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Maria, Hilfe der Christen (Goldscheuer)

katholische Kirche in Goldscheuer From Wikipedia, the free encyclopedia

Maria, Hilfe der Christen ist eine katholische Kirche in Goldscheuer, einem Ortsteil der Gemeinde Kehl im baden-württembergischen Ortenaukreis. Sie wurde im Jahr 2011 von dem Graffiti-Künstler Stefan Strumbel neugestaltet.

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BW

Geschichte

Die Grundsteinlegung für die Kirche war im Jahr 1961. Der aus Backsteinen fertiggestellte Kirchenbau, eine mit flach geneigtem Satteldach gedeckte Saalkirche mit eingezogenen Chor wurde 1963 eingeweiht. Zuvor gab es in Goldscheuer lediglich eine Notkirche.[1]

Neugestaltung im Jahr 2011

Der Innenraum der Kirche mit Blick auf die Madonna und Stefan Strumbel bei der Arbeit

Die marode gewordene Kirche sollte 2011 mangels Gottesdienstbesuchern und des großen Sanierungsbedarfs zunächst geschlossen werden.[2] Spenden retteten schließlich die Kirche und der Künstler Stefan Strumbel aus dem benachbarten Offenburg entwickelte die Ideen zur Neugestaltung. Nach anfänglicher Skepsis an moderner Kunst in der katholischen Dorfkirche, stand die Gemeinde gänzlich hinter ihm. Der Kehler Pfarrer Thomas Braunstein bezeichnete Strumbels unentgeltliche Inszenierung der neuen Symbole als ein "Geschenk des Himmels".[3] Im Zuge der Neugestaltung 2011 erhielt die Kirche eine neue Digitalorgel aus dem Orgelhaus Kisselbach, die auf der rückwärtigen Empore aufgestellt wurde. Am 1. Juli 2011 wurde das Gotteshaus neu eröffnet.[4]

Ausstattung

Auf der Rückwand der Empore über dem Eingang ist in einem Spitzbogenrahmen eine acht Meter große Madonna in Hanauer Tracht mit dem Jesuskind zu sehen. Sie wurde von Stefan Strumbel mit Spraydosen gemalt. Dieses Bildnis ist durch eine Lichtspur in der flachen Decke verbunden mit der vergoldeten Kreuzigungsgruppe an der Stirnseite des Chors, ebenfalls in einem spitzbogigen Rahmen. Die Skulpturen dieser Gruppe sind mit farblich wechselndem LED-Licht hinterleuchtet und von rosafarbenen Strahlen umgeben.

Im Chorraum steht der Taufstein, der Altar ist Richtung Mitte der Kirche gerückt und von drei Seiten mit Bänken für die Gläubigen umgeben. Neben dem Eingang befinden sich zwei Comic-Sprechblasen im Popart-Stil, in die Kerzen gestellt werden können.[1] Großzügige raumhohe Fensterflächen belichten Kirchenschiff und Chor mit Tageslicht. Auch der Kreuzweg ist als Fenster ausgeführt – in 15 Feldern sind die Leidensstationen Jesu und der Auferstandene dargestellt. Die nicht verglasten Wände sind in unterschiedlicher Weise mit Farbstreifen versehen.

Glocken

Im nach Art eines Campanile frei stehenden Glockenturm hängt ein vierstimmiges Glockengeläut, dessen Glocken 1963 von Friedrich Wilhelm Schilling in Heidelberg aus Bronze gegossen wurden. Die beiden großen Glocken sind in den Uhrschlag der Turmuhr einbezogen: Glocke 1 schlägt jeweils zur vollen Stunde die Stundenzahl, Glocke 2 markiert die Viertelstunden. Turmbreite Zifferblätter sind in Höhe der Glockenstube auf allen vier Seiten des Turms angebracht.

Weitere Informationen Glocke, Durchmesser ...
GlockeDurchmesserGewichtSchlagton
11231 mm1273 kge’+5
21086 mm857 kgfis’+5
3978 mm637 kggis’+3
4804 mm344 kgh’+5
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Commons: Maria, Hilfe der Christen (Goldscheuer) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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