Marquard Freher
Historiker
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Marquard Friedrich Freher (* 26. Juli 1565 in Augsburg; † 13. Mai 1614 in Heidelberg) war ein deutscher Jurist, Historiker, Publizist, Diplomat und Staatsmann. Sein Berufsleben verbrachte er nach einem rechtswissenschaftlichen Studium hauptsächlich in Heidelberg im Dienst der Kurpfalz. Durch seine Veröffentlichungen zu unterschiedlichsten Themenbereichen war er ein produktiver Vertreter des deutschen Humanismus.

Leben
Herkunft und Ausbildung


Die Familie Freher führte sich zurück auf ein altes Adelsgeschlecht von Weysach (Wyssach, Weissach), ihr Adel wurde 1588 in einem kurfürstlichen Wappenbrief anerkannt.[1] In der Reichsstadt Augsburg gehörte die Familie zur Honoratiorenschicht. Marquard Frehers gleichnamiger Vater (* 1542; † 1601) war ebenfalls Jurist, war in Italien in Rechtswissenschaften promoviert worden und stand während seiner Berufslaufbahn ebenfalls zum Teil in kurpfälzischen Diensten. Dennoch war die reichsstädtische Herkunft für Marquard Freher junior zeitlebens prägend und er bezeichnete sich als Augsburger und „Schwabe“ (lateinisch Suevus). Im Vorwort zu einem seiner Werke schrieb er später, dass er bereits als Kind eine starke Faszination für geschichtliche Themen empfunden habe.[2]
Marquard Freher besuchte zunächst ab 1575/1576 das Akademische Gymnasium Altdorf und wechselte dann, da dort keine rechtswissenschaftlichen akademischen Grade verliehen wurden, 1581 an die Universität Basel. Schließlich ging er 1583 nach Frankreich an die Universität Bourges, wo er bei Jacques Cujas Rechtswissenschaften studierte und im April 1585 das Lizentiat erlangte. Ob er dort auch bereits im Mai 1585 das Doktorat in bürgerlichem Recht erwarb[3] oder die Doktorwürde erst 1596 in Heidelberg erhielt,[4] wird unterschiedlich angegeben. Bald nach seinem Studium trat er 1587 in die Dienste der kurpfälzischen Regierung ein und blieb dort bis zu seinem Tod.
Familie
Marquard Freher heiratete 1593 Katharina († 16. April 1598), Tochter des kurtrierischen Leibarztes Heinrich Weyer und Enkelin von Johann Weyer. Mit ihr hatte er zwei früh verstorbene Söhne[5][6] und eine Tochter namens Loysa Christina, die den Juristen Justinus Herdesianus heiratete.[7] Frehers Frau Katharina wurde in der Peterskirche Heidelberg begraben.[8][9]
Berufliche, wissenschaftliche und soziale Stellung
Für seine Tätigkeit in der Kurpfalz erhielt er bereits 1588 vom dortigen Regenten Johann Kasimir einen Wappen- und Adelsbrief; später verlieh ihm Kurfürst Friedrich IV. den Ort Oberlustadt bei Germersheim als Lehen. Im Jahr 1596 erhielt er eine Professur der Rechte für den Fachbereich Codex an der Universität Heidelberg, die er jedoch zwei Jahre später wegen der Belastung durch seine politische Tätigkeit wieder aufgab. In den Folgejahren stand er als Rat im Dienst des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz, für den er verschiedene diplomatische Missionen, beispielsweise 1602/1603 an den polnischen Königshof und nach Böhmen, durchführte. 1606 wurde Freher Vizepräsident des kurpfälzischen Hofgerichts.[10]
Freher unterhielt Briefwechsel mit diversen Persönlichkeiten des politischen, wissenschaftlichen und kulturellen Lebens, so zum Beispiel dem Diplomaten Jacques Bongars, dem Dichter Paul Melissus, dem Philologen Jan Gruter, dem Dramatiker Theodor Rhodius, dem Beamten Georg Michael Lingelsheim und dem Verleger und kurpfälzischen Hofbuchdrucker Gotthard Vögelin.[11] Auch zum Pfarrer und Chronisten Johann Jakob Rüeger unterhielt er brieflichen Kontakt. Im Jahr 1607 gelang ihm die (Wieder?)-erwerbung des Codex Manesse für die Bibliotheca Palatina.
