Martin Hollender

deutscher Germanist und Bibliothekar From Wikipedia, the free encyclopedia

Martin Hollender (* 4. November 1965 in Düsseldorf) ist ein deutscher Germanist und Bibliothekar.[1]

Leben und Wirken

Martin Hollender studierte Germanistik und Geschichte. Nach seiner Magisterprüfung 1992 promovierte er 1996 zum Dr. phil. an der Universität Düsseldorf. Im Jahre 1997 begann er als Bibliotheksreferendar an der Staatsbibliothek zu Berlin die Ausbildung für den höheren Bibliotheksdienst und legte 1999 die Fachprüfung hierfür an der Fachhochschule für Bibliotheks- und Dokumentationswesen in Köln ab. Seit 1999 ist er als wissenschaftlicher Bibliothekar an der Staatsbibliothek zu Berlin tätig. Dort ist er als Referent des Generaldirektors tätig.[2] Außerdem arbeitet er in der Redaktion der Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie (Verlag Vittorio Klostermann). Neben Arbeiten und Bibliographien zur deutschen Literaturwissenschaft veröffentlicht Martin Hollender Aufsätze zur Geschichte der Staatsbibliothek zu Berlin.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Die politische und ideologische Vereinnahmung Joseph von Eichendorffs. Einhundert Jahre Rezeptionsgeschichte in der Publizistik (1888–1988) (= Europäische Hochschulschriften, Reihe 1, Bd. 1606). Lang, Frankfurt/M. 1997, ISBN 3-631-31254-7 (= Dissertation Universität Düsseldorf).
  • (Hrsg., mit Ulrike Hollender): Eichendorff zum Vergnügen – "Frühling mit Nachtigallen und anderem Zubehör". Reclam, Stuttgart 1998, ISBN 3-15-009670-7.
  • Bibliographie Heinz Piontek (= Archivreihe der Stiftung Oberschlesien, Bd. 3). Aisthesis-Verlag, Bielefeld 2000, ISBN 3-89528-255-3.
  • Wissenschaft – Literatur – Religion. Bibliographie Wilhelm Gössmann 1954–2001. Grupello, Düsseldorf 2001, ISBN 3-933749-64-6.
  • Solche Bücher läßt du drucken! Bibliographie Joseph A. Kruse 1966 bis 2003. Aisthesis-Verlag, Bielefeld 2004, ISBN 3-89528-466-1.
  • "Eine gefährliche Unruhe im Blut ..." Rudolf Braune. Schriftsteller und Journalist (1907–1932). Biographie und Bibliographie. Grupello-Verlag, Düsseldorf 2004, ISBN 3-89978-013-2.
  • Bibliographie Klaus G. Saur 1963–2006. de Gruyter, Berlin 2006.
  • (Hrsg.): "Denn eine Staatsbibliothek ist, bitte sehr! kein Vergnügungsetablissemang". Die Berliner Staatsbibliothek in der schönen Literatur, in Memoiren, Briefen und Bekenntnissen namhafter Zeitgenossen aus fünf Jahrhunderten (= Beiträge aus der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Bd. 25). Berlin 2008, ISBN 978-3-88053-142-0.
  • (mit Ulrike Hollender): Bibliographie Hartmut von Hentig. Verzeichnis seiner Veröffentlichungen 1949–2010 (= Bibliographien zur deutschen Literaturgeschichte, Bd. 17). Aisthesis-Verlag, Bielefeld 2010, ISBN 978-3-89528-818-0.
  • Der Berliner Germanist und Theaterwissenschaftler Max Herrmann (1865–1942). Leben und Werk (= Beiträge aus der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Bd. 42). Berlin 2013, ISBN 978-3-88053-184-0.
  • (Hrsg.): Rudolf Braune / Lesebuch (= Nylands kleine rheinische Bibliothek, Bd. 9). Ed. Virgines, Düsseldorf 2015, ISBN 978-3-944011-30-1.
  • (Hrsg.): Martin Boelitz Lesebuch (= Nylands kleine rheinische Bibliothek, Bd. 14). Ed. Virgines, Düsseldorf 2018, ISBN 3-944011-83-X.
  • Max und Helene Herrmann. Germanisten – Theaterwissenschaftler – Lehrerin. Hentrich & Hentrich, Leipzig 2021, ISBN 978-3-95565-425-2.

Aufsätze

  • "Unsere Staatsbibliothek" - die Hauszeitschrift der Preußischen Staatsbibliothek im Zweiten Weltkrieg. In: Antonius Jammers (Hrsg.): Planen und Gestalten. Festgabe für Günter Baron (= Beiträge aus der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Bd. 13). Reichert, Wiesbaden 2001, S. 131–146, ISBN 3-89500-224-0.
  • Die besondere, die optimale Bibliothek Umberto Ecos – und warum sie nicht zu verwirklichen ist. In: Antonius Jammers (Hrsg.): Die besondere Bibliothek oder: Die Faszination von Büchersammlungen. Saur, München 2002, S. 275–294, ISBN 3-598-11625-X.
  • "Ich war der letzte Jude, der sie benutzen durfte". Der Germanist Max Herrmann (1865–1942) als Benutzer der Preußischen Staatsbibliothek. In: Klaus G. Saur/Martin Hollender (Hrsg.): Selbstbehauptung – Anpassung – Gleichschaltung – Verstrickung. Die Preussische Staatsbibliothek und das deutsche Bibliothekswesen 1933–1945 (= Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie, Sonderbände, Bd. 113). Klostermann, Frankfurt/M. 2014, S. 169–190, ISBN 978-3-465-04213-6.
  • "Wenn aber die Zielrichtung stimmt, dann stimmen auch unsere Maßnahmen". Horst Kunze als sozialistischer Bibliothekar. In: Barbara Schneider-Kempf/Martin Hollender (Hrsg.): Festschrift für Daniela Lülfing zum 65. Geburtstag (= Beiträge aus der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Bd. 50). Berlin 2015, S. 155–190, ISBN 978-3-88053-208-3.

Einzelnachweise

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