Marguerite Hersberger
Schweizer Künstlerin
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Leben
Marguerite Hersberger besuchte von 1964 bis 1966 die Schule für Gestaltung Basel. Anschliessend lebte sie drei Jahre in Paris und arbeitete im international vernetzten Bildhaueratelier von François Stahly (Recherche de groupe). 1970 übersiedelte sie nach Zürich, wo sie seither im eigenen Atelier tätig ist.[1]
Von 1981 bis 1989 war sie Mitglied der Sammlungs-Kommission der Zürcher Kunstgesellschaft, Kunsthaus Zürich. Von 1982 bis 1994 war sie Abgeordnete in der Kulturförderungskommission des Kantons Zürich. 1989 wurde sie Mitglied im Vorstand der Zürcher Kunstgesellschaft Kunsthaus Zürich.
Hersberger arbeitet in den Medien Malerei, Zeichnungen, Fotografie. Sie gestaltet Reliefs, Objektkunst, Installationen, Lichtkunst und Kunst am Bau.
Auszeichnungen
- 1974/1976: Kunststipendium der Stadt Zürich
- 1975–1977: Kunststipendium des Kantons Zürich
- 1978: Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis
Werk

Hersberger ist eine Vertreterin der konstruktiv-konkreten Kunst. Seit Anfang der 1970er-Jahre entwickelte sie eine eigene künstlerische Sprache. Das wichtigste Medium in ihrem Schaffen ist das Licht. Es weckt Assoziationen, erzeugt Stimmungen, verändert Materialbeschaffenheit, ruft Raumeindrücke hervor und bewirkt verschiedene Qualitäten. Auch in ihren architekturbezogenen Projekten ab 1980 wird Licht zu einem wichtigen Erkennungsmerkmal. Hersberger verwendet mit Vorliebe geometrische Formen in vielfältigen Farbkontrasten und -konstellationen. Ein wichtiger Schwerpunkt im Schaffen sind die Arbeiten «Kunst und Bau» im öffentlichen Raum in der Schweiz und in Deutschland, die sie zwischen 1980 und 2020 realisierte. Die künstlerischen Entwürfe und Umsetzungen versteht sie nicht als Zusatzapplikationen, sondern als wirklichen Dialog zwischen Architektur und Kunst. Ihre Installationen zeichnen sich durch klare Inszenierungen aus. Die Raum- und Wandobjekte sowie die freien Arbeiten auf Papier sind von einer schlichten Formensprache geprägt.
Ausstellungen (Auswahl)
Einzelausstellungen
- 1976: Kunsthaus Zürich
- 1977: Stedelijk Museum, Schiedam-Rotterdam
- 1980: Kunsthalle Winterthur[2]
- 1986: Kunstmuseum des Kantons Thurgau, Kartause Ittingen, Warth/TG
- 1995: Retrospektive, Haus Konstruktiv, Zürich (Publikation)[3]
- 2017: Installation il presente – assente, der anwesend abwesende. Atelier Giacometti, Stampa/GR (Katalog)[4]
- 2020: Räumliche Transparenz, Rappazmuseum, Basel[5] (Katalog[6])
- 2023: Marguerite Hersberger: Dem Raum Raum geben,[7] Haus Konstruktiv, Zürich, Schweiz
- 2026: Marguerite Hersberger. Zwischenräume. Museum Ritter, Waldenbuch
Gruppenausstellungen
- 1974: «Prospectiva 74». Museu de arte contemporanea da universidade de Sao Paulo (Katalog)
- 1982: «art concret suisse: mémoire et progrès», Strasbourg (Katalog)
- 1988: «Licht und Transparenz»[8]. Museum Bellerive, Zürich (Katalog[9])
- 1998: «Struktur – Feld – Raum». Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt (Katalog[10])
- 2000: Sammlung Ruppert, Museum im Kulturspeicher, Würzburg (Publikation)[11]
- 2010: «Hommage an das Quadrat – Werke aus der Sammlung Marli Hoppe-Ritter». Museum Ritter, Waldenbuch (Publikation)[12]
- 2016: «Um die Ecke denken – Die Sammlung Haus Konstruktiv von 1986-2016». Haus Konstruktiv, Zürich (Publikation)[13]
- 2018: «10 Jahre Kunst (Zeug)haus». Kunst-(Zeug)haus, Rapperswil/SG
Werke im öffentlichen Raum
- 1980–1983: «Farblichtfelder»[14], Universität Irchel, Zürich
- 1986: «Lichtfelder». Centre Ville de Genève, Sporthalle Vernier/GE
- 1991: «Rotation». Vorplatzgestaltung mit Steinskulptur, Sportzentrum Kerenzerberg, Filzbach/GL[15]
- 1992: «Lichtturm und Lichtzylinder». Galleria Spaltenstein Immobilien AG, Zürich (Firma gelöscht)
- 1996–1997: «Lichtbrücken – Lichtsäule». Allianz AG, Leipzig[16]
- 1997: «aussen-innen-innen-aussen» – Lichtstelen. AXA Versicherungen, Frankfurt a.Main
- 2001: «Lichttriade». Regierungsgebäude, Schaffhausen
- 2002–2003: «Colonnes lumineuses»[17], Internationales Airport Center, Lumion[18], Genève
- 2008: «Mixtes colours» – 12 Lichtpilotis. F. Hoffmann-La Roche AG, Basel (Bild oben)
- 2013: «Skylines». Schweizerische Epi-Klinik[19], Zürich
- 2017: «Dem Farbkreis folgend». Alterszentrum Wägelwiesen[20], Wallisellen/ZH (Hauszeitung Winter 2017, Seite 11; PDF)[21]
- 2019–2021: «Dialog» Gestaltung von Akustikwänden in den Flurebenen der Konferenzräume der Evangelische Bank eG, D-Kassel.
Literatur (Auswahl)
- Anette Bühler und Marguerite Hersberger (Hrsg.): il presente assente – der anwesend abwesende. Eine Foto-Polissage-Installation im Atelier Giacometti in Stampa. Zürich 2017, ISBN 978-3-033-06227-6
- Lichtnotizen. Einzelausstellung Marguerite Hersberger in der Samuelis Baumgarte Galerie, Bielefeld. Galerie Samuelis Baumgarte, Bielefeld 2015, ISBN 978-3-9816408-1-6
- works on paper 1967-2009. Galerie Schürch und Gonzenbach, Zürich 2009
- Elisabeth Grossmann (Hrsg.): marguerite hersberger. Retrospektive. Stiftung für konstruktive und konkrete Kunst, Zürich, Waser Verlag, Weinigen-Zürich 1995, ISBN 3-908080-43-6
- Marguerite Hersberger Seiten. In: DU, Heft 872, 2017, S, 76–79, ISBN 978-3-905931-68-6
Weblinks
- Website von Marguerite Hersberger
- Rudolf Koella: Hersberger, Marguerite. In: Sikart (Stand: 2007)
- Marguerite Hersberger bei artnet.com
- Marguerite Hersberger in swissbib