Tod und Nachlass
Marquard Freher verstarb am 13. Mai 1614 nach starken Kopfschmerzen und kurzer Krankheit; bei seiner Bestattung am 15. Mai in der Heidelberger Peterskirche hielt der Pfarrer Johann Philipp Mylaeus die Leichenpredigt.[12] Sein handschriftlicher Nachlass ging in den Besitz des Verlegers Gotthard Vögelin über, der drei darin enthaltene Schriften posthum herausgab.[13] Frehers Privatbibliothek überstand den Dreißigjährigen Krieg im Gegensatz zur Bibliotheca Palatina, die teils zerstört und teils nach Rom beschlagnahmt wurde. Daher konnten Frehers Bücher, als sie nach dem Krieg doch noch in den Besitz der Universität gelangten, einen wichtigen Grundstein für den Wiederaufbau der Heidelberger Universitätsbibliothek bilden, wurden dann jedoch wenige Jahrzehnte später sämtlich bei der französischen Brandschatzung Heidelbergs im Orléansschen Krieg 1693 zerstört.[14] Über den Verbleib von Frehers Antiquitätensammlung, zu der unter anderem ein spätantikes Grabsteinfragment aus dem römischen Köln gehörte, sind dagegen keine sicheren Angaben möglich. Vereinzelte Vermutungen in der Literatur des 19. Jahrhunderts besagen, dass die Stücke in den Besitz der Herzöge von Pommern gelangten beziehungsweise nach Berlin überführt wurden, ohne dass sich diese Hypothesen bisher verifizieren ließen.[15]
Werk
Spektrum und Bedeutung
Marquard Freher war in vielen unterschiedlichen Bereichen wissenschaftlich und schriftstellerisch tätig. Er galt und gilt daher als Universalgelehrter und war eine zentrale Person des Späthumanismus in der Kurpfalz. Schon früh wurde er als „Vater der pfälzischen Geschichtsschreibung“ tituliert. Dieser Ruhm basierte in erster Linie auf seinem 1599 publizierten Werk Origines Palatinae („Ursprünge der Pfalz“).[16] Über Jahrhunderte hinweg einflussreich waren auch seine Editionen unterschiedlichster Quellen, wodurch er diese historischen Texte für die Erforschung in verschiedenen Wissenschaften erschloss.[17] Die aus diesen zahlreichen Quelleneditionen gespeiste Materialkenntnis Frehers prägte auch seine Arbeitsweise in seinen anderen Schriften, in denen er unterschiedlichste materielle, schriftliche oder bildliche Materialien mit Bezug zu seiner Fragestellung zusammentrug und daraus seine Argumentation oder Darstellung entwickelte. Viele der so entstandenen fakten- und zitatgesättigten Studien verband er mit dem Bemühen um die Erforschung und Förderung der deutschen und pfälzischen Geschichte, Politik, Sprache und Kultur. Diese Kombination aus enzyklopädisch-antiquarischem Ansatz und patriotisch beeinflusster Themenwahl veranlasste den Theologen Quirinus Reuter, Freher als den „Varro des deutschen Volkes“ (lateinisch Germanae Gentis Varro) zu bezeichnen.[18]
Schriften zwischen interdisziplinärer Forschung und politischem Engagement
Beruflich war Freher durch seine Stellungen im Dienst der Heidelberger Universität und des Pfalzgrafen zunächst einmal Rechtswissenschaftler. In diesem Bereich äußerte sich sein Bemühen um die Sammlung, Erschließung und Interpretation verschiedenster Quellen, die auch sein sonstiges Werk kennzeichnete, beispielsweise in der großen, zweibändigen Sammlung des kanonischen und zivilen Rechts der Antike, die Freher nach Vorarbeiten von Johannes Löwenklau 1596 publizierte. In zwei 1594 und 1599 erschienenen Bänden gab er juristische Texte internationaler Autoren zum Gesandtschaftsrecht und zum Lehnswesen heraus. In weiteren Publikationen zog er staatsrechtliche und andere rechtsgeschichtliche Quellen heran, um die zeitgenössische kurpfälzische Politik durch juristische und historische Argumente zu untermauern und zu beeinflussen.[19] So vertrat er in den Auseinandersetzungen um die Vormundschaft des jungen Kurfürsten Friedrich V. im Rahmen mehrerer Schriften die reformierte Position, verfasste eine Schrift, in der er die Kompetenzen des ständischen Reichskammergerichts gegenüber dem habsburgisch-kaiserlichen Hofrat betonte, und wandte sich in einer Abhandlung über das Bibelwort „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist“ gegen eine Einmischung des Papsttums in politische Angelegenheiten.[20]
