Marius Deuer

deutscher Schachspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Marius Deuer (* 2008) ist ein deutscher Schachspieler. Seit 2026 ist er Großmeister im Schach.

Karriere

Deuer wuchs zunächst in Hannover auf, wo er das Schachzentrum Bemerode besuchte und mit fünf Jahren einem Schachverein beitrat. Nach dem Umzug der Familie in das württembergische Aulendorf wurde er Mitglied beim SC Weiße Dame Ulm. Bei der Deutschen Jugendmeisterschaft startete er 2020 bereits in der U16-Kategorie und konnte sich die Bronzemedaille erspielen. Mit einem Sieg gegen Petro Holubka in Krakau schlug er im selben Jahr zudem den ersten Großmeister in seiner Karriere.[1]

Mit zwei italienischen Turnieren nach Schweizer System holte sich Deuer im März 2022 in Cattolica und im August 2022 in Spilimbergo die ersten Normen für den Titel eines Internationalen Meisters. Ein Rundenturnier in Budapest brachte im Februar 2023 die dritte Norm, womit nur noch die Elo-Zahl von 2400 fehlte.[2] Diese überstieg er im August 2023, sodass er wenig später von der FIDE den Titel erhielt.

Im November 2024 schaffte er bei den Offenen Internationalen Bayerischen Meisterschaften am Tegernsee seine erste Großmeisternorm. Zum Ende des Jahres gab der Deutsche Schachbund zudem seine Aufnahme in den B-Kader bekannt, um ihm wie auch Leonardo Costa bereits früher stärkere Förderung zukommen zu lassen.[3] Im Mai 2025 wurde er in die deutsche Auswahl für den Mitropa-Cup berufen und sicherte sich neben der zweiten Norm auch eine Silbermedaille für seine individuelle Leistung am ersten Brett mit einer Elo-Performance von 2627. Die dritte Turniernorm gelang ihm schließlich beim El Llobregat Open nahe Barcelona im Dezember 2025.[4] Mit seiner Elo-Bestmarke von 2507 aus dem Dezember 2024 hatte Deuer auch das Elo-Kriterium bereits erfüllt, sodass er zu den Spielern gehörte, die im April 2026 von der FIDE zu Großmeistern ernannt wurden.

Vereine

In der Saison 2021/22 spielte Deuer für die TG Biberach in der Oberliga Württemberg. Zur Saison 2022/23 startete er für den TSV Schönaich in der Schachbundesliga. Auch nach dem Abstieg spielte er noch zwei Jahre für die Württemberger in der 2. Bundesliga Süd. 2025 wechselte er zum Münchener SC 1836, der ebenfalls in der zweiten deutschen Spielklasse spielt.[5]

Einzelnachweise

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