Matthias Kyburz

Schweizer Orientierungsläufer From Wikipedia, the free encyclopedia

Matthias Kyburz (* 5. März 1990 in Rheinfelden AG) ist ein Schweizer Orientierungsläufer und Marathonläufer.

Matthias Kyburz (2010)

Werdegang

Kyburz gewann 2009 in Italien die Junioren-Weltmeisterschaft im Sprint. 2011 sorgte er für Aufsehen, als er in Porvoo den Weltcupauftakt gewann. Im Laufe der Weltcupsaison kam er zudem zweimal auf einen dritten Platz. In der Gesamtwertung belegte er Rang vier hinter Daniel Hubmann, Thierry Gueorgiou und Matthias Merz. Bei den Weltmeisterschaften 2011 in Frankreich gewann Kyburz ausserdem seine Sprint-Qualifikation, im Final kam er aber nur auf den 20. Platz.

Matthias Kyburz an den Olympischen Spielen 2024

Bei den Europameisterschaften 2012 kam Kyburz im Sprint auf Rang sechs und sprintete für das Team Schweiz 2 in der Staffel auf der Schlussstrecke zu Gold. Bei den Orientierungslauf-Weltmeisterschaften 2012 in Lausanne gewann er, vor seinen beiden Teamkameraden Matthias Merz und Matthias Müller, die Goldmedaille im Sprint. Bei den World Games 2013 in Kolumbien wurde Kyburz zum erfolgreichsten Orientierungsläufer dieser Spiele.[1] Im Sprint gewann er knapp vor dem Russen Andrey Khramov und dem Schweden Jerker Lysell. In der Mitteldistanz setzte er sich gegen seinen Schweizer Teamkollegen Daniel Hubmann und den Litauer Vilius Aleliūnas durch. Zum Abschluss erkämpfte sich Kyburz seine dritte Goldmedaille, welche er deutlich mit der Mixed-Staffel (zusammen mit Daniel Hubmann, Sara Lüscher und Judith Wyder) vor den Teams aus Dänemark und Österreich gewann.

Am 16. April 2020 verbesserte Kyburz mit seiner Zeit von 2:56:35 h den Weltrekord über die 50-Kilometer-Strecke auf einem Laufband.[2] Für 2024 setzte er sich zum Ziel, bei den Olympischen Spielen in Paris den Marathon zu laufen, betreut von Viktor Röthlin. Er schaffte die Limite bei einem Rennen in Paris am 7. April 2024 mit 2:07:44 h, der schnellsten Zeit, die ein Schweizer bei seinem Debüt lief.[3] Beim Olympia-Marathon benötigte er 2:11:32 h und belegte Rang 30.[4]

Am 23. Februar 2025 nahm er am Sevilla-Marathon teil und verbesserte seine Bestzeit auf 2:06:48 h. Damit ist er hinter Tadesse Abraham zweitschnellster Schweizer Marathonläufer.[5]

Im September 2025 kündigte Kyburz seinen Rücktritt als Orientierungsläufer an, um sich fortan voll und ganz auf die Leichtathletik zu fokussieren. Das Finale des Orientierungslauf-Weltcups 2025 in Uster war damit sein letzter Auftritt für das Schweizer Orientierungslauf-Nationalteam.[6]

Klassierungen Orientierungslauf

Weitere Informationen Weltmeisterschaften, Sprint ...
Weltmeisterschaften Sprint Mittel Lang Staffel Mixed-Staffel
2011 Savoie 20.
2012 Lausanne 1.19.
2013 Vuokatti 5.4.4.
2014 Veneto/Trentino 5. 5. 1.
2015 Inverness 40. 6. 1. 4.
2016 Stromstad 2. 1. 7. 2.
2017 Tartu 4. 10. DSQ 5.
2018 Riga 5. 4. 8. 2.
2019 Ostfold 18. 4.
2020 nicht ausgetragen
2021 Doksy 8. 1. 2. 3.
2022 Velje 7. 4.
2023 Flims/Laax 1. 2. 1.
2025 Kuopio 4. 3. 2.

keine Teilnahme an der WM 2024 Edinburgh

Europameisterschaften Sprint Mittel Lang Staffel
2012 Falun/Mora 6.17.1.
Junioren-WM Sprint Mittel Lang Staffel
2008 Göteborg 4.9.3.7.
2009 San Martino 1.8.20.2.
2010 Ålborg 8.17.3.4.
Gesamt-Weltcup
2010 35.
2011 4.
2012 1.
2013 1.
Nat. Meisterschaft Sprint Mittel Lang Nacht Team Staffel
2009 2.
2010 2.
2011 11.1.
2012 12.1.2.5.
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Klassierungen Marathon

Weitere Informationen Datum, Rennen ...
DatumRennenPlatzZeitBemerkung
2. November 2025New York City Marathon52:09:551. Major-Marathon, Elitefeld
23. Februar 2025Sevilla Marathon42:06:48Persönliche Bestzeit
10. August 2024Olympia Marathon, Paris302:11:32Zweiter Marathon der Karriere
7. April 2024Paris Marathon72:07:44Marathondebüt, Olympia-Limite
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Sämtliche Daten entstammen der Profil-Seite von Matthias Kyburz bei World Athletics.[7]

Bestleistungen

  • Marathon: 2:06:48 – gelaufen am 23. Februar 2025 am Sevilla Marathon (Platz 4)
  • Halbmarathon: 1:01:46 – gelaufen am 26. Januar 2025 am Sevilla Halbmarathon (Platz 8)
Commons: Matthias Kyburz – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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