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Marlies Grötzinger

deutsche Journalistin, Autorin und schwäbische Mundart-Dichterin From Wikipedia, the free encyclopedia

Marlies Grötzinger (* 1959 in Laupheim)[1] ist eine deutsche Schriftstellerin und schwäbische Mundart-Dichterin.

Leben

Marlies Grötzinger wuchs in Schwendi-Bußmannshausen im schwäbischen Oberland auf. In der Familie wurde Dialekt gesprochen, Schriftdeutsch lernte sie erst in der Grundschule. Als Diplom-Verwaltungswirtin (FH) arbeitet sie im Bereich Öffentlichkeitsarbeit beim Landkreis Biberach sowie als Journalistin und Schriftstellerin.

Seit 1987 schreibt sie Geschichten, Glossen und Gedichte in oberschwäbischer Mundart. Sie veröffentlichte in Zeitungen, Zeitschriften, Anthologien, im Hörfunk sowie eine CD und mehrere eigene Bücher bei verschiedenen Verlagen. Sie engagiert sich in mehreren Mundartvereinen und hilft als Kalendermacherin mit, die oberschwäbische Sprache lebendig zu erhalten.

Ihr erster Roman mit dem Titel „Seenot – Schwarzer Sonntag am Bodensee“ (2014) basiert auf einem realen Schiffsunglück. Weitere Romane um die Wasserschutzpolizistin Isabel Böhmer folgten: „Seebeben“ (2019) und „Seerausch“ (2021). Darin erzählt die Schriftstellerin vom Treiben am Schwäbischen Meer.

Grötzinger lebt in Burgrieden und am Bodensee.

Auszeichnungen

  • 2013 wurde sie von der baden-württembergischen Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, für „herausragende Verdienste um die Heimat“ mit der Heimatmedaille Baden-Württemberg ausgezeichnet.[2]
  • 2024 wurde sie mit dem Förderpreis in der Kategorie „Literatur“ des Landespreises für Dialekt Baden-Württemberg ausgezeichnet[3]

Werke

Literatur

  • Dr. Sonja Hermann: Frauen aus Laupheim – Literatur, Bildende Kunst, Schauspiel. Bad Harzburg 2014
  • Bernhard Sowinski: Lexikon deutschsprachiger Mundartautoren: Alphabetisches Verzeichnis und regionale Register. Georg Olms Verlag, 1997, ISBN 3487103818

Einzelnachweise

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