Martin Leschke

deutscher Volkswirtschaftler From Wikipedia, the free encyclopedia

Martin Leschke (* 2. März 1962 in Oberhausen-Sterkrade) ist ein deutscher Volkswirtschaftler und Hochschullehrer. Er ist seit 2002 Professor an der Universität Bayreuth und hat den Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre 5, insbesondere für Institutionenökonomik.

Leben

Er erwarb 1989 das Diplom im Fach Volkswirtschaftslehre an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, 1992 die Promotion im Fach Volkswirtschaftslehre an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Ab 1994 verbrachte er ein Jahr mit einem Forschungsaufenthalt am Center for Study of Public Choice an der George Mason University in Fairfax/USA, der von der DFG gefördert wurde.[1]

1998 erlangte er die Habilitation an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster mit der venia legendi im Fach Volkswirtschaftslehre. Seit 2002 ist er Professor an der Universität Bayreuth, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre 5, insbesondere für Institutionenökonomik. Von 2017 bis 2018 war er Dekan der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät an der Universität Bayreuth.[1] Seit 2019 ist er Vorstand der RWalumni.[2]

Forschungsschwerpunkte

Ein Forschungsschwerpunkt Leschkes ist Institutionenökonomik, so die Extrahierung grundlegender institutioneller Faktoren und die Überprüfung ihres Einflusses auf die Prosperität mittels empirischer Cross-Country-Untersuchungen, institutionenökonomische Analysen im Bereich konzeptioneller Geldpolitik, institutionenökonomische Kritik der gängigen makroökonomischen Denkschulen sowie institutionenökonomisch angeleitete Wirtschaftspolitik. Weitere Forschungsgebiete außerhalb der Institutionenökonomik umfassen europäische Geldpolitik, Kosten und Nutzen einer Inflationspolitik, Liquidität, Geld und Inflation sowie Rent-Seeking-Theorien.[3]

Schriften (Auswahl)

  • Ökonomische Verfassungstheorie und Demokratie. Das Forschungsprogramm der Constitutional Economics und seine Anwendung auf die Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland. Duncker & Humblot, Berlin 1993, ISBN 3-428-07923-X; zugleich: Dissertation, Universität Münster (Westfalen), 1992.
  • mit Dirk Sauerland: Der Weg zu Marktwirtschaft und Demokratie. Eine ordnungstheoretische Konzeption und ihre Anwendung auf den Transformationsprozess in Polen. Lit Verlag, Münster und Hamburg 1993, ISBN 3-89473-754-9.
  • Geldmengenpolitik in Deutschland und Europa. Gabler, Wiesbaden 1999, ISBN 3-8244-7030-6; zugleich: Habilitationsschrift, Universität Münster (Westfalen), 1998.
  • mit Mathias Erlei und Dirk Sauerland: Institutionenökonomik, Schäffer-Poeschel Verlag, Stuttgart 2016, ISBN 3-7910-3526-6.
  • mit Oliver Dieterle und Stefan Stöhr: Institutionelle Faktoren, Korruption und Entwicklung, Verlag für Nationalökonomie, Management und Politikberatung, Bayreuth 2017, ISBN 3-942492-36-9. (66 Seiten)
  • mit Felix Schlieszus: Ökonomik der Entwicklung. Eine Einführung aus institutionenökonomischer Sicht, Verlag für Nationalökonomie, Management und Politikberatung, Bayreuth 2021, ISBN 3-942492-43-1.

Einzelnachweise

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