Mark Olver

kanadischer Eishockeyspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Mark Olver (* 1. Januar 1988 in Burnaby, British Columbia) ist ein deutsch[1]-kanadischer Eishockeyspieler, der zuletzt bis zum Ende der Saison 2024/25 bei den Idaho Steelheads aus der ECHL unter Vertrag gestanden und dort auf der Position des Centers gespielt hat. Zuvor bestritt Olver unter anderem 74 Spiele für die Colorado Avalanche in der National Hockey League (NHL) und war zudem insgesamt acht Jahre für die Eisbären Berlin und Kölner Haie in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) aktiv, wo er mit den Eisbären im Jahr 2021 die Deutsche Meisterschaft gewann. Sein älterer Bruder Darin Olver ist ebenfalls professioneller Eishockeyspieler.

Schnelle Fakten Draft, Karrierestationen ...
  Mark Olver

Geburtsdatum 1. Januar 1988
Geburtsort Burnaby, British Columbia, Kanada
Größe 178 cm
Gewicht 77 kg

Position Center
Nummer #91
Schusshand Links

Draft

NHL Entry Draft 2008, 5. Runde, 140. Position
Colorado Avalanche

Karrierestationen

2005–2007 Omaha Lancers
2007–2010 Northern Michigan University
2010–2014 Colorado Avalanche
Lake Erie Monsters
2014–2015 HK Sotschi
2015 Kloten Flyers
2015–2016 Eisbären Berlin
2016–2017 Tucson Roadrunners
2017 Bakersfield Condors
2017–2021 Eisbären Berlin
2021–2024 Kölner Haie
2024–2025 Idaho Steelheads
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Karriere

Olver im Trikot der Lake Erie Monsters (2013)

Mark Olver, dessen Großeltern mütterlicherseits von Deutschland nach Kanada aus wanderten[2], absolvierte zwei Spielzeiten bei den Omaha Lancers in der US-amerikanischen Juniorenliga United States Hockey League (USHL). In seiner zweiten Saison bei den Lancers führte der Kanadier das Team in der Tore-, Assist- und Punkte-Wertung an, woraufhin er als Omahas Stürmer des Jahres und als Omahas wertvollster Spieler ausgezeichnet wurde. Nach seinem Abschluss an der Millard North High School besuchte der Spieler die Northern Michigan University und spielte fortan für deren Team Northern Michigan Wildcats in der Universitäts- und Collegesportliga Central Collegiate Hockey Association (CCHA). In seiner ersten Saison in der CCHA war Olver mit 21 erzielten Toren erfolgreichster Rookie der Liga und mit 38 erzielten Punkten bester Scorer der Wildcats, woraufhin er am Ende dieser Spielzeit in das CCHA All-Rookie-Team nominiert wurde.

Beim NHL Entry Draft 2008 wurde Olver in der fünften Runde an insgesamt 140. Position von der Colorado Avalanche ausgewählt. Der Stürmer war auch schon in den Entry Drafts 2006 und 2007 verfügbar, wurde aber aufgrund seiner relativ geringen Körpergröße von keinem Team ausgewählt.[3] Der Center absolvierte noch zwei weitere Spielzeiten bei den Wildcats und war in beiden Saisons erfolgreichster Punktesammler der Wildcats. In seiner letzten CCHA-Saison wurde er zudem in das CCHA First All-Star-Team und das NCAA West First All-American-Team berufen, außerdem war er einer der Finalisten für den Hobey Baker Memorial Award.[4]

Am 30. März 2010 unterschrieb Mark Olver einen Zweijahresvertrag bei der Colorado Avalanche.[5] Der Spieler absolvierte daraufhin noch sechs Partien für Colorados Farmteam, den Lake Erie Monsters, in der American Hockey League (AHL) und erzielte dabei zwei Tore. In der darauf folgenden Saison bestritt der Stürmer 18 Spiele für Colorado in der National Hockey League (NHL) und erzielte dabei neun Punkte, verbrachte den Großteil der Spielzeit jedoch bei den Monsters in der AHL. In der Saisonvorbereitung zur NHL-Spielzeit 2011/12 erlitt Mark Olver eine Kopfverletzung, die ihn mehrere Monate vom Spielbetrieb ausschloss. Der Center absolvierte im Januar 2012 für die Lake Erie Monsters seine ersten Spiele der Saison.[6] Am 16. Februar wurde er in den NHL-Kader der Avalanche berufen, wo er sich für den Rest der Saison einen Stammplatz erspielen konnte. Diesen konnte er in der Folgesaison nicht verteidigen und absolvierte jeweils ca. die Hälfte der Spiele in AHL und NHL. Zu Beginn der Spielzeit 2013/14 stand er erneut nicht im NHL-Aufgebot[7] und kam anschließend erneut bei den Monsters in der AHL zum Einsatz.

