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Marsupilami (Film)

Film von Philippe Lacheau (2026) From Wikipedia, the free encyclopedia

Marsupilami ist ein französisch-belgischer Spielfilm aus dem Jahr 2026. Regie führte Philippe Lacheau, der gemeinsam mit Julien Arruti, Pierre Dudan und Pierre Lacheau das Drehbuch schrieb.[3] Es ist der neunte und erfolgreichste abendfüllende Spielfilm der französischen Comedy-Truppe La Bande à Fifi.

TitelMarsupilami
ProduktionslandFrankreich, Belgien
OriginalspracheFranzösisch
Erscheinungsjahr2026
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Marsupilami
Produktionsland Frankreich, Belgien
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 2026
Länge 99 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen
  • Pathé
  • Baf Prod
  • TF1 Films Production
  • Logical Content Ventures
  • Artémis Productions
Stab
Regie Philippe Lacheau
Drehbuch
Produktion
Musik
  • Maxime Desprez
  • Michaël Tordjman
Kamera Pierric Gantelmi d’Ille
Schnitt Antoine Vareille
Besetzung
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Handlung

David Ticoule lebt in einer französischen Kleinstadt und arbeitet in einem Tierpark, der dem Mafiaboss Jeffrey Malone gehört. Mit seiner Ex-Freundin Tess, mit der er einen gemeinsamen Sohn im Grundschulalter hat, liefert er sich einen ununterbrochenen Rosenkrieg, unter dem vor allem Léo leidet, der sich eine intakte Familie wünscht. Als David nach einem Alkoholexzess Urin abgeben muss, zerstört er durch verschütteten Urin ungewollt die empfindliche Elektronik der Sicherungssysteme des Parks, sodass die Verriegelungen der Gehege aufspringen und die Tiere in die Stadt entkommen, wo sie Chaos anrichten. Nach diesem Malheur stellt ihn Malone vor die Alternative: Entweder, David verliert seinen Job, oder er erfüllt seinem Sohn den Herzenswunsch eines gemeinsamen Familienurlaubs. Er soll mit Tess und Léo eine Kreuzfahrt in das gefährliche südamerikanische Land Palumbien unternehmen und dort ein Paket für den Tierpark abholen, in das er aber niemals hineinschauen darf. Auf diesem Weg will Malone das seltenste Tier der Welt in seinen Park schmuggeln. Zur Absicherung begleitet Davids trotteliger Kollege Stéphane die Familie.

Im Dschungel von Palumbien haben von Malone bezahlte Wilderer ein kalebassenförmiges Ei gestohlen und überreichen David das illegale Paket auf einer Autobahntoilette. Weil er sich Scherereien ersparen will, spannt David den dummdreisten Stéphane ein, um es durch den Zoll zu schleusen, was diesem durch Naivität und unter Ausnutzung der Unfähigkeit des Zollbeamten Raymond gelingt, der gerade für die dritte Staffel der Real-Life-Doku „Zoll Extrem“ gefilmt wird.[4] An Bord des Schiffes wird die Reisegruppe durch den abgehalfterten Latin-Sänger Ricky Salsa und den palumbischen Naturschützer Pablito vervollständigt. Weil David keine Ahnung hat, was er eigentlich transportiert, überlässt er Stéphane die Fracht. Als dieser das Paket aus Neugier öffnet, springt ihm das inzwischen geschlüpfte Marsupilami-Baby namens Bibi entgegen. Mit diesem an Bord gerät die Kreuzfahrt außer Kontrolle. Das Tierchen wird unter anderem in einer elektrischen Schuhbürste aufgerollt und schluckt aus Versehen Viagra-Tabletten, sodass sein acht Meter langer Schwanz hart wie ein Baseballschläger wird. Tess nutzt das aus, um David zu verprügeln. Der Schwanz dient auch als Springseil und Rettungsleine und hält die Gemeinschaft zusammen.

Im Zuge der weiteren Handlung freundet sich das Tier mit Léo an. Dabei werden Filmklassiker wie E.T., Speed, Titanic und Casablanca sowie das Spiel Last One Laughing parodiert. Auf der Reise beschädigt Bibi die berühmten Felsklippen am Strand von Étretat, es kommt zu Schießereien, Menschen fliegen durch die Luft und Kinder veröffentlichen TikTok-Videos über Bibis Erlebnisse. Da seine Existenz auf diese Weise in den Sozialen Medien bekannt wird, machen sich brutale Söldner auf die Jagd nach dem kleinen gelben Wesen und es kommt zu aufregenden Verfolgungsjagden. Am Ende gelingt es David und seinen Begleitern, den neuen Freund seines Sohnes vor den Geschäftemachern zu schützen und seiner Familie einen Neuanfang zu ermöglichen.[3][5][6][7][8][9]