Auch viele seiner sonstigen Forschungen gingen insofern von seiner juristischen Tätigkeit aus, als er sich stark für allgemeinere staatsrechtliche Fragen interessierte und vor diesem Hintergrund die Entwicklung und die Strukturen des Heiligen Römischen Reichs und seiner Teilstaaten erforschte. Häufig reichten die Themen seiner Publikationen jedoch weit über diesen Rahmen hinaus und umfassten auch andere Bereiche der Geschichte, Sprachgeschichte, Literatur, Archäologie und Landeskunde. Beispiele dafür sind seine Schriften zum öffentlichen Ruf (fama publica), zum westfälischen Femegericht, zu den antiken Ursprüngen der Stadt Ladenburg oder zur Geschichte des römischen und deutschen Münzwesens, aber auch die vielen Exkurse in seinen größeren Werken wie den Origines Palatinae.[21]
Sammlung, Edition und Erschließung von Quellen
In einer erheblichen Zahl seiner Veröffentlichungen edierte und kommentierte Freher „verschollene, schwer erreichbare oder vergessene Quellen ganz diversen Zuschnitts“[22] zur Geschichte und Literaturgeschichte unterschiedlichster Sprachen und Regionen. Zentral hierbei sind die drei Bände seiner Quellensammlung zur deutschen Geschichte, die 1600 bis 1611 erschienen und den Zeitraum von der Antike bis ins mittlere 16. Jahrhundert abdeckten. Weitere umfangreiche Quellensammlungen widmete Freher Geschichte des Frankenreiches, Russlands und Böhmens. Ansonsten edierte er Chroniken, Anekdotensammlungen und weitere Materialien zur sizilianischen, neapolitanischen und aragonischen Geschichte, aber auch zur Geschichte Bayerns (Andreas von Regensburg) und der Kurpfalz (Johannes Trithemius, Peter Anton von Clapis). In einigen Fällen legte er urkundliches Material vor, so die Bestimmungen Ludwigs des Bayern zur Erbfolge nach dem Tod Heinrich von Kärntens samt dazugehörigem Gutachten- und Schriftverkehr, die Exkommunikation Siegmunds von Österreich-Tirol sowie die Reaktionen darauf oder die Bestimmungen des Königs Adolf von Nassau zu den Rheininseln. Seine Editionen blieben in vielen Fällen für lange Zeit einflussreich, teilweise bis ins 19. Jahrhundert.[23]
Weiter Editionen Marquard Frehers betrafen Texte, deren Interesse weniger im historischen als im sprachgeschichtlichen oder literarischen Bereich liegen und hier in erster Linie die germanischen Sprachen betrafen. Wichtige Texte der althochdeutschen Literatur legte er in teils umfangreich kommentierten Ausgaben vor, namentlich das Evangelienbuch des Otfrid von Weißenburg, die auch auf Altfranzösisch überlieferten Straßburger Eide, das althochdeutsche Vaterunser und Glaubensbekenntnis des Codex Sangallensis 911 und die Hoheliedparaphrase des Williram von Ebersberg; seine Notizen zum Weißenburger Katechismus wurden posthum publiziert. Mit dem Codex Manesse und weiteren mittelhochdeutschen Handschriften beschäftigte sich Freher ebenfalls, ohne selbst Editionen dieser Texte anzufertigen. In einem 1610 erschienenen Band analysierte er schließlich auch wichtige Textzeugnisse des Altenglischen (Übersetzungen der Zehn Gebote, des Vaterunsers und des apostolischen Glaubensbekenntnisses). Durch diese Arbeiten wirkte er auch als Pionier der germanistischen Mediävistik. Von der Literatur der Antike edierte Freher trotz seines ausgeprägten Interesses an der griechisch-römischen Kultur demgegenüber nur wohl zwei antike Werke, nämlich das für die Regionalgeschichte wichtige Gedicht Mosella des Ausonius und vermutlich auch die Witzesammlung Philogelos. Während die Mosella-Edition erst nach seinem Tod erscheinen konnte, wurde die Philogelos-Ausgabe mit Einleitung, Kommentar und zusätzlichen satirischen Texten 1605 anonym veröffentlicht und wegen des enthaltenen Spotts auf Wissenschaftler und Gelehrsamkeit vom Rektor der Universität Heidelberg verboten.[24]
