Mathilde Henriette Delattre
französische Malerin, Zeichnerin und Grafikerin
From Wikipedia, the free encyclopedia
Mathilde Henriette Delattre (* 10. April 1871 in Kairo; † 1. Mai 1950 in Levallois-Perret, Frankreich) war eine französische Malerin, Zeichnerin und Grafikerin.[1]

Leben
Mathilde Henriette Delattre wurde 1871 in Kairo als Tochter französischer Eltern geboren. Später lebte und arbeitete sie in Paris. Ihre künstlerische Ausbildung erhielt sie bei mehreren Lehrern. Übereinstimmend werden Gaston Casimir Saint-Pierre und Fernand Humbert genannt. Während einige Quellen Henri-Edmond Cross als Lehrer nennen. Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert war Delattre im Pariser Kunstleben präsent. Ab 1898 beteiligte sie sich an Ausstellungen in Paris und wurde 1902 Mitglied der Société des Artistes Français, an deren Ausstellungen sie regelmäßig teilnahm.[1]
Werk
Mathilde Henriette Delattre arbeitete vorwiegend als Genremalerin und schuf daneben Porträts und Blumenbilder. Das Aquarell Soleil wurde 1898 im Salon von Semur ausgestellt und befindet sich heute im Musée municipal von Semur-en-Auxois. Ihre Teilnahme an den Ausstellungen der Société des Artistes Français ist unter anderem für das Jahr 1930 dokumentiert. Im Jahr 1925 wurde eine Abbildung eines ihrer Werke in der Zeitschrift The Studio veröffentlicht.[1]
Literatur
- Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Band 8, Wilhelm Engelmann, Leipzig, 1913.
- Hans Vollmer: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts, Band 1, E. A. Seemann, Leipzig, 1953.
- Emmanuel Bénézit: Dictionnaire critique et documentaire des peintres, sculpteurs, dessinateurs et graveurs, Band 3, Gründ, Paris, 1976.
- Élisabeth Hardouin-Fugier, Étienne Grafe: Les peintres femmes en France au XIXe siècle, Éditions de l’Amateur, Paris, 1989.
- Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 4: Cossintino – Dyck. Paris, 2006.