Matrix Reloaded

Film der Wachowskis (2003) From Wikipedia, the free encyclopedia

Matrix Reloaded (Originaltitel: The Matrix Reloaded) ist ein Science-Fiction-Film aus dem Jahr 2003 und die Fortsetzung von Matrix aus dem Jahr 1999. Regie führten wieder die Wachowski-Geschwister, die auch das Drehbuch schrieben. Die Hauptrollen wurden wieder mit Keanu Reeves, Laurence Fishburne, Carrie-Anne Moss und Hugo Weaving besetzt. Im November 2003 erschien der dritte Teil Matrix Revolutions.

TitelMatrix Reloaded
OriginaltitelThe Matrix Reloaded
OriginalspracheEnglisch
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel Matrix Reloaded
Originaltitel The Matrix Reloaded
Produktionsland Vereinigte Staaten,
Australien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2003
Länge 136 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Die Wachowskis (2003 noch Wachowski Brothers)
Drehbuch Die Wachowskis
Produktion Joel Silver
Musik Don Davis
Kamera Bill Pope
Schnitt Zach Staenberg
Besetzung
Synchronisation
Chronologie
 Matrix
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Handlung

Neo, der vor kurzem Agent Smith besiegt hat, ist sich nun seiner Kräfte bewusst, zweifelt aber immer noch daran, der Auserwählte zu sein, der die Menschen zum Sieg über die Maschinen führen soll. Derweil bereiten sich die Maschinen darauf vor, Zion, die Stadt der Menschen, einzunehmen. Sie bohren Tunnel, um die Verteidigungsanlagen Zions zu umgehen.

Die Besatzung der Nebukadnezar begibt sich auf den Weg nach Zion, um die dortige Bevölkerung auf den bevorstehenden Krieg einzuschwören. In einem ekstatischen Tanz demonstriert sie ihre Lebensfreude gegenüber der leblosen Welt der Maschinen.

Derweil taucht in der Matrix der totgeglaubte Agent Smith wieder auf, der bei der Entstehung des Auserwählten als „Gegenimpuls“ entstanden, kein Teil des Systems mehr ist, sondern selbständig agiert. Wie ein Computervirus, beherrscht er nun die Fähigkeit, sich unendlich oft zu reproduzieren, indem er die Avatare von Menschen und anderen Programmen überschreibt und durch seinen eigenen ersetzt. Es gelingt ihm sogar, in der echten Welt die Persönlichkeit von Bane, eines Crewmans, durch seine eigene zu ersetzen als dieser gerade seinen Geist von der Matrix in die echte Welt transferieren wollte. In Zion misslingt ihm knapp ein Attentat auf Neo, er bleibt aber unerkannt.

Gegen den Willen des obersten Zuständigen für die Verteidigung von Zion, Commander Lock, bekommt Morpheus die Erlaubnis vom Senat, die gefährlichen Bereiche außerhalb der Stadt aufzusuchen, um Kontakt mit dem Orakel aufzunehmen. Nach einer Prüfung durch Seraph, dem Beschützer des Orakels, gelangt Neo zu ihr. Es stellt sich heraus, dass das Orakel kein Mensch, sondern ein Programm aus der Maschinenwelt ist. Nach einem Diskurs über das Wesen von Entscheidungen und Programmen erfährt Neo, dass er den Angriff auf Zion nur durch den Zugang zum Zentralcomputer der Maschinen verhindern kann, der nur mit Hilfe des Schlüsselmachers erreichbar ist. Dieser befindet sich jedoch in den Händen des Merowingers, ein vom System unabhängiges machthungriges Programm, welches eigene Ziele verfolgt.

Neo wird daraufhin von Smith und zahlreichen seiner Kopien angegriffen. Es gelingt ihm beinahe, Neos Avatar mitsamt seinen Fähigkeiten zu übernehmen, der kann jedoch mit Hilfe seiner Flugfähigkeit entkommen.

Nach dem Ausbleiben von Rückmeldungen durch die Nebukadnezar begeben sich die Mannschaften zweier weiterer Schiffe auf Weisung des Senats gegen den Willen von Commander Lock auf die Suche nach ihr. Darunter ist die Logos, geführt von Cpt. Niobe, der Gefährtin von Lock, früher liiert mit Morpheus.

Morpheus und seine Crew befreien den Schlüsselmacher und können durch eine waghalsige Verfolgungsjagd auf dem Freeway mit Niobes Hilfe entkommen. Die jetzt vereinten Schiffsbesatzungen aller drei Schiffe erfahren, dass der Zugang nur durch die Zerstörung zweier Kraftwerke möglich ist. Dabei geraten Morpheus und Neo in eine Auseinandersetzung mit Smith, Neo kann jedoch rechtzeitig Morpheus retten und selber Zutritt zum Zentralcomputer erlangen.

