Mathias Naef
Schweizer Webereifabrikant und St. Galler Grossrat
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Mathias Naef (auch Matthias Näf; * 14. Mai 1792 in Schwarzenbach SG; † 29. Dezember 1846 in Niederuzwil) war ein Schweizer Webereifabrikant, Gründer der Mathias Naef & Cie sowie St. Galler Grossrat.
Leben
Naef betrieb ab 1814 mit seinen Brüdern eine Weberei in Oberuzwil, 1824 kaufte er in Niederuzwil die Wirtschaft «zum Schäfle» und gründet ein Geschäftshaus[1], aus der sein Unternehmen hervorging. Bei seinem Tod 1846 beschäftigte die Weberei rund 2000 Mitarbeiter, ein Teil in den Fabriken in Niederuzwil und in Algetshausen, die meisten in Heimarbeit, vorwiegend solche aus dem Untertoggenburg und in Mörschwil.[2]
Mathias Naef war von 1830 bis 1832 Gemeinderat sowie von 1830 bis 1834 Grossrat des Kantons St. Gallen.[3] Seine erste Ehefrau, Anna Maria Wetter, starb 1833, worauf er die verwitwete Susanna Weber-Gähwiler (1790–1874) heiratete. Susanna Weber (1817–1895), die dadurch seine Stieftochter wurde, war die Ehefrau von Abraham Näf (1814–1883), Gemeindeammann von Henau. Deren gemeinsame Tochter, Maria Seline Näf (1844–1924), ehelichte Adolf Bühler senior, den Gründer der heutigen Bühler AG.[4]
Seine Tochter Maria Verena Näf (1822–1883) war mit dem Kaufmann und Politiker Johann Rudolf Moser und seine Tochter Anna Maria Näf (1819–1890) war mit dem Unternehmer Samuel Friedrich Rikli verheiratet.
Weblinks
- Christine Stoy: Ostschweizer Textilpionier, 19. Jahrhundert. Staatsarchiv St. Gallen, 2012.
- Peter Müller: Näf, Matthias. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
- Peter Müller: Naef, Matthias. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 18. Duncker & Humblot, Berlin 1997, ISBN 3-428-00199-0, S. 695–696 (deutsche-biographie.de).