Spuren weiterer Tätigkeitsfelder
Wiederholt verfasste Marquard Freher neulateinische Gedichte, die er jedoch nicht als seine Haupttätigkeit ansah und auch nie gesammelt publizierte. Allerdings erschien eine Reihe von ihnen 1609 in der Anthologie Delitiae Poetarum Germanorum des mit Freher befreundeten Herausgebers Jan Gruter, in der die Texte Frehers immerhin 33 Seiten einnehmen. Seine Gedichte waren in der Regel zweckbezogene Schöpfungen, mit denen er seiner gesellschaftlichen Stellung im Gelehrtennetzwerk oder bei Hof entsprechen wollte. Sie entstanden teils anlässlich wichtiger Ereignisse im persönlichen Umfeld, etwa als Trauergedichte (Epicedia) bei einem Todesfall oder als Hochzeitsgedichte (Epithalamia). Andere Gedichte entsprangen dem zeitgenössischen Brauch, Buchveröffentlichungen mit Gedichten über das betreffende Werk einzuleiten. Diese Gruppe umfasst also poetische Widmungs- oder Empfehlungsschreiben Frehers für Publikationen seiner Freunde oder Vorworte zu seinen eigenen Werken. Einzelne Gedichte erlauben aber auch persönlichere Einblicke in Frehers Privatleben, darunter eine Einladung zu seiner Geburtstagsfeier am 26. Juli 1590 und insbesondere sechs gefühlvolle Trauergedichte anlässlich des Todes seiner Gattin (1598).[25]

Marquard Freher soll zeitgenössischen Berichten zufolge darüber hinaus auch ein guter Zeichner gewesen sein.[26] Sein zeichnerisches Werk scheint vollständig verloren zu sein, allerdings gibt es Anhaltspunkte dafür, dass er die kurfürstliche Repräsentationskunst in Heidelberg mindestens beratend unterstützte. So vermutete bereits im 19. Jahrhundert Adolf von Oechelhäuser, dass die Fassadendekoration des Friedrichsbaus am Heidelberger Schloss mit ihrem reichhaltigen Statuenprogramm unter Frehers Mitwirkung entworfen wurde.[27] Diese Annahme wird seitdem von verschiedenen Forschern geteilt. Hanns Hubach schlug 2013/2016 zudem vor, dass Freher als spiritus rector die umfangreichen und reich verzierten Aufbauten (Triumph- und Ehrenbögen, verzierte Paradewagen etc.) entwarf und koordinierte, die beim Empfang des frischvermählten Kurfürstenpaars Friedrich V. und Elisabeth Stuart in Heidelberg 1613 aufgestellt wurden. Dieser Einzug der Eheleute in ihre Residenz bildete den Abschluss einer europaweit Aufsehen erregenden Brautfahrt und wurde in diversen Sprachen durch illustrierte Reportagepublikationen bekannt gemacht.[28]
- Triumphbogen beim Empfang des Brautpaars 1613, zeitgenössische Darstellung
- Prunkwagen der Göttin Athene und ergänzende Inszenierung beim Empfang des Brautpaars 1613, zeitgenössische Darstellung
Schriften
Abhandlungen und Reden[29]

- Tractatus de fama publica. Sigismund Feyerabend, Frankfurt 1588 (Digitalisat).
- Tractatus de existimatione adquirenda, conservanda et amittenda. Sebastian Henricpetri, Basel 1591 (Digitalisat).
- Orationes duae in decimum octavum natalem […] Friderici quarti. […] In quibus de legitima eius principis aetate accurate disseritur, et ad eam rem pertinentia iura perspicue explicantur. Abraham Smesmann, Heidelberg 1592 (Digitalisat).
- Oratio de constitutionum imperialium inter caeteras iuris civilis partes excellentia. Georg Justus, Heidelberg 1596 (Neuauflage, Ernestus, Frankfurt an der Oder 1672; Digitalisat der Neuauflage).
- De verbis Domini date Caesari, quae sunt Caesaris […]. Sermo votivus, theologisticarum eius loci explicationem continens. Christophorus Leo/Johannes Lancelotus, Heidelberg 1598 (Digitalisat) – Um einen Anhang ergänzte Neuausgabe: De numismate census, a Pharisaeis in quaestionem vocato. Andreas Cambierus, Heidelberg 1599 (Digitalisat).
