Maria Carlier

niederländische Malerin, Aquarellistin, Zeichnerin und Textilkünstlerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben

Maria Carlier wurde 1943 als Tochter des Künstlerpaares Henk M. Carlier (1911–1994) und Jo Mulder (1917–1972) in Utrecht als eines von neun Geschwistern geboren.[1] Sie wuchs mit ihrer Zwillingsschwester Marga (1943–2010), die später als Bildhauerin tätig war, in Lochem auf.[2] Zum Studium ging sie nach Enschede und studierte von 1960 bis 1962 an der ArtEZ Academie voor Art & Design Enschede. Danach lebte sie in Rotterdam und besuchte von 1963 bis 1964 die Willem de Kooning Academie.[3][4] 1964 wurde sie mit dem Förderpreis „Drempelprijs“ der Stadt Rotterdam für den vielversprechendsten Absolventen der Willem de Kooning Akademie ausgezeichnet. Studienreisen unternahm sie 1960 nach Italien und 1965 nach Spanien.[4] Maria Carlier war als freischaffende Künstlerin tätig und stellte ihre Werke aus. Sie war mit dem Kunstkritiker Jan Donia verheiratet.[1] Ihr Sohn Aloysius Donia wurde später Maler.[4] Maria Carlier starb 2019.[2]

Werk

Maria Carlier bediente sich in ihrer künstlerischen Arbeit einer Vielzahl von Techniklen und Materialien. Neben der Bildhauerei entwarf sie Puppen[5] und textile Werke, Wandteppiche, schuf Keramikarbeiten, Lithografien, Pastellmalerei, Federzeichnungen, Aquarelle, Collagen, Ikonen, Grafiken, Radierungen und Zeichnungen von Stadt- und Strandansichten.[3] Sie war Mitglied der Beroepsvereniging van Beeldende Kunstenaars (BBK).[4]

Aus dem Wunsch, ihre Bilder dreidimensional zu gestalten, entwickelte Maria Carlier Puppenfiguren. Nachdem in den 1970er Jahren ihre lebensgroße Puppen aus Textil und Polyester vom Museum Boijmans Van Beuningen gekauft und ausgestellt worden waren, erhielt sie Aufträge für Madame Tussauds in Amsterdam. Mit ihrer Schwester Marga fertigte Maria Carlier danach lebensechte Figuren der „Zangeres zonder Naam“ Maria „Mary“ Servaes-Bey, von André van Duin und Willeke van Ammelrooy für das Wachsfigurenkabinett an.[2] In den 1990er Jahren schuf sie eine Serie von großen Puppen, die alle ihren Geschwistern nachempfunden sind. Zwei dieser Skulpturen wurden vom Theater in Lochem erworben. Mitte der 1990er Jahre fertigte sie zwei monumentale, drei Meter hohe Skulpturen im Auftrag der Fakultät für Elektrotechnik der Technischen Universität Delft.[1]

Ausstellungen (Auswahl)

  • 1964: Expositiezaal, Rotterdam-Zuid
  • 1965: Einzelausstellung. Galerie Maas, Rotterdam
  • 1969: Einzelausstellung. Galerie 't Venster, Rotterdam
  • 1969: Nederlandse Beeldhouwkunst 1964–1969. Centraal Museum Utrecht
  • 1970: Galerie Mickery Loenersloot
  • 1973: Expositiezaal „De Doelen“, Rotterdam
  • 1975: Gemeinschaftsausstellung mit C. Kaper. Galerie Bint, Dordrecht[4]
  • 2020: Retrospektive zusammen mit Werken von Marga Carlier. Stadshuus, Lochem[2]

Einzelnachweise

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