Max Holloway

US-amerikanischer Mixed Martial Artist From Wikipedia, the free encyclopedia

Jerome Max Keliʻi Holloway (* 4. Dezember 1991 in Waiʻanae, Hawaii) ist ein US-amerikanischer MMA-Kämpfer, der seine Profikarriere 2010 begann. Er steht seit 2012 bei der Ultimate Fighting Championship (UFC) unter Vertrag und war dort von Juni 2017 bis Dezember 2019 Titelträger im Federgewicht. Für das Jahr 2017 wurde er bei den World MMA Awards zum „Kämpfer des Jahres“ gewählt.[1] Seit 2024 kämpft er im Leichtgewicht und wird dort auf Platz 3 in der UFC-Liste der Herausforderer geführt (Stand: Dezember 2025).[2]

KampfnameBlessed
Größe1,80 m
NationalitätVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Schnelle Fakten Daten, Kampfname ...
Max Holloway
Max Holloway (2022)
Max Holloway (2022)
Daten
Kampfname Blessed
Größe 1,80 m
Gewicht Leichtgewicht
Nationalität Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtsdatum 4. Dezember 1991
Geburtsort Waiʻanae (Hawaii)
Team Gracie Technics in Honolulu
Kampfstil Muay Thai
MMA-Statistik
Siege 27
K. o. 12
Aufgabe 2
Punkte 13
Niederlagen 9
K. o. 1
Aufgabe 1
Punkte 7
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Holloway gilt als einer der dominantesten Striker in der UFC und hält dort den Rekord für die meisten Treffer insgesamt (3907) und auch die meisten signifikanten Treffer (3655).[3]

MMA-Karriere

Max Holloway mit dem BMF-Titel der UFC (2024)

Holloway gewann laut eigener Aussage drei Titel im Amateur-MMA (808 Battleground, Destiny und Just Scrap)[4] und bestritt sein Profidebüt im MMA am 11. September 2010 bei der hawaiischen Promotion X-1 World Events, wo er am 6. November 2010 den Titel im Leichtgewicht gewinnen konnte.[5][6] Durch sein Training mit dem UFC-Veteranen Jeremy Stephens, der sich auf einen Kampf gegen Anthony Pettis vorbereitete, erregte er die Aufmerksamkeit der UFC-Führung[7] und bestritt sein Debüt in der Organisation im Alter von 20 Jahren als zu diesem Zeitpunkt jüngster Kämpfer am 4. Februar 2012 in Las Vegas, wobei er im Federgewicht durch Aufgabe in Runde 1 gegen Dustin Poirier unterlag.[8]

Im Anschluss gewann er 12 von 14 Kämpfen, wobei er Siege gegen Cub Swanson[9], Charles Oliveira (späterer UFC-Champion)[10], seinen Trainingspartner Jeremy Stephens[11] und den ehemaligen Titel-Herausforderer Ricardo Lamas errang.[12] Seine Niederlagen erlitt er gegen Dennis Bermudez und Conor McGregor.[13]

Am 10. Dezember 2016 siegte er bei UFC 206 in Toronto durch TKO in Runde 3 gegen den ehemaligen UFC-Champion Anthony Pettis und gewann damit den UFC-Interimstitel im Federgewicht, wobei er mit bis dahin zehn Siegen in Folge die drittlängste Federgewichts-Siegesserie in der Geschichte der UFC erzielte.[14] Diese Erfolge ermöglichten ihm am 3. Juni 2017 bei UFC 212 in Rio de Janeiro einen Federgewichts-Titelkampf gegen den zu diesem Zeitpunkt besten Kämpfer der Gewichtsklasse, José Aldo (aufgenommen in die UFC Hall of Fame), wobei Holloway durch TKO in der dritten Runde gewann.[15][16] Am 2. Dezember 2017 gewann er bei UFC 218 in Detroit den Rückkampf gegen José Aldo, der noch auf Platz 1 der Herausforderer geführt wurde (UFC #1), ebenfalls durch TKO in Runde 3. Mit inzwischen 12 Siegen in Folge erreichte er auch die bis dahin längste Siegesserie dieser Gewichtsklasse in der Geschichte der UFC.[17] Seine zweite Titelverteidigung gewann er am 8. Dezember 2018 bei UFC 231 in Toronto durch TKO in der vierten Runde gegen den bis dahin unbesiegten Brian Ortega (UFC #1). Laut dem Statistiksystem FightMetric erzielte Holloway dabei 290 signifikante Treffer und stellte damit einen Rekord in einem UFC-Kampf auf.[18]

