Mariama Ndoye

senegalesische Schriftstellerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Mariama Ndoye Mbengue (* 28. Juni 1953 in Rufisque) ist eine senegalesische Schriftstellerin.[1] Sie ist Konservatorin des Museums Léopold Sédar Senghor in Dakar.[2] Für ihren Roman L’arbre s’est penché wurde sie 2012 mit dem Prix Ivoire ausgezeichnet.[3]

Leben

Ndoye erwarb nach dem Baccalauréat an der Universität Dakar einen Abschluss und promovierte in französischer Sprache und Literatur, zudem erlangte sie ein Diplom in Museologie an der École du Louvre.[4] Sie arbeitete als Forscherin am IFAN und war bis 1986 Konservatorin des Museums für afrikanische Kunst in Dakar.[4] Anschließend lebte sie fünfzehn Jahre in der Côte d’Ivoire und verbrachte danach mehrere Jahre mit ihrer Familie in Tunesien.[4] Nach der Pensionierung ihres Ehemanns kehrte sie in den Senegal zurück und übernahm 2011 die Leitung der staatlichen Direction du Livre et de la Lecture im Kulturministerium.[4] Als Konservatorin des Musée Léopold Sédar Senghor in Dakar verantwortet sie die wissenschaftliche Betreuung und Präsentation des ehemaligen Präsidentenhauses.[2][5] Bereits 2015 skizzierte sie Vorhaben zur weiteren Entwicklung des Hauses nach der Restaurierung durch Eiffage.[6] Sie veröffentlichte auch unter dem Pseudonym N’Deye Meïssa.[4][1]

Wirken

Ihr Prosadebüt legte Ndoye mit dem Erzählband De vous à moi (1990) vor, es folgten der Roman Sur des chemins pavoisés (1993) und der Erzählband Parfums d’enfance (1995).[4] Für den Roman Soukey (1999) erhielt sie den von gabunischen Lycéens vergebenen Prix Vincent de Paul Nyonda (2000).[7] Weitere Romane sind Comme du bon pain (2001) sowie La Saint-Louisienne (2001) unter dem Pseudonym N’Deye Meïssa, daneben Erinnerungsprosa wie D’Abidjan à Tunis (2007).[4][8] Mit L’arbre s’est penché (2011/2014) schuf sie ein persönliches Mutter-Epitaph, das 2012 mit dem Prix Ivoire gewürdigt wurde.[9][3] Kritiken heben ihre dichte, melodische Sprache, die Verankerung im Alltag und die Wiederkehr von Motiven wie Erinnerung, Familie und weiblicher Selbstbehauptung hervor.[10]

Einzelnachweise

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