Matías Walker
chilenischer Politiker
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Matías Vicente Walker Prieto (* 19. Juli 1973 in Santiago de Chile)[1] ist ein chilenischer Rechtsanwalt und Politiker. Er war Mitglied der Partido Demócrata Cristiano de Chile, deren kommissarischer Präsident er im November 2017 war. Seit März 2022 ist er Senator für den Wahlkreis 5 (Region Coquimbo) für die Legislaturperiode 2022–2030.[1]

Von 2010 bis 2018 war er zweimal in Folge Abgeordneter für den alten Wahlkreis Nr. 8, der die Gemeinden Coquimbo, Ovalle und Río Hurtado umfasste. Von März 2018 bis März 2022 war er Abgeordneter für den neuen Wahlkreis Nr. 5 derselben Region.[1]
Im Alter von 23 Jahren wurde er als Gemeinderat von Lo Barnechea gewählt (Amtszeit 1996–2000).[2] Kurz darauf wurde er von Präsident Ricardo Lagos zum Gouverneur der Provinz Cordillera ernannt, ein Amt, das er bis 2001 innehatte.
Er ist der Bruder der ehemaligen Senatoren Patricio Walker und Ignacio Walker sowie von Antonio Walker, der im zweiten Kabinett von Sebastián Piñera Landwirtschaftsminister war.[1]
Seit 2022 ist er Mitglied der Demócratas Chile.[3]
Biografie
Walker wurde am 19. Juli 1973 in Santiago geboren. Er ist der Sohn von Ignacio Walker und Isabel Margarita Prieto, die als erste christdemokratische Regidora von Pirque tätig war.[1] Sein Großvater war Horacio Walker Larraín und sein Urgroßvater Joaquín Walker Martínez, beide ebenfalls Politiker.[1]
Er ist verheiratet mit Manuela Fanjul, mit der er zwei Kinder hat: Matías und Lucas.[1] Seit 2002 ist er Mitglied des chilenischen Anwaltskollegiums.[1]
Ausbildung und berufliche Laufbahn
Seine Schulbildung absolvierte er am Saint George’s College, wo er 1992 abschloss. Anschließend studierte er Rechtswissenschaften an der Universidad Diego Portales (UDP), wo er 1999 sein Studium beendete.[1]
2001 erhielt er den Grad des Licenciado en Ciencias Jurídicas y Sociales mit der Arbeit La protección a los accionistas minoritarios en la leyes. Am 26. August 2002 wurde er als Anwalt zugelassen.[1]
2005 absolvierte er ein Aufbaustudium über das neue Strafprozessrecht (Nuevo Proceso Penal, NPP) an der Universidad del Desarrollo (UDD).[1]
Beruflich arbeitete er zwischen 1998 und 2010 als Berater seines Bruders Patricio Walker im Bereich Wahl- und Gesetzgebungsfragen. Zwischen 2001 und 2009 war er zudem Partner der Kanzlei „Walker y Valdivia“, wo er im Arbeitsrecht, in der Kollektivverhandlung sowie in der Beratung von KMU tätig war.[1]
Von 2006 bis 2009 leitete er die Bildungsstiftung „Fundación Educacional San Esteban Mártir“, die mehr als 1.000 Kindern und Jugendlichen aus ärmeren Verhältnissen Schulbildung ermöglicht.[1]