Marion Fourcade

französische Soziologin From Wikipedia, the free encyclopedia

Marion Fourcade (* 15. Februar 1968)[1] ist eine französische Soziologin und Professorin an der University of California, Berkeley (UCB),[2] sowie Direktorin des dortigen Social Science Matrix.[3]

Werdegang und Wirken

Fourcade studierte von 1988 bis 1992 an der École normale supérieure (Paris) und machte 1990 das Bachelor-Examen und erwarb 1992 das Diplôme d’études approfondies für Sozialwissenschaften. 2000 promovierte sie zur Ph.D. für Soziologie an der Harvard University. Titel ihrer Dissertationsschrift war: The National Trajectories of Economic Knowledge. Das Prüfungskomitee bestand aus Orlando Patterson, Theda Skocpol und Libby Schweber. Nach Forschungstätigkeiten an der Princeton University und der New York University sowie einer einjährigen Lehrtätigkeit am Institut d’études politiques de Paris 2003 wechselte sie an die University of California in Berkeley, wo sie über die Stationen Assistant Professor und Associate Professor zum Full Professor aufstieg.[4]

Ihre Forschungsschwerpunkte sind laut Universitätsangaben: Wirtschaftssoziologie, Kultursoziologie, Politische Soziologie, vergleichende Methoden, Wissenssoziologie und die Analyse der digitalen Gesellschaft. Im Buch The Ordinal Society (2024), das sie gemeinsam mit Kieran Healy verfasste, werden die sozialen und ökonomischen Folgen eines neuen Wissensregimes beschrieben, das Menschen anhand von Verhaltensdaten aus digitalen Umgebungen erfasst und bewertet.[2][5]

Fourcade wurde mit dem Distinguished Book Award der American Sociological Association, dem Ludwik-Fleck-Preis der Society for the Social Studies of Science sowie dem Lewis-Coser-Preis ausgezeichnet.[2] Zudem erhielt sie den Siegfried-Landshut-Preis des Hamburger Instituts für Sozialforschung für das Jahr 2021. Die Verleihung fand im Juni 2022 statt.[6]

Sie ist Auswärtiges Wissenschaftliches Mitglied des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung.[7]

Schriften (Auswahl)

  • Economists and Societies. Discipline and Profession in the United States, Britain, and France, 1890s to 1990s. Princeton University Press, Princeton 2010, ISBN 978-0-691-14803-8.
  • Zählen, benennen, ordnen. Eine Soziologie des Unterscheidens. Aus dem Englischen von Ulrike Bischoff, Hamburger edition, Hamburg 2022, ISBN 978-3-86854-364-3.
  • The Ordinal Society. Harvard University Press, Cambridge (Massachusetts) 2024, ISBN 978-0-674-97114-1 (mit Kieran Healy).

Einzelnachweise

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