- De luctu minuendo, et desiderio praemissae coniugis solando […]. Ohne Verlagsangabe, Heidelberg 1599.
- Originum Palatinarum commentarius. De gentis et dignitatis eius primordiis; tum Heidelbergae et vicini tractus antiquitate. Commelin, Heidelberg 1599 (Digitalisat). – Umgearbeitete und erweiterte Neuauflage unter dem Titel: Origines Palatinae: In quibus praeter gentis & dignitatis Palatinae primordia, tum Haidelbergae & vicini tractus antiquitatem, multa scitu digna, quà ad universam Germaniam, quà ipsum Imperium Rom. 2 Teilbände, Gotthard Vögelin, Heidelberg 1612/1613 (Digitalisate; Nachdrucke 1686 und 1748).
- Decisionum Areopagiticarum Sylvula. Gotthard Vögelin, [Heidelberg] 1599 (Neuauflage, Ernestus, Frankfurt an der Oder 1672; Digitalisat der Neuauflage).
- De re monetaria veterum Romanorum, et hodierni apud Germanos imperii. Gotthard Vögelin, Ladenburg 1605 (Digitalisat).
- unter dem Pseudonym Weyrich Wettermann: Wetteravia Illustrata. Oder Historischer Bericht von der Wetterau, Rhingau, Westerwald, Lohngau, Haynrich, und andern an das Fürstenthum Hessen gräntzenden Landen. Johann Theodor/Johann Israel de Bry, Frankfurt am Main 1608 (neue Auflage 1731, Digitalisat der Neuausgabe).
- De aequitate commentarius. Johann Theodor/Johann Israel de Bry, Frankfurt am Main 1608 (Digitalisat).
- De secretis iudiciis olim in Westphalia aliisque Germaniae partibus usitatis, postea abolitis. Gotthard Vögelin, [Heidelberg] [1610] (Neuauflage, Montagius, Regensburg 1762, mit Stammbaum und Schriftenverzeichnis Frehers; Digitalisat der Neuauflage).
- De statura Caroli magni imperatoris. Gotthard Vögelin, [Heidelberg] [1612] (Digitalisat).
- De electoratu S. Rom. Imperii, comitivae Palatinae Rheni antiquitus adnexo & coharente. Gotthard Vögelin, Heidelberg 1612 (Digitalisat).
- mit Michael Löffenius: Gründlicher Underricht von der im heiligen Römischen Reich entstandenen Frage […]: Ob der kayserliche HoffRaht mit und neben dem kayserlichen Cammergericht zu Speyer concurrentem Iurisdictionem […] ohne unterscheid habe? Johann Schönfeld, Amberg 1613 (Digitalisat).
- Ad […] Gewoldi […] epistolam monitoriam, De suscepta sive recepisse. Gotthard Vögelin, Heidelberg 1614 (Digitalisat).
- De Lupoduno antiquissimo Alemaniae oppido commentariolus. Gotthard Vögelin, Heidelberg 1618 (Digitalisat).
Herausgeberschaften in Auswahl[30]
- Iuris Graeco-Romani tam canonici quam civilis tomi duo. Ioannis Leunclavii Amelburni […] studio eruti, Latineque redditi: nunc editi […] cum auctario. 2 Bände, Fischer, Frankfurt 1596 (Digitalisat).
- Germanicarum rerum scriptores aliquot insignes. 3 Bände, Claude de Marne/Johann Aubry, Frankfurt und Hanau 1600–1611 (Digitalisate: Band 1; Band 2; neue Auflagen von G. B. Struve, Straßburg 1717; Köhler, Altdorf 1729; Nürnberg 1734).
- Rerum Moscoviticarum auctores varii. Claude de Marne/Johann Aubry, Frankfurt 1600.
- Johannes Trithemius: Opera historica. 2 Bände, Claude de Marne/Johann Aubry, Frankfurt 1601.
- Rerum Bohemicarum antiqui scriptores aliquot insignes, partim hactenus incogniti […]. Accedunt Johannis Dubravii Historiae Bohemicae Commentarii. Claude de Marne und Johann Aubry Erben, Frankfurt 1602.
- Corpus Francicae historiae veteris et sincerae. Johann Aubry Erben, Hanau 1613 (neue Auflage von Köhler, Altdorf 1720).
- D. Magni Ausonii Burdigalensis Mosella. Gotthard Vögelin, Heidelberg 1619 (Digitalisat).
