Marius Sørensen
dänischer Politiker (Socialdemokraterne), Mitglied des Landsting, Minister
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Marius Sørensen (* 8. April 1891 in Hvorslev, Østjylland; † 9. Dezember 1964 in Højby) war ein dänischer Politiker der Socialdemokraterne, der unter anderem zwischen 1947 und 1949 in der Regierung Hedtoft I Arbeitsminister war.
Leben
Marius Sørensen, Sohn des Maurers Søren Christian Sørensen (1868–1947) und von Mette Marie Pedersen (1864–1938), arbeitete nach dem Schulbesuch als Dienstjunge, Bauer und leistete dann als Soldat seinen Militärdienst, woraufhin er ab 1915 als Maurer beschäftigt war. Er begann sein Engagement in der Gewerkschaftsbewegung und wurde 1920 Büroleiter der Arbeitergewerkschaft (Arbejdsmændenes Fagforening) in Ulstrup sowie 1922 Vorstandsmitglied der Arbeitergewerkschaft. Im Anschluss bekam er als reisender Sekretär der Arbeitergewerkschaft die Sonderaufgabe, die letzten Arbeiter auf dem Land zu organisieren, und fungierte anschließend ab 1934 reisender Buchhalter der Arbejdsmændenes Fagforening, ehe er 1938 Geschäftsführer der Arbeitslosenkasse (arbejdsmændenes arbejdsløshedskasse) und dadurch im folgenden Jahrzehnt einer der einflussreichsten Personen der Gewerkschaftsbewegung wurde.
Daneben begann Sørensen sein politisches Engagement für die Sozialdemokratische Partei (Socialdemokraterne) in der Kommunalpolitik. Er war von 1921 bis 1938 Mitglied des Gemeinderates (sogneråd) von Vellev, zwischen 1930 und 1938 Vorsteher des Sønder Vinge Sogn sowie zugleich zwischen 1935 und 1938 Mitglied des Rates von Viborg Amt. Er war später zwischen 1943 und 1946 Mitglied des Gemeinderats von Hvidovre Sogn und wurde 1947 zum Mitglied des Landsting, der damaligen Ersten Kammer des Reichstages (Rigsdag) gewählt. In der Regierung Hedtoft I übernahm er am 13. November 1947 den Posten des Arbeitsministers (Arbejdsminister) und bekleidete diesen bis zu seinem Rücktritt am 23. November 1949, woraufhin sein Parteifreund und bisherige Wohnungsminister Johannes Kjærbøl[1] als Minister für Arbeit und Wohnungen (Arbejds- og boligminister) ihn ablöste.[2] Nach seinem Ausscheiden aus der Regierung übernahm er wieder die Position des Geschäftsführers der Arbeitslosenkasse und behielt diesen bis 1953, woraufhin er einen Bauernhof in der Nähe von Nykøbing Sjælland kaufte. Er war seit dem 12. Januar 1945 mit Erna Johansen (1913–?), Tochter des Zuckerfabrikarbeiters Johan Johansen (1887–1968) und Alma Henriksen (1895–1979), verheiratet.
Literatur
- Tage Kaarsted: De danske ministerier 1929–53, 1977.
Weblinks
- Vagn Dybdahl: Marius Sørensen (arbejdsminister). In: Dansk Biografisk Leksikon. Abgerufen am 25. Oktober 2025 (dänisch).