Marianne Auenbrugger

österreichische Pianistin und Komponistin From Wikipedia, the free encyclopedia

Marianne Auenbrugger (auch Marianna Auenbrugger; getauft am 19. Juli 1759 in Wien; † 25. August 1782 ebenda) war eine österreichische Pianistin und Komponistin der Wiener Klassik.[2][3] Sie war Schülerin von Joseph Haydn und Antonio Salieri und wurde durch ihre Es-Dur-Sonata per il clavicembalo o forte piano bekannt, die bei Artaria erschien.[2][4]

Die Eltern der Marianne Auenbrugger[1]

Leben

Marianne Auenbrugger war eine Tochter des Arztes Leopold Auenbrugger und seiner Frau Anna von Priestersberg; ihr Taufname lautete Anna Maria Simphorosa.[2] Sie wuchs in einem musikaffinen Wiener Haushalt auf und galt früh als talentierte Klavierspielerin; zeitgenössische Berichte schildern sie zugleich als kränklich.[2] Die Tochter des Arztes Leopold Auenbrugger war als Pianistin und Komponistin in Wien hoch angesehen.[5] Gemeinsam mit ihrer älteren Schwester Katharina Franziska erhielt sie Unterricht bei Joseph Haydn und Antonio Salieri.[2][5] Auenbruggers Vater war 1774 Trauzeuge Salieris und verfasste das Libretto zu dessen deutschem Singspiel Der Rauchfangkehrer (1781). Als Marianne Auenbrugger 1782 an der Abzehrung starb, war sie erst 23 Jahre alt.[2][3]

Wirken

1780 widmete Joseph Haydn den Schwestern Auenbrugger die sechs Klaviersonaten Hob. XVI:35–39 und 20, ein frühes gemeinsames Projekt mit dem Wiener Verlag Artaria, welches die hohe Wertschätzung der beiden Pianistinnen dokumentiert.[6][7] Als Erinnerung an die hochgeschätzte Schülerin ließ Antonio Salieri nach Auenbruggers frühem Tod ihre Es-Dur-Sonata per il clavicembalo o forte piano bei Artaria auf eigene Kosten drucken und fügte eine von ihm verfasste Trauerode für Sopran und Klavier hinzu.[4] Das Werk ist in modernen Ausgaben und als Digitalisat zugänglich und wird gelegentlich in Konzerten und im Rundfunk aufgeführt.[4][8] Auenbruggers Beitrag zur Klaviermusik der Wiener Klassik ist heute unbestritten und ihr einzig gedrucktes Werk wird in die Umbruchphase vom Cembalo zum Fortepiano eingeordnet.[5][7][6]

Einzelnachweise

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