Matteo Morandi

italienischer Geräteturner From Wikipedia, the free encyclopedia

Matteo Morandi (* 8. Oktober 1981 in Vimercate) ist ein ehemaliger italienischer Gerätturner. Seine Spezialdisziplin waren die Ringe.

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Matteo Morandi

Matteo Morandi 2013 beim Grand Prix in Modena

Persönliche Informationen
Nationalität: Italien Italien
Disziplin Gerätturnen
Spezialgerät/e: Ringe
Verein: Casati Arcore
C. S. Aeronautica Militare
Ginnastica Pro Carate
Geburtstag: 8. Oktober 1981
Geburtsort: Vimercate, Italien
Größe: 165 cm
Gewicht: 71 kg
Beruf: Berufssoldat
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Weltmeisterschaften 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 4 × Bronzemedaille
Europameisterschaften 1 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 2 × Bronzemedaille
Universiade 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Mittelmeerspiele 2 × Goldmedaille 2 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Medaillen
Olympische Ringe
 Olympische Spiele
Bronze 2012 London Ringe
Logo der FIG
 Weltmeisterschaften
Bronze 2002 Debrecen Ringe
Bronze 2003 Anaheim Ringe
Bronze 2005 Melbourne Ringe
Bronze 2010 Rotterdam Ringe
Logo der UEG
 Europameisterschaften
Bronze 2004 Ljubljana Ringe
Gold 2010 Birmingham Ringe
Silber 2012 Montpellier Ringe
Bronze 2013 Moskau Ringe
Logo der FISU bis 2019
 Universiade
Bronze 2005 Izmir Ringe
Logo der Mittelmeerspiele
 Mittelmeerspiele
Gold 2005 Almería Ringe
Silber 2005 Almería Mannschaft
Gold 2009 Pescara Mannschaft
Silber 2009 Pescara Ringe
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Werdegang

Morandi begann im Alter von fünf Jahren mit dem Turnen.[1] Bereits in der frühen Jugend gelangen ihm erste Erfolge bei den Junioren. Bei den Junioren-Europameisterschaften 1998 in Sankt Petersburg gewann er Gold an den Ringen und entwickelte diese in der Folge zu seiner Spezialdisziplin, auch wenn er auch weiterhin in allen anderen Disziplinen startete. Ab 1999 gehörte er offiziell zum italienischen Nationalkader und startete erstmal bei den Erwachsenen. 2001 sicherte sich Morandi seinen ersten von vier nationalen Titeln im Mehrkampf. Diesen Erfolg wiederholte er im Folgejahr. Bei den Turn-Weltmeisterschaften 2002 im ungarischen Debrecen sicherte sich Morandi hinter Szilveszter Csollány und Jordan Jowtschew die Bronzemedaille an den Ringen. Nachdem er 2002 seinen zweiten nationalen Titel sicherte, gewann er bei den Turn-Weltmeisterschaften 2003 in Anaheim seine zweite internationale Bronzemedaille, nachdem er an den Ringen punktgleich mit seinem Landsmann Andrea Coppolino den dritten Rang erreichte.

Bei seinen ersten Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen startete Morandi in allen Turn-Wettbewerben. Jedoch erreichte er nur an den Ringen das Finale und wurde am Ende Fünfter. Im Mehrkampf belegte er nach frühem Ausscheiden in allen anderen Einzeldisziplinen am Ende Platz 41. Bei den Europameisterschaften 2004 in Ljubljana holte Morandi die Bronzemedaille in seiner Paradedisziplin. Im gleichen Jahr holte er zudem auch beim Finale im Turn-Weltcup in Birmingham Bronze. Zudem gewann er 2004 den Wettbewerb an den Ringen bei den Romanian Internationals.[2] Zudem wurde er dort Fünfter am Boden und im Mehrkampf sowie Sechster und Siebenter in den Barrenwettbewerben.[2]

Im Jahr 2005 gelangen Morandi mehrere Medaillengewinne bei internationalen Großveranstaltungen. So gewann er Gold bei den Mittelmeerspielen in Almería. Zudem gewann er dort gemeinsam mit Matteo Angioletti, Alberto Busnari, Andrea Coppolino und Enrico Pozzo hinter Spanien Silber in der Mannschaftswertung. Bei der Sommer-Universiade 2005 im türkischen Izmir gewann er hinter den beiden punktgleichen Goldmedaillen-Gewinnern Chen Yibing aus China und Hiroyuki Tomita aus Japan die Bronzemedaille.[3]

In den folgenden Jahren wurde es etwas ruhiger um Morandi. 2006, 2008 und 2009 sicherte er sich erneut den italienischen Meistertitel. Bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking startete Morandi erneut in allen Disziplinen. Die beste Platzierung erreichte er als Sechster erneut an den Ringen. Bei den Mittelmeerspielen 2009 in Pescara holte er nach Einzel-Silber an den Ringen erstmals einen Mannschaftstitel mit dem italienischen Team. Im folgenden Jahr folgte für Morandi eine weitere Bronzemedaille bei den Turn-Weltmeisterschaften 2010 in Rotterdam.

Bei seinen dritten Olympischen Sommerspielen 2012 in London ging Morandi wie auch bereits 2004 und 2008 in allen Einzeldisziplinen an den Start. An den Ringen gelang ihm sein größter olympischer Erfolg, nachdem er hinter Arthur Zanetti und Chen Yibing die Bronzemedaille gewann. Zuvor hatte er in der Qualifikation noch hinter Chen Yibing den zweiten Platz erreicht. In Montpellier gewann er bei den Europameisterschaften des gleichen Jahres Silber. Im Folgejahr folgte an den Ringen bei den Europameisterschaften 2013 in Moskau eine weitere Bronzemedaille.

Im September 2015 zog sich Morandi einen Kreuzbandriss zu.[1] Durch diese Verletzung verpasste er die Turn-Weltmeisterschaften 2015 in Glasgow sowie auch die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro. Auch nach seiner Genesung ist er nach dieser Verletzung zu keinem weiteren internationalen Wettbewerb angetreten. Zwischenzeitlich arbeitet er als Nachwuchstrainer in seinem Heimatverein Ginnastica Pro Carate.

Morandi-Salto

Ablauf des Morandi-Saltos laut Code de Pointage

Zwischen 2017 und 2022 wurde das nach Morandi benannte Element, ein gehockter Handstand-Salto im Stil von Witalij Marynytsch mit einer D-Wertung durch den Code de Pointage bewertet.[4]

Persönliches

Morandi lebt in seiner Geburtsstadt mit seiner Frau Ilenia und der gemeinsamen Tochter.[1]

Commons: Matteo Morandi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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