Mark Bray

US-amerikanischer Historiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Mark Bray (* 1982 in New York City)[1] ist ein US-amerikanischer Historiker und Antifaschismus-Experte an der Rutgers University. Er erregte Aufmerksamkeit, als er im Oktober 2025 die USA verließ, um sich mit seiner Familie in Spanien niederzulassen. Er fühle sich in den USA nicht mehr sicher.

Werdegang

Mark Bray wuchs in River Vale in einer Familie der Mittelschicht auf, seine Eltern unterrichteten an öffentlichen Schulen.[1] Er erwarb 2005 an der Wesleyan University einen Bachelor in Philosophie und 2016 an der Rutgers University einen Ph.D. in Geschichte. Nach Tätigkeit als Dozent am Dartmouth College erhielt er eine erste Professur (Assistant Teaching Professor) an der Rutgers University.

Bray gilt als Experte für Antifaschismus und für die Geschichte des modernen Spaniens. Er gehörte zu den Organisatoren der Occupy-Wall-Street-Bewegung.

2025 geriet Bray in das Visier von Turning Point USA, einer rechtspopulistischen Organisation und – laut tagesschau.de[2] – de-facto-Jugendorganisation von Donald Trumps Make America Great Again. Turning Point USA startete eine Petition, um Bray aus den Diensten der Rutgers University zu entfernen. In Sozialen Medien wurden Brays private Adressen veröffentlicht. Er erhielt Morddrohungen, darunter die Ankündigung, ihn vor den Augen seinen Studenten zu töten. Turning Point USA distanzierte sich später von der Veröffentlichung privater Adressen und Gewaltandrohungen, bezeichnete Bray aber weiter als „Terroristen“.

Bray entschloss sich, mit seiner Familie die USA zu verlassen. Ein erster Versuch, nach Spanien zu fliegen scheiterte, als die Flüge in letzter Minute storniert wurden. Ein zweiter Versuch gelang. Bray will seine Forschungs- und Lehrtätigkeit in Spanien fortsetzen.

Schriften

Einzelnachweise

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