Mariska Ott
Wirtschaftspädagogin und Politikerin
From Wikipedia, the free encyclopedia
Mariska Ott (* 17. August 1982 in Emmendingen) ist eine deutsche Wirtschaftspädagogin, Beraterin für Digitales Lernen und Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen).

Sie ist seit 2023 Co-Kreisvorsitzende der Grünen im Landkreis Göppingen.[1] Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2026 kandidierte sie für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Wahlkreis Göppingen und erreichte über die Landesliste ein Mandat.[2]
Leben und beruflicher Werdegang
Ott wuchs in Rheinhausen im Landkreis Emmendingen in einem Nicht-Akademiker-Haushalt auf. Ott besuchte das Gymnasium Kenzingen, wo sie 2002 ihr Abitur mit der Bestnote 1,0 ablegte und mit dem Französisch-Preis der Schule, dem Hermann-Sussann-Preis für Geschichte und einem Preis für soziales Engagement der Stadt Kenzingen ausgezeichnet wurde.[3]
Von 2002 bis 2008 studierte Ott Wirtschaftspädagogik und Französisch an der Universität Konstanz sowie an der Université du Québec à Montréal (UQAM). Während des Studiums war sie Stipendiatin der Konrad-Adenauer-Stiftung und zeitweise Stipendiatensprecherin. Anschließend promovierte sie an der Universität Konstanz. Ihre Dissertation Lernwegoffenheit in der französischen Berufsbildung – Zum Potenzial von Outcome-Orientierung erschien 2015 bei Springer VS.
Beruflich war Ott in verschiedenen Positionen für digitales Lernen zuständig – u. a. bei der Know How! AG, der WMF Group und der TeamViewer GmbH. Bei TeamViewer wurde sie im März 2022 in den neu gegründeten Betriebsrat gewählt und war Personalausschussvorsitzende. Seit 2023 arbeitet Ott als Beraterin für Digitales Lernen an der Sparkassenakademie Baden-Württemberg.
Politisches Engagement
Während des Studiums war Ott Stipendiatin der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung. Von 2004-2008 war sie Mitglied der CDU. Nach einigen Jahren ohne Parteimitgliedschaft trat Ott 2015 bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ein.
Seit November 2023 ist sie Co-Kreisvorsitzende des Kreisverbands Göppingen. In einer Kampfabstimmung setzte sie sich gegen die amtierende Landtagsabgeordnete Ayla Cataltepe durch.[4][5][6]
Ott engagiert sich in den Landesarbeitsgemeinschaften Digitales & Medien und QueerGrün und kandidierte bei den Kommunalwahlen 2024 auf der Liste von Bündnis 90/Die Grünen für den Gemeinderat.
Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2026 trat sie als Direktkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis Göppingen an und wurde über den 45. Platz der Landesliste mit den Zweitstimmen zur Landtagsabgeordneten gewählt.
Wissenschaftliche Arbeiten
- Lernwegoffenheit in der französischen Berufsbildung – Zum Potenzial von Outcome-Orientierung, Springer VS, 2015.
- Fachbeiträge u. a. in Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, insbesondere zu Outcome-Orientierung und Flexibilisierung beruflicher Bildungssysteme.[7]
Familiärer Hintergrund
Mariska Ott ist die Tochter von Hartmut Ott (1954–2022), der in Südbaden als Regionaldirektor der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau[8][9], Mitglied im Gemeinderat von Rheinhausen (2002–2014)[10], Ortsvorsitzender der CDU[11], Schöffe sowie Vorstandsmitglied des Vereins Zeitstifter e. V. wirkte. Hartmut Ott war zudem ein regional bekannter Musiker (u. a. in den Bands Airport und XX Cult).[12]