Maria Reinecke

deutsche Musikschulgründerin, Pianistin und Klavierlehrerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Maria Reinecke[1] (auch: Marie Reinecke;[2] * 1846[3];† nach 1906)[4] war eine deutsche Pianistin, Musikpädagogin,[5] Musikschulgründerin und Unternehmerin.[6]

Leben

Maria[1] oder Marie Reinecke war eine Tochter des Seminarmusiklehrers, Musikpädagogen und Musiktheoretikers Rudolf Reinecke (auch: Rudolf Reincke) und seiner zweiten Ehefrau Johanna Elisabeth Henriette geb. Hubp, die er 1836 geheiratet hatte.[7][8] Sie war somit eine Halbschwester[9] des in Leipzig tätigen Kapellmeisters Carl Reinecke,[10] dessen Werke sie immer wieder aufführte, so 1893 die „Undine“-Sonate.[11] 1884 gründete sie – unverheiratet als „Fräulein“ bezeichnet – in Wolfenbüttel eine Musikschule und ein Seminar[10][12] für unverheiratete Musiklehrerinnen mit angeschlossener Klavier- und Gesangsschule.[6] Die Schule wurde später von Carl Reineckes Tochter Betty geleitet.[13]

Anfang der 1890er Jahre errichtete Maria Reinecke eine „Hochschule für Musik“ in Hannover[14] und wohnte in den dortigen Räumen des Seminars für Musiklehrerinnen im Hause Höltystraße 13.[15] In dieser Zeit unterrichtete sie auch selbst, war unter anderem musikalische Hauptlehrerin der Pianistin Marta Milinowski.[1]

In der Hochschule für Musik in der Höltystraße 13 wirkte zeitweilig Marie Herner-Henrici[16] beziehungsweise die in Hannover wohnende Gesellschafterin der in Hamburg ansässigen Firma Henrici & Dunemann OHG Marie Henrici, geborene Herner.[17]

Schriften

  • Pädagogischer Wegweiser durch den Unterricht im Klavierspiel mit Angabe der zum Gebrauch geeigneten Werke. Gebrüder Reinicke, Hannover/Leipzig 1906[4][18]

Einzelnachweise

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