Wikiwand AI

Martha Doan

amerikanische Chemikerin und Professorin From Wikipedia, the free encyclopedia

Martha Doan (* 6. Juni 1872 in Westfield, Indiana; † 18. April 1960 in Franklin, Indiana) war eine amerikanische Chemikerin und Hochschullehrerin. Sie war Professorin und Dekanin an mehreren US-amerikanischen Institutionen und die erste Frau, die an der Cornell University einen Doktortitel in Chemie erwarb.[1]

Martha Doan aus dem Jahrbuch des Earlham College, 1920

Leben und Werk

Doan war eines von sieben Kindern von Abel und Phoebe Doan.[2] Ihre Eltern waren Quäker.[3] Sie besuchte die Union High School, eine Quäkerschule in ihrer Geburtsstadt Westfield. Nach ihrem Abschluss studierte sie an der Purdue University, wo sie 1891 ihren Bachelor of Science erwarb. Anschließend erlangte sie 1892 am Earlham College in Richmond (Indiana) einen Bachelor of Laws, bevor sie 1893 an die Purdue University zurückkehrte, um dort ihren Master-Abschluss zu machen. 1896 promovierte sie an der Cornell University in Chemie mit einer Forschungsarbeit über Thallium mit der Dissertation Contributions to the Chemistry of Thallium: A Thesis.[2]

Von 1896 bis 1900 unterrichtete sie Chemie an der Indianpolis Manual Training School. Anschließend forschte und lehrte sie bis 1914 am Vassar College. Während ihrer Zeit dort besuchte sie um das Jahr 1906 eine wissenschaftliche Tagung in Kanada, und 1911 reiste sie auf die Isle of Wight, wo sie an einer Tagung der British Association for the Advancement of Science teilnahm. Nach ihrem Weggang aus Earlham widmete sie die folgenden zwei Jahre der Fertigstellung der Übersetzung von Fritz Paneths Werk Radio-Elements as Indicators and Other Selected Topics in Inorganic Chemistry, das 1928 erschien. Als Dekanin für Studentinnen und Professorin für Chemie war sie von 1915 bis 1926 am Earlham College und von 1929 bis 1937 am Iowa Wesleyan College tätig.[3][4]

Sie ging 1937 in den Ruhestand und kehrte in ihr Elternhaus in Westfield zurück.[3]

Sie engagierte sich in verschiedenen Organisationen, die sich der naturwissenschaftlichen Ausbildung und der Hochschulbildung von Frauen widmeten: der American Association of University Women, der National Association of the Deans of Women, der American Association for the Advancement of Science, der American Chemical Society, der Indiana Academy of Science und der Sigma Zi National Scientific Honorary Society. Sie war zudem Mitglied des Beirats der Indiana Historical Commission.

Am 5. November 1967 wurde ihr zu Ehren der Doan Memorial Garden in Westfield vom örtlichen Frauenclub eingeweiht.[2][5][6][7]

Auszeichnungen (Auswahl)

  • 1951: Urkunde für herausragende Verdienste um die Wissenschaft[8]
  • 1952 vom Earlham College mit einer Alumni-Auszeichnung[2]
  • 1991: Ehrendoktorwürde der Purdue University[9]

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Index to the Literature of Thallium, 186–1896: By Martha Doan. Ulan Press, 2012.

Literatur

  • Mary R. S. Creese, Thomas M. Creese: Ladies in the laboratory?: American and British women in science, 1800–1900: a survey of their contributions to research.Scarecrow Press, 1998, ISBN 978-0-8108-3287-9.

Einzelnachweise

Related Articles

Timelines

Top Qs

Fact Checks