Am 13. April 2019 konnte er bei UFC 236 in Atlanta zum Kampf um den Interimstitel im Leichtgewicht antreten und traf dabei auf Dustin Poirier, gegen den er 2012 sein Debüt verloren hatte. Auch diesmal unterlag Holloway nach Punkten[19] und wechselte im Anschluss wieder in das Federgewicht, wo er am 27. Juli 2019 bei UFC 240 in Edmonton seine inzwischen dritte Titelverteidigung einstimmig nach Punkten gegen den ehemaligen Leichtgewichts-Champion Frankie Edgar (UFC #4) gewann.[20] Am 14. Dezember 2019 verlor er dann seinen Titel bei UFC 245 in Las Vegas durch eine Punktniederlage (einstimmig) an Alexander Volkanovski (UFC #1). Es war die erste Niederlage für Holloway im Federgewicht seit der Punktentscheidung gegen Conor McGregor am 17. August 2013.[21][22] Den Rückkampf gegen Volkanovski verlor er am 11. Juli 2020 bei UFC 251 in Abu Dhabi umstritten durch eine 1:2-Punktentscheidung (Split Decision).[23]

Aufgrund der COVID-19-Pandemie fand sein nächster Kampf erst am 16. Januar 2021 bei UFC on ABC 1 in Abu Dhabi statt, wobei er Calvin Kattar (UFC #6) einstimmig nach Punkten bezwang. In einem erstmalig auf ABC übertragenen UFC-Event stellte Holloway aufgrund seiner überragenden Striking-Fähigkeiten insgesamt acht Rekorde auf, darunter jene für die meisten Treffer in einem Kampf (447) und in einer Runde (141), sowie die meisten signifikanten Treffer (445), womit er seinen eigenen Rekord aus dem Jahr 2018 einstellte. Weiters erzielte er die bisher meisten Kopf-(274) und Körpertreffer (117). Der Punktsieg von 2× 50:43 und 1× 50:42 für Holloway war das zweiteindeutigste Ergebnis in der Geschichte der UFC, nachdem Rich Franklin am 4. März 2006 bei UFC 58 mit 2× 50:42 und 1× 50:43 gegen David Loiseau gewonnen hatte.[24] Durch einen weiteren dominanten Punktsieg am 13. November 2021 in Las Vegas gegen Yair Rodríguez (UFC #3)[25], kam es am 2. Juli 2022 bei UFC 276 in Las Vegas zum bereits dritten Aufeinandertreffen mit Volkanovski, der seine inzwischen vierte Titelverteidigung bestritt. Holloway verlor den Kampf einstimmig nach Punkten.[26]

2023 siegte er einstimmig nach Punkten gegen Arnold Allen (UFC #4)[27] und durch KO gegen Jung Chan-sung (UFC #8)[28], ehe er wieder in das Leichtgewicht wechselte und dort am 13. April 2024 bei UFC 300 in Las Vegas nur eine Sekunde vor Ende der fünften und letzten Runde durch KO gegen Justin Gaethje gewann, der in seinem letzten Kampf Dustin Poirier durch KO besiegt hatte. Sein Sieg gegen Gaethje gewann bei den World MMA Awards die Wahlen zum „Kampf des Jahres“ und „Knockout des Jahres“.[29] Durch den Erfolg erhielt Holloway den symbolträchtigen UFC-Titel des „Baddest Motherfucker“ (BMF) und wurde auf Platz 2 der Herausforderer eingestuft.[30] In dieser Position kämpfte er am 26. Oktober 2024 bei UFC 308 in Abu Dhabi um den Titel im Leichtgewicht, unterlag jedoch dem Champion Ilia Topuria durch KO in Runde 3.[31]

Am 19. Juli 2025 siegte er bei UFC 318 in New Orleans einstimmig nach Punkten gegen Dustin Poirier, nachdem er diesem 2012 und 2019 jeweils noch unterlegen war.[32] Am 7. März 2026 traf er bei UFC 326 auf Charles Oliveira – den er 2015 bereits besiegt hatte – und verlor einstimmig nach Punkten.[33]

Persönliches

Holloway ist seit 16. April 2022 mit der ehemaligen Weltranglisten-Surferin Alessa Quizon verheiratet. Aus der Ehe mit seiner ersten Frau, der Schauspielerin und Model Kaimana Pa’aluhi, welche 2017 geschieden wurde, stammt ein 2012 geborener Sohn.[34][35]

Neben seinen Fähigkeiten im Standkampf trainiert Holloway auch Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ), wo er 2021 den Braunen Gürtel von Rylan Lizares verliehen bekam.[36]

Commons: Max Holloway – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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