Maurice Höfgen

deutscher Wirtschaftswissenschaftler, freier Journalist, Sachbuchautor und Webvideoproduzent From Wikipedia, the free encyclopedia

Maurice Höfgen (* 1996 in Mönchengladbach[1]) ist ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler, freier Journalist, Sachbuchautor und Webvideoproduzent. Er beschäftigt sich in seinen Beiträgen mit wirtschaftlichen Fragestellungen.

Gründung10. Dezember 2020
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Maurice Höfgen
Maurice Höfgen, re:publica 2025
Maurice Höfgen, re:publica 2025
Allgemeine Informationen
Sprache Deutsch
Genre Wirtschaftswissenschaft, Geld, Politik
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Kanal Geld für die Welt
Gründung 10. Dezember 2020
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(Stand 15. Mai 2026)
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Leben

Höfgen studierte Betriebswirtschaftslehre an der privaten Europäischen Fachhochschule in Brühl und schloss 2017 mit Bachelor of Arts in Handelsmanagement ab. Den Abschluss eines Master-Studiengangs in „Economics and Strategy in Emerging Markets“ erhielt er 2019 an der Maastricht University School of Business and Economics.[1]

Nach einer Betätigung als Einkäufer und Unternehmensberater war Höfgen 2020 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundestag für den Bundestagsabgeordneten Fabio De Masi (damals: Die Linke) tätig[2] und schrieb im Dezember 2020 zwischenzeitlich für die Zeitung Neues Deutschland.[3][4] 2021 kandidierte Höfgen erfolglos für den erweiterten Parteivorstand von Die Linke.[5] Ab Beginn der 20. Legislaturperiode im Herbst 2021 arbeitete er für Christian Görke (Die Linke).[6][7] Bis 2022 war er nach eigener Aussage Parteimitglied der Linken.[8][9][10]

Publikationen

Höfgen arbeitet zu Fragen der Makroökonomik und Nachhaltigkeit und publiziert in populärwissenschaftlichen sowie akademischen Fachzeitschriften,[11] unter anderem in Zusammenarbeit mit Dirk Ehnts.[12] Er beschäftigte sich zunächst schwerpunktmäßig mit der Modern Monetary Theory (MMT). Dazu veröffentlichte er im Jahr 2020 sein erstes Sachbuch Mythos Geldknappheit, in welchem er aus Sicht der MMT das Geldsystem beschreibt und Reformvorschläge vorstellt.[13]

In seinem zweiten Buch Der neue Wirtschaftskrieg, das Ende 2022 erschien, beschreibt er die Auswirkungen der Sanktionen, die die europäischen Länder und die Vereinigten Staaten als Reaktion auf den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine gegen Russland verhängt haben.

Im März 2023 folgte sein drittes Buch Teuer! Die Wahrheit über Inflation, ihre Profiteure und das Versagen der Politik bei der dtv Verlagsgesellschaft. Darin kritisiert er die Politik der Europäischen Zentralbank zur Preisstabilität und plädiert dafür, dass die Politik die Inflation konsequenter bekämpfen solle.[14] Höfgen fordert „ein Jahrzehnt der Investitionen, um die eigene Energieversorgung unabhängig von schwankenden Weltmarktpreisen zu machen, so die Inflation zu dämpfen und gleichzeitig den ökologischen Umbau der Wirtschaft zu beschleunigen“ und positionierte sich gegen die Sparpolitik des FDP-geführten Finanzministeriums.[15]

Höfgen ist regelmäßiger Kolumnist der Berliner Zeitung[16] und schreibt Gastbeiträge für die Wochenzeitung der Freitag,[17] das deutsche Monatsmagazin von Jacobin[18] sowie die beiden Wirtschaftspolitikmagazine Makroskop[19] und Makronom.[20]

Seit 2021 betreibt er seinen eigenen YouTube-Kanal Geld für die Welt und seit Mitte 2022 bis Juli 2025 ergänzte er den Kanal Jung & Naiv mit einer eigenständigen Rubrik namens Wirtschaftsbriefing. Dort greift er aktuelle Debatten aus der Finanz- und Wirtschaftspolitik auf und versucht diese vertiefend zu beleuchten, indem er fachliche Hintergründe, ökonomische Zusammenhänge und politische Auswirkungen erläutert.

2023 veröffentlichte er zusammen mit Ines Schwerdtner, Lukas Scholle, Şeyda Kurt, Andrej Holm und Sarah-Lee Heinrich das Buch GENUG!: Warum wir einen politischen Kurswechsel brauchen.[21][22]

Seit Anfang 2025 ist Maurice Höfgen gemeinsam mit Isabella M. Weber und Adam Tooze Herausgeber des deutschsprachigen Wirtschaftsmagazins Surplus, das sich laut eigener Aussage „um die Interessen der großen Mehrheit und nicht der Reichsten dreht“.[23][24]

Höfgen war zu Gast in Fernsehformaten wie dem Presseclub[25] oder der Phoenix Runde.[26]

Rezeption

Das Handelsblatt nannte Höfgen 2023 „eine Art VWL-Influencer“.[27] Der Business Insider schrieb, er sei ein „junger Ökonom mit Einfluss über seine Reichweiten im Internet“. Höfgen sehe sich selbst als Marktwirtschaftler mit Positionen zwischen der Linken und der SPD.[28]

Der Ökonom Sebastian Thieme sieht Höfgen als einen „der lautstärksten Befürworter der Jobgarantie in der deutschsprachigen Debatte“. Bei dem Konzept der Jobgarantie gehe es darum, die „Arbeits- und Marktgesellschaft weniger existenzbedrohlich zu gestalten“. Thieme zitiert Höfgen wie folgt: „Jeder, der arbeiten kann und will, bekommt einen auf seine Fähigkeiten angepassten und aufs Gemeinwohl ausgerichteten Job zu sozialverträglichen Konditionen.“[29]

Dem Freitag zufolge alphabetisiere Höfgen „nicht nur die spärlichen, an Ökonomie interessierten Linken“. Er beklage auch den „Analphabetismus und das volkswirtschaftliche Desinteresse der eigenen Leute“, was dazu führe, dass Wirtschaftsliberale „Linke den ganzen Tag ökonomisch veräppeln“ können.[30]

Schriften

Sachbücher

Aufsätze

Einzelnachweise

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