Martin Waïngue Bani
tschadischer Geistlicher und römisch-katholischer Bischof von Doba
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Martin Waïngue Bani (* 12. Februar 1963 in Laï) ist ein tschadischer römisch-katholischer Geistlicher und Bischof von Doba.

Leben
Martin Waïngue Bani wurde am 17. April 1977 in Laï getauft. Er besuchte von 1970 bis 1977 die Grundschule an der École Centre in Laï und von 1977 bis 1978 das dortige Collège d’Enseignement Général sowie von 1978 bis 1981 das Kleine Seminar St. Joseph Mukasa in Donia, von 1981 bis 1983 das Collège Charles Lwanga in Sarh und von 1983 bis 1984 das Lycée Adoum Manguet in Sarh. Anschließend studierte er von 1985 bis 1988 Philosophie und Katholische Theologie am Priesterseminar Saint Augustin in Maroua in Kamerun. Außerdem absolvierte er im Juli 1986 und im Juli 1989 Praktika bei der Société Internationale de Linguistique (SIL) in Yaoundé sowie von 1988 bis 1989 ein Pastoralpraktikum in der Pfarrei in Béré im Bistum Moundou. Von 1989 bis 1991 setzte er das Theologiestudium am nationalen Priesterseminar Saint Luc in Bakara bei N’Djamena fort und erlangte 1991 am Institut Catholique d’Afrique de l’Ouest in Abidjan ein Baccalauréat in Katholischer Theologie. Er wurde am 11. Juni 1990 in Doba zum Diakon geweiht und empfing am 8. Juli 1991 in Laï das Sakrament der Priesterweihe für das Bistum Doba.[1]
Nach der Priesterweihe war Waïngue Bani zunächst als Pfarrer der Pfarrei Nodji Kwa in Ngamongo (1991–1995) und als Verantwortlicher für das Katechesezentrum in Laï (1992–1995) tätig, bevor er 1995 Regens des interdiözesanen Zwischenseminars Saint Augustin in Bebedjia und Kooperator in der dortigen Pfarrei wurde. Am 28. November 1998 wurde er in den Klerus des neugegründeten Bistums Lai inkardidiert.[2] 1998 wurde er für weiterführende Studien nach Rom entsandt, wo er im Jahr 2000 an der Päpstlichen Universität Urbaniana ein Lizenziat im Fach Dogmatik erwarb. Außerdem absolvierte er von 1998 bis 2000 bei der Kongregation für den Klerus einen Kurs in kanonischer Verwaltungspraxis. Neben seinem Studium war er als Seelsorger in verschiedenen Pfarreien in Italien und in Frankreich tätig.[1]
Nach der Rückkehr in seine Heimat wirkte Waïngue Bani als Pfarrer der Kathedrale Sainte-Famille in Laï und als Dechant des Dekanats Doba-Est (2000–2004) sowie als Generalvikar des Bistums Lai (2001–2004). Anschließend war er von 2004 bis 2010 Regens des nationalen theologischen Priesterseminars Saint Luc in Bakara, an dem er auch Dogmatik, Pastoraltheologie, Spiritualität und Methodik lehrte.[2] Zudem leitete er von 2006 bis 2010 das Centre Al-Muna für christlich-islamischen Dialog.[1] 2010 setzte er seine Studien an der Päpstlichen Universität Urbaniana in Rom fort[2] und wurde 2013 mit der Arbeit La pertinence de l’image de „l’Église-Famille de Dieu“ pour la mission de l’Église en Afrique et au Tchad. Une relecture des textes des Assembelées Spéciales pour l’Afrique du Synode des évêques et du SCEAM („Die Relevanz des Bildes von der ‚Kirche als Familie Gottes‘ für die Mission der Kirche in Afrika und im Tschad. Eine Neuinterpretation der Texte der Sonderversammlungen für Afrika der Bischofssynode und des SCEAM“)[3] zum Doktor der Theologie im Fach Dogmatik promoviert wurde.[2] Parallel zu seinem Promotionsstudium wirkte er abermals als Seelsorger in Italien und in Frankreich. Ab 2013 war Waïngue Bani erneut Generalvikar des Bistums Lai und Pfarrer der Kathedrale Sainte-Famille in Laï. Außerdem gehörte er bereits ab 2004 der diözesanen Ökumenekommission des Bistums an. Darüber hinaus lehrte er ab 2013 Afrikanische Theologie, Ökumene und Weihetheologie am nationalen theologischen Priesterseminars Saint Luc in Bakara.[1]
Papst Franziskus ernannte ihn am 10. Dezember 2016 zum Bischof von Doba.[2] Der Bischof von Lai, Miguel Angel Sebastián Martínez MCCJ, spendete ihm am 18. Februar 2017 vor der Kathedrale Sainte-Thérèse in Doba die Bischofsweihe; Mitkonsekratoren waren Edmond Jitangar, Erzbischof von N’Djaména, und Joachim Kouraleyo Tarounga, Bischof von Moundou. Sein Wahlspruch Restez avec moi („Bleib bei mir“) stammt aus Mt 26,38 EU.
2018 nahm Waïngue Bani an der 15. ordentlichen Vollversammlung der Bischofssynode zum Thema Jugend, Glaube und Berufungsentscheidung teil.[4] Seit Mai 2025 fungiert er außerdem als Präsident der Tschadischen Bischofskonferenz (CET).[5]
Weblinks
- Eintrag zu Martin Waïngue Bani auf catholic-hierarchy.org (englisch)
- Eintrag zu Martin Waïngue Bani auf gcatholic.org (englisch)
- Biografie von Martin Waïngue Bani auf der Homepage des Bistums Doba (französisch)