Produktion und Hintergrund

Der Film wurde von Pathé, Baf Prod, TF1 Films Production, Logical Content Ventures und der belgischen Artémis Productions S.A. produziert, als Produzenten fungierten Patrice Ledoux, Jérôme Seydoux, Pierre Lacheau und Ardavan Safaee.[3] Die Dreharbeiten fanden an 62 Drehtagen vom 23. Juli bis zum 6. November 2024 in Thailand statt.[10]

Die Kamera führte Pierric Gantelmi d’Ille, die Musik schrieben Maxime Desprez und Michaël Tordjman, die Montage verantwortete Antoine Vareille und das Casting Meriem Amari. Das Szenenbild gestaltete Samuel Teisseire und das Kostümbild Claire Lacaze und Sandra Gutierrez.[3][11]

Das Budget betrug rund 28,6 Millionen Euro.[12] Die Comicfigur Marsupilami inspirierte mehrere Animationsserien, 2012 erschien mit Auf den Spuren des Marsupilami von Alain Chabat die erste Realverfilmung.[6] Die Figur des Fremdenführers Pablito ist aus diesem Vorgängerfilm übernommen und wird von demselben Schauspieler verkörpert wie 2012, womit der Film im Sinne einer Fortsetzung, die jedoch für sich stehen kann und keines Vorwissens bedarf, an den ersten Marsupilami-Film anschließt.[13]

Veröffentlichung

Der Film feierte seine Premiere am 2. Dezember 2025 im Pathé-Kino in Orléans und war am 21. Januar 2026 beim Festival de l’Alpe d’Huez im französischen Wintersportort Alpe d’Huez zu sehen.[14] In Frankreich und Belgien kam der Film am 4. Februar 2026 in die Kinos.[11] Der deutsche Kinostart fand am 20. August 2026 im Verleih von Splendid statt.[3][5][6]

Rezeption

Kritiken

Sidney Schering vergab auf filmstarts.de drei von fünf Sternen. Das Marsupilami sei eine quietschgelbe Wundertüte. Das derbe Comic-Chaos schmeiße manisch grinsend alles gegen die Wand und schaue mit Kulleraugen, was haften bleibt.[15]

Dani Maurer bewertete die Produktion mit 3,5 von 6 Sternen. Die Story sei einfach und liebenswert erzählt. Das CGI sei meist auf solidem Niveau. Der Film gehöre dem gelben Spezialeffekt, der vor allem Unfug im Köpfchen hat und deshalb das jüngere Publikum optimal mit Späßen versorge.[16] Dagegen betont Christian Neffe (1,5 von 5 Sternen), dass sich die Gags klar an ein erwachsenes Publikum richten und „durchaus zu verwirrten Blicken bei Eltern führen“ könnten.[13]

Das Lexikon des internationalen Films gibt zu bedenken, wegen des Überangebots an menschlichen Komikern und deren Hang zu flachen Witzen könne der Film das Potenzial der animierten Tierfigur nur in kurzen Momenten entfalten.[3] Mehrere Rezensenten weisen darauf hin, dass die Animationsfigur im Film erst nach einer langen Exposition, die mehr als eine halbe Stunde dauert, zum ersten Mal auftritt.[7][8]

Oliver Armknecht (sechs von zehn Punkte) meint auf film-rezensionen.de, dass nicht jeder Gag bei diesem infantilen Dauerfeuer sein Ziel treffe. Aber es sei doch unterhaltsam, dem eingespielten Team zuzusehen und sich von der Energie des Films anstecken zu lassen.[17] Ähnlich bewertet dpa den Film und hebt darüber hinaus das Zusammenspiel von Lacheau und Élodie Fontan (im echten Leben ein Paar mit einem gemeinsamen Sohn) als zerstrittenes Ex-Paar hervor, das dem Film eine menschliche Note verleihe.[9]

Elmar Krekeler, der Feuilleton-Redakteur der Welt, macht sich über die unaufhörliche Serie „meistens aus der Hüfte in den Unterleib“ abgeschossener, vordergründiger und absehbarer Pointen lustig, mit denen der als „Fifi“ bekannte Philippe Lacheau und seine „in Frankreich legendäre Anarchoscherztruppe Bande à Fifi“ das Publikum gnadenlos traktieren. An der „dünnen Leine von Geschichte […], an die Lacheau seine Tonnen von Witzware hängt“, führe er den Film zu einem völlig unglaubwürdigen, aber vorhersehbaren Finale. Krekeler fragt sich allerdings, inwieweit dieser Humor im deutschen Kulturraum anschlussfähig sei.[7]

Einspielergebnis

In Frankreich erreichte der Film in den ersten fünf Tagen nach dem Start eine Million Kinobesucher,[18] vier Wochen nach dem Start wurden fünf Millionen Kinobesucher verzeichnet.[19] Insgesamt wurden in Frankreich rund 6,1 Millionen Tickets verkauft.[12]

An den Kinokassen spielte die Produktion in Frankreich am Eröffnungswochenende über 9,9 Millionen US-Dollar ein, bis zum 2. Juni 2026 wurden weltweit rund 51,5 Millionen US-Dollar eingespielt.[20]

Einzelnachweise

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