Martinstödling
Ortsteil der Gemeinde Egglham
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Das Kirchdorf Martinstödling ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Egglham im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn. Martinstödling liegt im Tal des Reschdobler und Goppinger Bachs im Isar-Inn-Hügelland etwa drei Kilometer nordöstlich von Egglham.
Martinstödling Gemeinde Egglham | |
|---|---|
| Koordinaten: | 48° 32′ N, 13° 5′ O |
| Höhe: | 375 m ü. NHN |
| Einwohner: | 75 (1987)[Ohne Beleg] |
| Eingemeindung: | 1. Oktober 1971 |
| Postleitzahl: | 84385 |
| Vorwahl: | 08543 |
Martinstödling von Süden | |
Geschichte und Beschreibung
Eine erste Nennung datiert auf 1009[1] Im Mittelalter bestand in Martinstödling ein Edelsitz der Herren von Tötling. „Der älteste uns bekannte Name ist Teutling, aus dem später Tötling, dann Tödling und schließlich Martinstödling wurde (…).“ (Senninger, S. 27)
Am Rand des Dorfes verläuft die Kreisstraße PAN 18. Durch den Ort führt eine Gemeindestraße, die zweifach in die Kreisstraße mündet. Die Anordnung der Haus- und Hofstellen entspricht dem Siedlungstyp Haufendorf. Die Filialkirche St. Martin liegt inmitten des Dorfkerns. Drei größere landwirtschaftliche Anwesen sind abgesetzt vom Dorfkern entlang der Straße nach Reschdobl angelegt, zwei weitere an der PAN 18 Richtung Frauentödling.[2]
Die Amtlichen Ortsverzeichnisse für Bayern verzeichnen 112 Einwohner für 1871, 76 Einwohner für 1970, der Höchststand ist ebenda 1950 mit 138 Einwohnern belegt.
Baudenkmäler

Die Liste der Baudenkmäler in Martinstödling nennt drei Bauten.
- Martinstödling: Katholische Filialkirche St. Martin, ein „spätgotischer Saalbau von 1484“. Der reich mit Akanthusranken verzierte Hochaltar (1692 von Jakob Christoph Bendl) wurde 1772 aus der Gnadenkapelle Sammarei übernommen.[3] 1975 bis 1977 wurde die Kirche restauriert.
- Martinstödling 9: Das Wohnhaus, wohl ursprünglich ein reiner Blockbau, jetzt mit gemauertem Erdgeschoss, war bis 1855 Pfarrhaus des Pfarrhofs der Pfarrei Egglham, die lange Zeit als Pfarrei Tödling oder Pfarrei Martinstödling bezeichnet wurde.[4]
- Martinstödling 13: Vierseithof mit Rottaler Bauernhaus „um 1780/90“ (dort mit „zwei Giebelschroten“ ausgewiesen – tatsächlich sind es ein Giebelschrot („Oberbodenschrot“) und ein Schrot giebelseitig vor dem Obergeschoss („Hausschrot“) – und drei Wirtschaftsgebäuden (Stadel, Remise und Stall)). Die Hofzufahrt erfolgt von Süden her über eine Durchfahrt in der Remise.
Bildung und Erziehung
- Grundschule Egglham[5]
Vereine
- Freiwillige Feuerwehr Martinstödling e. V.
- Theatergruppe (Laienspiel) der FFW Martinstödling e. V.
Literatur
- Joseph Pamler[6] (erg. und hrsg. von Pfarrer Fuchs): Geschichte der Pfarrei Egglham und der Filiale Amsham. Aus Quellen bearbeitet. (=Historischer Verein für Niederbayern: Verhandlungen 24) 1887
- Adolf Hochholzer: Erneuerte Nebenkirchen im Landkreis Rottal-Inn, Passau (Landkreis Rottal-Inn), 1977, zu Martinstödling siehe S. 42–43
- Klaus Metzl (Hrsg.): Handbuch des Bistums Passau, Passau (Bischöfliches Ordinariat Passau) 2010, zu Martinstödling siehe S. 565
- Hans Senninger: Dorf- und Hofgeschichte von Martinstödling mit angrenzenden Orten, Egglham (Freiwillige Feuerwehr Martinstödling e. V.) 2011
