Matcha Tee am Montag
Roman von Michiko Aoyama (2021)
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Matcha Tee am Montag (Originaltitel: 月曜日の抹茶カフェ Getsuyōbi no matcha kafe) ist ein Episodenroman von Michiko Aoyama. Er erschien erstmals 2021. Die deutschsprachige Übersetzung von Sabine Mangold erschien 2025 im Rowohlt Verlag.
Handlung
Die Handlung beginnt im Café Marble, das montags geschlossen ist. Am ersten Montag jedes Monats wird jedoch Matcha serviert. Die Erzählerin, die diese Lokalität zur Entspannung aufsucht, interessiert vor allem, warum der Matcha in Form eines M zubereitet wird, aber zur Zeit von Sen no Rikyū der Buchstabe M im lateinische Alphabet in Japan noch nicht bekannt gewesen sei.
Es beginnen mehrere Erzählstränge über den Inhaber des Matcha-Cafés, die Erzählerin und ihre Freundin Mitsu, die ein Schauspielstudium in Tokio absolviert und kurzzeitig daran denkt, nach Kanada auszuwandern. Diese Stränge verknüpfen sich mitunter. Das Leitmotiv des Romans sind Begegnungen in Cafés oder kleinen Läden, die durch den persönlichen Austausch in Erinnerung geblieben sind und das Leben der Personen an einem entscheidenden Punkt in eine andere Richtung gelenkt haben.
Am Ende kehrt die Erzählerin wieder in das Café Matcha zurück und darf im Rahmen eines Events den Tee selbst zubereiten. Dabei merkt sie, dass es ihr eine große Freude macht, anderen etwas zuzubereiten. Ihre anfangs gestellte Frage nach der Herkunft der M-förmigen Bewegung bleibt unbeantwortet.
Kritik
„Damit reiht sich Matcha-Tee am Montag in die bibliotherapeutische Produktlinie japanischer Verlage ein, die seit geraumer Zeit mit Erfolg literarisierte Ratgeber (Stichwort ikikata) auf dem Buchmarkt anbieten. Die Werke basieren auf positiver Psychologie und wollen einer offenbar erschöpften Nation Lebensmut, neuerdings „Resilienz“ vermitteln.“
Literatur
- Michiko Aoyama: Matcha Tee am Montag. Aus dem Japanischen übersetzt von Sabine Mangold, Rowohlt Verlag, Hamburg 2025, ISBN 978-3-463-00065-7.