Mariana Graña

argentinisch-französische theoretische Physikerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Mariana C. Graña (* 9. Februar 1973 in Buenos Aires[1]) ist eine argentinisch-französische theoretische Physikerin am Institut für theoretische Physik des CEA Paris-Saclay.[2] Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Stringtheorie, insbesondere bei Fluxkompaktifizierungen und der String-Landschaft.[2] Für ihre Arbeiten erhielt sie 2021 den Paul-Langevin-Preis der Société française de physique.[3] Zudem erhielt sie die Beate-Naroska-Gastprofessur (Preisjahr 2023), die 2024 in Hamburg verliehen wurde.[4]

Leben

Graña erwarb 1997 an der Universidad de Buenos Aires einen Bachelor der Physik.[1] Im Jahr 2002 promovierte sie an der University of California, Santa Barbara, mit einer Arbeit über supersymmetrische Typ-IIB-Lösungen mit Flüssen unter der Betreuung von Joseph Polchinski.[1] Nach Stationen als Postdoktorandin am Centre de Physique Théorique der École Polytechnique (2003) und als Marie-Curie-Fellow an der École normale supérieure (2004–2005) wurde sie im Oktober 2005 als permanente Forscherin am Institut für theoretische Physik des CEA Paris-Saclay berufen.[1] Ihre Habilitation à diriger des recherches (HDR) legte sie 2015 an der École normale supérieure vor.[1] Seit 2016 lehrt sie Stringtheorie im Masterstudiengang der École Polytechnique.[2] Zu ihren Aufgaben gehörten Leitungs- und Gremienfunktionen, darunter die Leitung der Arbeitsgruppe Mathematical Physics am Institut für theoretische Physik des CEA Paris-Saclay (2016–2023) sowie Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Beiräten und Kommissionen.[1]

Wirken

Graña befasst sich mit den Grundlagen der Stringtheorie, mit Schwerpunkt auf Fluxkompaktifizierungen und Fragen der String-Landschaft.[2] Ein vielzitiertes Übersichtskapitel von ihr, Flux compactifications in string theory: A comprehensive review, erschien 2006 in Physics Reports.[5][6] Ab 2018 wurde ihre Forschung durch das ERC-Consolidator-Projekt Deconstructing the String Landscape gefördert.[7] Zuvor leitete sie das ERC-Starting-Grant-Projekt The Low Energy Limit of String Theory and the Observable World.[8] Sie organisierte zahlreiche internationale Tagungen, darunter Strings 2025 in Abu Dhabi sowie Eurostrings 2022 in Lyon.[2] Für ihre Arbeiten in der theoretischen Physik wurde sie 2021 mit dem Paul-Langevin-Preis ausgezeichnet.[3] Im April 2024 nahm sie in Hamburg die Beate-Naroska-Gastprofessur (Preisjahr 2023) entgegen und hielt eine Preisvorlesung.[4][9]

Einzelnachweise

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