Alessandro Martelli
italienischer Geologe, Mineraloge und Politiker
From Wikipedia, the free encyclopedia
Alessandro Martelli (* 25. November 1876 in Caltanissetta; † 5. Oktober 1934 in Florenz) war ein italienischer Geologe, Mineraloge und Politiker. Zwischen 1928 und 1929 war er Minister für Volkswirtschaft im Kabinett von Benito Mussolini.

Leben
Martelli schloss sein Studium in Florenz im Juli 1900 ab. Im Februar 1904 heiratete Martelli Dolores Corsi, mit der er zwei Söhne hatte.[1]
Nach seinem Studienabschluss trat Martelli in die Akademie ein und war von 1910 bis 1927 Professor für Mineralogie und Geologie an der Universität Florenz. Im Jahr 1927 war er außerdem als Dozent an der Universität Rom im Bereich Geologie tätig. Er nahm Ausgrabungen vor und beschrieb verschiedene Tierarten, darunter die nach ihm benannte Martelli-Katze.[1]
Martelli nahm sowohl am Italienisch-Türkischen Krieg (1911–1912) als auch am Ersten Weltkrieg teil. Er war im Oktober 1922 beim Marsch auf Rom dabei. 1924 wurde er für die Nationalfaschistische Partei in die Abgeordnetenkammer gewählt und diente dort zwei Legislaturperioden lang. 1926 wurde er Staatssekretär im Verkehrsministerium. Am 9. Juli 1928 wurde er zum Minister für Volkswirtschaft ernannt und löste damit Giuseppe Belluzzo ab. Martellis Amtszeit endete am 12. September 1929. Im Anschluss daran wurde das Ministerium durch das Ministerium für Zünfte ersetzt.[1][2][3][4] 1933 war er Präsident der Società Geologica Italiana.
Später war er als Chef des italienischen Automobilbenzinkonzerns Agip tätig. Martelli wurde im März 1934 zum Senator ernannt.[1]
Er starb am 5. Oktober 1934 in Florenz und wurde dort auf dem Friedhof Vinci beigesetzt.[1]
Auszeichnungen
- Orden der Krone von Italien (11. Juni 1916)
- Offizier des Ordens der Krone von Italien (8. Januar 1920)
- Kommandeur des Ordens der Krone von Italien (2. Januar 1921)
- Großoffizier des Ordens der Krone von Italien (31. Januar 1926)
- Großkordon des Ordens der Krone von Italien (25. Oktober 1932)
- Kommandeur des Ordens der Heiligen Mauritius und Lazarus (9. Juni 1930)