Mark (Botanik)

weiche Substanz im Kernbereich pflanzlicher Sprossachsen From Wikipedia, the free encyclopedia

Als Mark, Markparenchym oder Medulla[1] (lateinisch medulla Mark),[2] im Holzbau auch Markröhre,[3] bezeichnet man in der Botanik zentral in der Sprossachse der Kormophyten gelegenes, parenchymatisches Gewebe.

Mark im Holunderzweig

Das aus Zellfäden bestehende Speichergewebe bei den Laminariales wird ebenfalls als Mark oder Medulla bezeichnet.[4.1]

Mark der Zweikeimblättrigen

h (Eustele): Ringförmig angeordnete Leitbündel; Rinde außen; Mark innen; Markstrahlen verlaufen zwischen Rinde und Mark.
Das Mark ist zentral gelegen. Die dunkelbraunen, horizontalen Balken sind Markstrahlen.

Meist sind die Leitbündel der Zweikeimblättrigen ringförmig angeordnet und unterteilen die Sprossachse in die äußere Rinde und das zentral gelegene Mark (Eustele).[5.1] Das Mark ist mit der Rinde durch parenchymatische Markstrahlen (primäre Holzstrahlen) verbunden, die zwischen den Leitbündeln verlaufen.[4.2]

Gebildet wird das Mark am Sprossapikalmeristem vom Markmeristem, das unter dem Initialenkomplex liegt.[4.3][6]

Eine Markhöhle entsteht, wenn das Mark reißt oder sich auflöst.[4.2][5.1] Dies ist typisch für einige krautige Pflanzen, zum Beispiel den Löwenzahn.[5.1]

Das Mark dient oft als Speichergewebe für Reservestoffe.[4.4] Es kann auch abgestorben sein, dann sind die Zellen gaserfüllt.[4.2]

Nutzung

Getrocknetes Mark des Holunders wird in der mikroskopischen Technik beispielsweise bei der Anfertigung von Blattquerschnitten als Schneidehilfe eingesetzt. Dafür wird das Mark radial zu zwei Dritteln eingeschnitten und das Präparat im Spalt platziert. Mit einer Rasierklinge werden Holundermark und Präparat dünn geschnitten und das Mark anschließend von den Schnitten entfernt.[7]

Einzelnachweise

Literatur

Related Articles

Wikiwand AI