Quellen
- Jan Gruter, Paul Melissus, Scipione Gentili, Georg Remus,[31] Wacław Leszczyński,[32] Karl von Utenhove, Johannes Löwenklau, Hieronymus Arconatus,[33] Henrich Smet, Johannes Posthius, Jakob Lectius,[34] Konrad Rittershausen, Johann von Kötteritz,[35] Friedrich Sylburg, Johannes Stamler,[36] Tobias Scultetus,[37] Justin Ruger (Rüeger), Vitus (Veit) Garner: Epithalamia Marquardi Freheri Marq[uardi] f[ilii] Hieron[ymi] n[epotis] et Catharinae Wierae Henr[ici] f[iliae] Johan[nis] n[eptis]. Heidelberg 1593 (Digitalisat).
Editionen und Übersetzungen
- Marquard Freher: De Lupoduno. Die erste Beschreibung des alten Ladenburg von 1618. Lateinisch–Deutsch. Übertragen und erläutert von Hermann Wiegand (= Rhein-Neckar-Kreis. Bausteine zur Kreisgeschichte. Band 3). Rhein-Neckar-Kreis, Heidelberg 1998, ISBN 3-932102-02-9 (Faksimile und deutsche Übersetzung mit Anmerkungen und Nachwort).
- Wilhelm Kühlmann, Volker Hartmann, Susann El Kholi (Hrsg.): Die deutschen Humanisten. Abteilung 1: Die Kurpfalz. Band I/1: Marquard Freher (Europa Humanistica). Brepols, Turnhout 2005, ISBN 2-503-52017-0 (Sammlung von Texten zur schriftstellerischen und editorischen Tätigkeit Frehers im Rahmen der Rezeption antiker und mittelalterlicher Literatur).
Literatur
- Peter Fuchs: Freher, Marquard Friedrich. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 5. Duncker & Humblot, Berlin 1961, ISBN 3-428-00186-9, S. 392–393 (deutsche-biographie.de).
- Rudolf Hoke: Freher, Marquardt (1565–1614). In: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte. 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage, Band 1. Erich Schmidt, Berlin 2008, Sp. 1714–1715.
- Dietrich Kornexl: Studien zu Marquard Freher (1565–1614). Leben, Werke und gelehrtengeschichtliche Bedeutung. Dissertation, Freiburg im Breisgau 1966.
- Jörg Kreutz, Hermann Wiegand (Hrsg.): Marquard Freher (1565–1614). Historiker, Jurist und Dichter der Kurpfalz. Beiträge eines Ladenburger Kolloquiums vom 15. November 2014 (= Beiträge zur Kreisgeschichte. Band 11). Rhein-Neckar-Kreis, Heidelberg 2016, ISBN 978-3-932102-33-2.
- Wilhelm Kühlmann: Freher, Marquard Friedrich. In: Wilhelm Kühlmann u. a. (Hrsg.): Frühe Neuzeit in Deutschland 1520–1620. Literaturwissenschaftliches Verfasserlexikon. Band 2, Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2012, ISBN 978-3-11-025486-0, Sp. 429–440.
- Brigitte Schwan: Das juristische Schaffen Marquard Frehers (1565–1614) (= Veröffentlichungen der Pfälzischen Gesellschaft der Wissenschaften in Speyer. Band 74). Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Speyer 1984.
- Hermann Wiegand: Marquard Freher und Lupodunum – Ein Humanist als Anwalt des antiken Ladenburg. In: Marquard Freher: De Lupoduno. Die erste Beschreibung des alten Ladenburg von 1618. Lateinisch–Deutsch. Übertragen und erläutert von Hermann Wiegand (= Rhein-Neckar-Kreis. Bausteine zur Kreisgeschichte. Band 3). Rhein-Neckar-Kreis, Heidelberg 1998, ISBN 3-932102-02-9, S. 93–121.
- Hermann Wiegand: Marquard Freher. Der Vater der Pfälzischen Geschichtsschreibung (= Förderkreis Lebendige Antike Ludwigshafen am Rhein, Schriftenreihe. Band 23). Hennecke, Ludwigshafen 2015, ISBN 978-3-9816488-6-7.
Weblinks
- Literatur von und über Marquard Freher im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Werke von und über Marquard Freher in der Deutschen Digitalen Bibliothek
- Druckschriften von und über Marquard Freher im VD 16.
- Druckschriften von und über Marquard Freher im VD 17.
- Werke im WWW
- Eintrag im Kalliope-Verbund