Dort trifft er auf ein Programm, den Architekten, der sich als Schöpfer der Matrix offenbart. Der Architekt erklärt Neo, dass die Matrix bislang fünf Zyklen durchlaufen hat und die Rebellion von Zion in Wahrheit Teil des Plans der Maschinen ist, die Menschen außerhalb der Matrix unter Kontrolle zu halten. Als die beiden ersten Versionen der Matrix scheiterten (u. a. weil man die Menschen dazu zwingen wollte, in der Simulation zu bleiben), stieß man beim dritten Versuch mithilfe des Orakels auf die entscheidende Lösung: Den Menschen eine, wenn auch unterbewusste, Wahlmöglichkeit zu geben, die Matrix zu verlassen. Auf die Weise gelang es den Maschinen, 99 % der Menschen in der Matrix ruhig zu halten. Bei den übrigen 1 % wurde ein Kontrollmechanismus integriert, der dafür sorgt, dass diese renitenten Menschen aus der Matrix befreit werden, damit sie nicht zur Gefahr für die Stabilität des Systems werden. Zion erfüllt damit lediglich seine Funktion als eine Art Auffangbecken für die Menschen, welche die Matrix ablehnen.

Neo erfährt auch, dass es sich bei ihm als den Auserwählten um nichts anderes als eine Computeranomalie handelt, die regelmäßig in jeder der vergangenen fünf Versionen der Matrix aufgetreten ist. Der hauptsächliche Zweck des Auserwählten besteht darin, zur Quelle zurückzukehren, um durch eine temporäre Weitergabe seines Codes die Matrix neu zu starten. Gleichzeitig soll (was nun zum sechsten Mal geschehen würde) die komplette Bevölkerung von Zion vernichtet werden, und nur 23 Personen, die der Auserwählte selber aus der Matrix aussucht, sollen die Stadt wieder aufbauen. So würde der Zyklus von Neuem beginnen, bis der nächste Auserwählte auftaucht und Zion eine neue Rebellion anzettelt.

Währenddessen droht Trinity nach der Zerstörung eines der beiden Kraftwerke in einem Kampf gegen einen Agenten den Tod zu ereilen. Der Architekt zeigt dies Neo auf einem Bildschirm und lässt ihm die Wahl, entweder gemäß seiner Bestimmung zur Quelle zu gehen und das Betriebssystem neu zu starten, oder in die Matrix zurückzukehren, um Trinity zu retten. Entscheidet sich Neo gegen ersteres, würde das einen katastrophalen Systemabsturz zur Folge haben, wodurch alle an der Matrix angeschlossenen Menschen sterben, was zusammen mit der bevorstehenden Vernichtung von Zion die Auslöschung der gesamten menschlichen Spezies zur Folge hätte. Doch anders als bei seinen fünf Vorgängern ist Neos Liebe zu Trinity deutlich stärker ausgeprägt. So entscheidet er sich zur Rückkehr in die Matrix und durchkreuzt damit den Plan der Maschinen. Er hofft aber, eine Lösung zu finden, die das Überleben aller Menschen sichert, sowohl derjenigen, die an die Matrix angeschlossen sind, als auch die Bewohner von Zion. Er kann nicht mehr verhindern, dass der Agent Trinity mit einer Kugel tödlich verletzt. Sie stirbt in Neos Armen, wird jedoch von diesem wieder zum Leben erweckt.

Beide kehren in die reale Welt zurück, wo Morpheus realisieren muss, dass die Prophezeiung des Auserwählten eine von den Maschinen konstruierte Lüge ist, die nur als ein weiteres Kontrollsystem dient, um das System am Laufen zu halten. Als sein Schiff von Wächtern angegriffen wird, verlässt die Crew das Schiff, bevor es zerstört wird. Neo bündelt seine Kräfte und schafft es, diese außerhalb der Matrix einzusetzen und die Wächter auszuschalten. Durch diesen Kraftakt, der das Leben der anderen gerettet hat, fällt er nach der Tat ins Koma. Die Hammer, ein weiteres von Zion stammendes Schiff, nimmt die Crew auf. Sie erfahren, dass eine Schlacht im Eingangsbereich von Zion durch menschliches Versagen verloren wurde. Neben Neo liegt der bewusstlose von Smith gehackte Bane, der nach der Schlacht so aufgefunden wurde.

Indes rückt die Zerstörung Zions durch die Maschinen immer näher.

Produktion

Der Film wurde überwiegend in den Fox Studios in Australien gefilmt. Drehstart war der 1. März 2001 und die Dreharbeiten endeten am 21. August 2002, wobei der dritte Teil Matrix Revolutions direkt mit abgedreht wurde. Die Highway-Szenen wurden auf der Naval Air Station Alameda in Alameda, Kalifornien gedreht. Man baute eine extra für den Film angelegte 1,5 Meilen lange Highway-Strecke auf der alten Landebahn.

