Felis lunensis
Art der Gattung Felis
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Felis lunensis, auch Martelli-Katze, ist eine ausgestorbene Katzenart und gilt als eine der frühesten Vertreterinnen der Gattung Felis. Sie wird häufig als Vorfahrin der heutigen Hauskatze (Felis catus) angesehen.
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| Martelli-Katze | ||||||||||||
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Fragment von Felis lunensis Kieferknochen im Museo di Paleontologia di Firenze | ||||||||||||
| Zeitliches Auftreten | ||||||||||||
| Pliozän bis Pleistozän | ||||||||||||
| Fundorte | ||||||||||||
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Ungarn, Italien | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Felis lunensis | ||||||||||||
| Martelli, 1906 | ||||||||||||
Evolution
Die Entwicklung der modernen Katzen begann vor mehreren Millionen Jahren. Die frühen Vorfahren der Katzen lebten vor rund 55 bis 60 Millionen Jahren. Sie waren Miaciden, kleine, fleischfressende Säugetiere. Aus den Miaciden entwickelten sich die Viveravidae, welche wiederum als Ursprung der Katzen gelten. Innerhalb der Viveravidae entstanden vor 40 Millionen Jahren verschiedene Linien, unter anderem Procilurus. Aus diesem entwickelte sich der Schizailurus vor rund 24 Millionen Jahre. Vor 18 Millionen Jahren entstand aus dem Schizailurus die Familie der Felidae, aus welcher die Gattung Felis vor zwölf Millionen Jahren entstand. Vor etwa 2,5 Millionen Jahren entwickelte sich die Art Felis lunensis im Pliozän.[1]
Felis lunensis-Fossilien wurden in Italien und Ungarn gefunden. Das erste gefundene Exemplar war ein Unterkiefer. Es wurden Fossilien in Ablagerungen aus dem Pliozän und Pleistozän gefunden[2][3]
Aus Felis lunensis entwickelte sich vor rund zwei Millionen Jahren die Wildkatze, welche sich während der zweiten Eiszeit über Landbrücken von Europa nach Asien und Afrika ausbreitete. Nach Ende der Eiszeit verloren die Tiere die Landbrücken und entwickelten sich unabhängig von einander weiter zur Europäischen Wildkatze (Felis silvestris), Graukatze (Felis bieti), Sandkatze (Felis margarita), die Schwarzfußkatze (Felis nigripes) und die Falbkatze (Felis lybica), die als Vorgängerin der Hauskatze (Felis catus) gilt.[1][3]
Taxonomie
Felis lunensis wurde erstmals 1906 von Alessandro Martelli beschrieben, nachdem ein Unterkiefer in pliozänen Ablagerungen bei Olivola in der Toskana ausgegraben wurde. Das Tier wurde später jedoch später oft nach ihm selbst als Martellikatze oder Martellis-Katze bezeichnet.[4]
Das Holotypus-Exemplar befindet sich heute in der Sammlung der Universität Florenz in Italien.[5]