Im Mai 2014 entschloss er sich zu einem Wechsel nach Europa und wurde vom neu gegründeten HK Sotschi aus der Kontinentalen Hockey-Liga (KHL) verpflichtet.[8] Aufgrund einer Verletzung absolvierte er nur eine KHL-Partie für den Klub. Im Juli 2015 verließ Olver den HK Sotschi und unterschrieb einen Einjahresvertrag bei den Kloten Flyers aus der National League A (NLA).[9] Nach lediglich acht Partien für die Schweizer wechselte er in die Deutsche Eishockey Liga (DEL) zu den Eisbären Berlin, wo er erstmals mit seinem Bruder Darin in einer Mannschaft spielt.[1] Nach einem Jahr in der deutschen Hauptstadt kehrte der Stürmer schließlich nach Nordamerika zurück und schloss sich den Tucson Roadrunners aus der AHL an. Dort und auf Leihbasis beim Ligakonkurrenten Bakersfield Condors verbrachte Olver eine Spielzeit, ehe er im Sommer 2017 wieder in die DEL zu den Eisbären zurückkehrte, welche ihn als Ersatz für Kyle Wilson verpflichteten.[10] Mit den Eisbären gewann er 2021 die Deutsche Meisterschaft, erhielt anschließend jedoch keine weitere Vertragsverlängerung und wechselte daher im Juli 2021 zum Ligakonkurrenten Kölner Haie.[11] Dort absolvierte Olver weitere drei DEL-Spielzeiten, erhielt nach einer schwachen Saison 2023/24 mit lediglich drei Scorerpunkten in 22 Einsätzen keinen weiterführenden Vertrag.

Der Deutsch-Kanadier kehrte daraufhin im September 2024 nach sieben Jahren in der höchsten deutschen Spielklasse wieder nach Nordamerika zurück, wo er sich mit den Idaho Steelheads aus der ECHL auf ein einjähriges Arbeitsverhältnis einigte.

Erfolge und Auszeichnungen

Karrierestatistik

Stand: Ende der Saison 2024/25

Weitere Informationen Reguläre Saison, Playoffs ...
Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp T V Pkt +/− SM Sp T V Pkt +/− SM
2005/06 Omaha Lancers USHL 59 5 20 25 +3 72 2 0 0 0 ±0 0
2006/07 Omaha Lancers USHL 57 29 35 64 +27 84 5 3 3 6 +2 18
2007/08 Northern Michigan University NCAA 39 21 17 38 +7 59
2008/09 Northern Michigan University NCAA 40 16 19 35 +10 84
2009/10 Northern Michigan University NCAA 40 19 30 49 +20 48
2009/10 Lake Erie Monsters AHL 6 2 0 2 −4 4
2010/11 Lake Erie Monsters AHL 58 23 17 40 −2 79 7 2 2 4 −1 4
2010/11 Colorado Avalanche NHL 18 2 7 9 −2 18
2011/12 Lake Erie Monsters AHL 15 2 7 9 +2 8
2011/12 Colorado Avalanche NHL 24 4 3 7 ±0 15
2012/13 Lake Erie Monsters AHL 36 6 16 22 −4 34
2012/13 Colorado Avalanche NHL 32 4 2 6 −5 6
2013/14 Lake Erie Monsters AHL 65 15 34 49 +4 82
2014/15 HK Sotschi KHL 1 0 1 1 ±0 0
2015/16 Kloten Flyers NLA 8 1 2 3 −1 2
2015/16 Eisbären Berlin DEL 36 7 9 16 +8 75 7 1 3 4 ±0 18
2016/17 Tucson Roadrunners AHL 41 6 11 17 ±0 29
2016/17 Bakersfield Condors AHL 9 0 3 3 +5 4
2017/18 Eisbären Berlin DEL 51 14 19 33 +10 52 18 3 6 9 +2 22
2018/19 Eisbären Berlin DEL 9 0 1 1 −1 10 6 0 0 0 −2 16
2019/20 Eisbären Berlin DEL 45 14 19 33 +7 18
2020/21 Eisbären Berlin DEL 33 3 17 20 +4 14 9 2 0 2 +1 10
2021/22 Kölner Haie DEL 42 7 13 20 −11 39 5 0 0 0 −1 2
2022/23 Kölner Haie DEL 44 8 14 22 +4 26 6 2 2 4 −1 6
2023/24 Kölner Haie DEL 22 1 2 3 +1 12
2024/25 Idaho Steelheads ECHL 36 3 5 8 ±0 21
USHL gesamt 116 34 55 89 +30 156 7 3 3 6 +2 18
NCAA gesamt 119 56 66 122 +37 191
AHL gesamt 230 54 88 142 +1 240 7 2 2 4 −1 4
NHL gesamt 74 10 12 22 −7 39
DEL gesamt 282 54 94 148 +22 246 51 8 11 19 −1 74
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(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation; Kursiv: Statistik nicht vollständig)

Commons: Mark Olver – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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