Hintergründe

  • General Motors spendete 300 Autos für die Filmproduktion. Alle 300 Autos wurden zerstört.[3]
  • In der Szene, in der Persephone einen der Helfer des Merowingers (diese sind fehlerhafte Programme, die Geistern und Vampiren ähneln) mit einer silbernen Pistolenkugel erschießt, läuft im Hintergrund der Film Dracula und seine Bräute von 1960.
  • Das Buch, das Persephone zum Öffnen der geheimen Tür benutzt, um zum Schlüsselmacher zu gelangen, ist Die Welt als Wille und Vorstellung des deutschen Philosophen Arthur Schopenhauer.
  • Kameramann Bill Pope hat im Film einen Gastauftritt als der Sicherheitsmann, der „Schafe zählt“.
  • Gloria Foster, die im Film das Orakel darstellt, starb am 29. September 2001 noch vor dem Ende der Dreharbeiten. Für den zweiten Teil hatte sie fast alle geplanten Szenen abdrehen können, jedoch noch keine Szene für den dritten Teil der Trilogie begonnen. Im folgenden Film Matrix Revolutions wurde sie durch Mary Alice ersetzt. In der Filmhandlung wird die Neubesetzung durch ein Software-Update erklärt, wodurch die Erscheinung des Orakels verändert wurde.
  • Für die Rolle der Zee war ursprünglich die Sängerin Aaliyah vorgesehen, die jedoch am 25. August 2001 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Die bereits mit ihr gedrehten Szenen wurden im Film nicht verwendet. Ihre Rolle übernahm Nona Gaye, die Tochter des Sängers Marvin Gaye.
  • Neben dem Film wurden die neunteilige Anime-Serie Animatrix und das Computerspiel Enter the Matrix veröffentlicht.
  • Kinostart in den USA war am 15. Mai 2003 und in Deutschland am 22. Mai 2003.[4]

Synchronisation

Die deutsche Synchronisation des Films übernahm die R.C. Production, nach einem Dialogbuch und unter der Dialogregie von Tobias Meister.

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Rezeption

Einnahmen

Die Produktionskosten wurden auf rund 150 Millionen US-Dollar geschätzt. Der Film spielte in den Kinos weltweit rund 742 Millionen US-Dollar ein, davon rund 281 Millionen US-Dollar in den USA.[6]

Ausstrahlung in Deutschland

Der Film wurde in Deutschland erstmals am 4. Februar 2006 ab 22:00 Uhr auf ProSieben ausgestrahlt. Insgesamt verfolgten die Free-TV-Premiere 2,79 Millionen Zuschauer bei 11,2 Prozent Marktanteil, in der werberelevanten Zielgruppe waren es 2,20 Millionen Zuschauer bei 20,1 Prozent Marktanteil.[7]

Kritiken

Der Film erreichte auf Rotten Tomatoes einen Score von 73 %, basierend auf 244 Bewertungen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 6,8 von 10 Punkten.[8]

„Der spielerisch-philosophische Hintergrund leidet vor allem unter der Atemlosigkeit der Effekte, wobei überlange Dialoge uninspiriert mit lärmenden Action- und Kampfsequenzen wechseln. Die Abgründigkeit des gedanklichen Entwurfs geht dabei ebenso verloren wie der Sinn fürs Timing.“

Lexikon des internationalen Films[9]

Cinema fand, die Fortsetzung „ist explosiver und dynamischer als sein Vorgänger, doch in die Cybersaga mischen sich zuweilen Längen“. „Die Comic-Choreografie hat auf Dauer eher etwas von einer überlangen Videospiel-Klopperei, zumal selbst die unterlegte Musik wie synthetisches Konsolengedudel klingt.“ „War es beim Betrachten von Teil 1 schon schwierig, alle seine kulturhistorischen und philosophischen Anspielungen zu registrieren, so macht ,Matrix Reloaded‘ dem Publikum den Zugang nicht leichter. Mehr denn je wimmelt es von vertrackten Symbolen und hintergründigen Andeutungen.“[10]

Verbot in Ägypten

Der Film wurde aufgrund der Gewaltdarstellungen und eines zu religiösen Hintergrunds in Ägypten verboten.[11]

Filmmusik

  1. Session – Linkin Park
  2. This Is the New ShitMarilyn Manson
  3. Reload – Rob Zombie
  4. Furious Angels – Rob Dougan
  5. Lucky You – Deftones
  6. The Passportal – Team Sleep
  7. Sleeping Awake – P.O.D.
  8. Bruises – Unloco
  9. Calm Like A Bomb – Rage Against the Machine
  10. Dread Rock – Oakenfold
  11. Zion – Fluke
  12. When The World Ends – Dave Matthews Band
  13. Main Title – Don Davis
  14. Trinity Dream – Don Davis
  15. Teahouse – Juno Reactor
  16. Chateau – Rob Dougan
  17. Mona Lisa Overdrive – Juno Reactor
  18. Burly Brawl – Juno Reactor vs. Don Davis
  19. „Matrix Reloaded“ Suite – Don Davis

Einzelnachweise

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