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Martin Ulmer (Kulturwissenschaftler)

deutscher Historiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben

Ulmer studierte Geschichte und Empirische Kulturwissenschaften in Tübingen und legte 2008 mit seiner Dissertation über Antisemitismus im öffentlichen Diskurs und im Alltag in Stuttgart 1871–1933 eine Lokal- und Regionalstudie vor,[2] die 2011 im Berliner Metropol Verlag erschien und „auch über die Grenzen Baden-Württembergs hinaus von Interesse“ ist.[3]

Ulmer arbeitet zur jüdischen Geschichte, zum Antisemitismus, zum Nationalsozialismus, zur Erinnerungskultur und ist Gründungs- und Vorstandsmitglied der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V.[4] Er ist Lehrbeauftragter und Leiter der AG Jüdische Studien am Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaften der Universität Tübingen.[5] Er forscht in südwestdeutschen Archiven hauptberuflich für das Jerusalemer Yad-Vashem-Archiv.[4]

Martin Ulmer ist Geschäftsführer des als Verein organisierten Gedenkstättenverbunds Gäu-Neckar-Alb[1] und Mitglied des Sprecherrats der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen in Baden-Württemberg.[6]

Schriften (Auswahl)

  • Mit Ulrike Baumgärtner: Simon Hayum – Erinnerungen aus dem Exil. Lebensweg eines Tübinger Bürgers (= Kleine Tübinger Schriften), hrsg. der Geschichtswerkstatt Tübingen, Kulturamt, Tübingen 2005, ISBN 3-910090-66-4
  • Mit Aikko Bonanati, Monika Schober: „Plötzlich war alles anders“. Jugend im nationalsozialistischen Tübingen. Geschichts-Lesebuch für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren, Begleitschrift anlässlich der Dauerausstellung „Der stadthistorische Spaziergang“ des Tübinger Stadtmuseums, Universitätsstadt Tübingen, Tübingen 2005, ISBN 3-910090-61-3
  • Mit Andrea Hoffmann, Utz Jeggle, Reinhard Johler (Hrsg.): Die kulturelle Seite des Antisemitismus. Zwischen Aufklärung und Shoah (= Studien & Materialien des Ludwig-Uhland-Instituts der Universität Tübingen, Bd. 30) (= Tübinger kulturwissenschaftliche Gespräche, Bd. 3), Begleitschrift zur Internationalen Tagung Die Kulturelle Seite des Antisemitismus zwischen Aufklärung und Shoah, Tübinger Vereinigung für Volkskunde, Tübingen 2006, ISBN 3-932512-41-3 und ISBN 978-3-932512-41-4
  • Antisemitismus in Stuttgart 1871–1933. Studien zum öffentlichen Diskurs und Alltag, Metropol Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-940938-82-4 (Inhaltsverzeichnis)
  • Mit Hans-Otto Binder, Daniela Rathe, Uta Röck: Vom braunen Hemd zur weißen Weste? Vom Umgang mit der Vergangenheit in Tübingen nach 1945 (= Kleine Tübinger Schriften, Bd. 38), Tübingen: Universitätsstadt Tübingen, 2011, ISBN 978-3-941818-02-6 (Inhaltsverzeichnis)
  • Zerstörte Demokratie. Zwangsweise ausgeschiedene Tübinger Stadträte 1933. Eine Dokumentation (= Kleine Tübinger Schriften, Heft 39), hrsg. von der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., Universitäts-Stadt Tübingen, Fachbereich Kultur, Tübingen 2013, ISBN 978-3-941818-16-3 (Inhaltsangabe)[7]
  • Mit Martin Ritter (Hrsg.): Das jüdische Zwangsaltenheim Eschenau und seine Bewohner, hrsg. im Auftrag der Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., mit Beiträgen von Ulrike Baumgärtner et al., Staudacher, Horb-Rexingen 2013, ISBN 978-3-928213-20-2 (Inhaltsverzeichnis und Inhaltstext)
  • In der Zeitschrift Gedenkstätten-Rundschau (Horb, Högerle, ZDB-ID 24996865):
    • Gibt es eine Zukunft der Gedenkstätten? Überlegungen, den Wandel rechtzeitig zu gestalten, 2013, 10, S. 18–20
    • Mit Ulrike Baumgärtner, Jens Kolata: Der geplante Geschichtspfad zum Nationalsozialismus in Tübingen. Ein langwieriges Projekt wird bald Realität, mit zahlreichen Illustrationen in Ausgabe No. 13 (2014), S. 7–10
    • Vor 70 Jahren setzte der Shoah-Überlebende Victor Marx ein Zeichen der Erinnerung, Ausgabe 15, S. 12–13

Dokumentarfilm

  • Wege der Tübinger Juden – Eine Spurensuche, von Ulrike Baumgärtner, Andrea Hoffmann, Carsten Kauth und Martin Ulmer, Kamera: Andreas Kunze, Produktion: Geschichtswerkstatt Tübingen, D 2004, 67 Min.[8]

Einzelnachweise

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