Marlene Haring

österreichische Künstlerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Marlene Haring (* 1978 in Wien) ist eine österreichische Künstlerin.[1][2] Sie arbeitet mit Performance, Fotografie, Video und Installation.[2][3][4] Im Jahr 2026 war sie mit der Arbeit Heute bleibt die Küche kalt, wir gehen in den Wienerwald in der Albertina-Ausstellung Care Matters vertreten.[4]

Leben

Haring besuchte das Wiener Musikgymnasium, machte später in England die Matura und absolvierte danach einen Grundkurs am Chelsea College of Art and Design in London.[1] Anschließend studierte sie an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Peter Kogler Computer- und Videokunst und schloss das Studium im Juni 2005 ab.[1] Von 1998 bis 2003 arbeitete sie mit Catrin Bolt unter dem Namen halt + boring zusammen.[5] Im Jahr 2003 erhielten Bolt und Haring ein MAK-Schindler-Stipendium für Los Angeles.[6] 2005 wurde Haring mit dem Birgit-Jürgenssen-Preis ausgezeichnet.[1]

Wirken

In einer Performance zur Eröffnung der 6. Berlin Biennale 2010 bestanden die Security-Kräfte am Eingang aus einer künstlerischen Inszenierung, bei der Haring selbst in weißer Bluse auftrat.[2] Bereits 2005 kroch sie für eine Aktion als Yeti kostümiert durch den zweiten Wiener Gemeindebezirk.[7] Eine Arbeit des Duos halt + boring in Salzburg bestand 2003 darin, das Ausstellungsbudget für Callboys zu verwenden, die sexuellen Interaktionen zu filmen und die Aufnahmen als zehn Videos zu präsentieren.[5] Für Sotheby’s Artist Quarterly entwickelte sie mit Catrin Bolt eine Kriminalszene aus Blutspritzern und Glasscherben, die Besucher für echte Unordnung hielten.[8] In der Passagegalerie des Wiener Künstlerhauses zeigte sie 2009 mit Photoboothautograph eine Installation aus 36 Monitoren, deren Videos ihr eigenes Bild in wechselnden Mimik- und Bewegungsmomenten vervielfachten.[3] Im selben Jahr verlegte sie beim Festival der Regionen ihren Aufenthaltsort in ein Stadtrandlokal von Linz Süd.[9] Ebenfalls 2009 bespielte sie die Factory der Kunsthalle Krems mit einer aus sechs großen Schirmen und Projektoren bestehenden Videoinstallation über Selbstdarstellung und Selbstdefinition im Internetzeitalter.[10] Im Jahr 2026 war sie in der Albertina-Ausstellung Care Matters mit Heute bleibt die Küche kalt, wir gehen in den Wienerwald vertreten; die dort gezeigten Fotografien zeigen eine Küche, aus deren Schränken und Laden Spaghetti hervorquellen.[4]

Einzelnachweise

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