten und soziale Zugehörigkeit, welche die Spannungen zwischen Privileg und rassistischer Ausgrenzung thematisiert.[4] Das Buch gewann in der Kategorie „Autobiografie“ den National Book Critics Circle Award.[5] Constructing a Nervous System (2022) enthält autobiografische Fragmente sowie Essays über Musik, Literatur und andere Künste, die ihr Selbstverständnis geprägt haben.[6] Sie beschreibt dabei Verletzlichkeit als mögliche Form kritischer Autorität.[6] Das Buch hinterfragt die Wirkungen von Ethnie und Klasse auf Kultur und eigenes Leben.[7] Für ihr Werk wurde Jefferson 2022 mit dem Windham-Campbell Prize geehrt.[8] Im Jahr 2023 erhielt Constructing a Nervous System den Rathbones Folio Prize.[9]
