Marion Patrick Jones

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Marion Patrick Jones († 2. März 2016 in Port of Spain) war eine trinidadische Schriftstellerin und Sozialanthropologin; unter ihrem Ehenamen Marion O’Callaghan schrieb sie als Kolumnistin in der Tageszeitung Trinidad and Tobago Newsday.[1] Ihr literarisches Werk umfasst die Romane Pan Beat (1973) und J’Ouvert Morning (1976).[1] In den 1960er-Jahren war sie in London unter dem Namen Marion Glean an der Gründung der Bürgerrechtsorganisation Campaign Against Racial Discrimination (CARD) beteiligt.[2]

Marion Patrick Jones (2016)

Leben und Wirken

Jones lebte Mitte der 1960er-Jahre in Vereinigten Königreich, arbeitete als Sekretärin am Quaker International Affairs Centre in London und studierte Sozialanthropologie an der London School of Economics, nachdem sie zuvor zur Bibliothekarin ausgebildet worden war.[2] Im Dezember 1964 organisierte sie gemeinsam mit L. John Collins im Londoner Hilton ein Treffen mit Martin Luther King Jr.; aus dieser Runde ging die spätere Campaign Against Racial Discrimination hervor, deren Sekretärin sie wurde.[2] Später war sie Leiterin der sozialwissenschaftlichen Programme der UNESCO.[3] Nach ihrer Rückkehr nach Trinidad und Tobago veröffentlichte sie über Jahre als Marion O’Callaghan politische und gesellschaftliche Kolumnen.[4]

Jones’ Romane Pan Beat (1973) und J’Ouvert Morning (1976) stellen die zentralen Teile ihres literarischen Schaffens dar.[1] Als Kolumnistin setzte sie sich mit Themen wie Rassismus und Stereotypisierung auseinander.[4] Ebenso schrieb sie über Apartheid und den südafrikanischen Befreiungskampf.[5] Ihre Rolle bei der Entstehung der Campaign Against Racial Discrimination verband ihren öffentlichen Einsatz mit ihrem Schreiben und machte sie zu einer sichtbaren Teilnehmerin des britischen und karibischen Diskurses um Antidiskriminierung in den 1960er-Jahren.[2]

Einzelnachweise

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