Maximilian Stark
deutscher Bildhauer
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Leben und Werk
Starks Vater Franz Stark war der Inhaber des Invaliden-Tonfilm-Theaters in Görkau[1]. Stark studierte bei Cirillo Dell’Antonio Holzbildhauerei an der Holzschnitzschule Bad Warmbrunn und Bildhauerei bei Joseph Wackerle an der Kunstakademie München. Er wurde dann zur Wehrmacht eingezogen, nahm am Zweiten Weltkrieg teil und geriet in Kriegsgefangenschaft.
In der Folge des Krieges wurde er aus der Tschechoslowakei vertrieben und kam 1948 nach Chemnitz, wo er freischaffend als Bildhauer arbeitete. Dort besaß sein Vater auf dem Sonnenberg das Haus Sonnenstraße 23, in dem sich auch die von diesem betriebenen Sonnenlichtspiele befanden. Das Gebäude wurde bei den Luftangriffen der Alliierten auf Chemnitz am 5. März 1945 stark beschädigt. Stark und weitere junge Künstler nutzten es als Atelier, und Stark schuf hier seine ersten Großplastiken. 1948 wurden Bildhauer-Zeichnungen Starks im Chemnitzer Kunsthaus Fichte ausgestellt.
1956 beteiligte er sich erfolglos an einem Wettbewerb für ein großes Thälmann-Denkmal in Stralsund. Im selben Jahr gehörte er zu einer Gruppe von Künstlern, die Kunstwerke zur Ausstattung der neu erbauten heutigen Oberschule Halsbrücke schufen. Sein Beitrag war eine Entengruppe für den Brunnen bei der Schule (ausgeführt in Bronze, Höhe 48 cm).[2]
Stark war Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR. 1958 verließ er die DDR. „Die Gründe dafür mögen zum Teil heftige Streitigkeiten unter Bildhauern gewesen sein, zum Teil lag es wohl auch an den politischen Gegebenheiten in der DDR.“[3]
Stark arbeitete in der Bundesrepublik weiter freischaffend als Bildhauer und schuf insbesondere auch eine Anzahl von baugebundenen Werken und Werken für den öffentlichen Raum, u. a. in Celle, Gifhorn, Peine und Wolfsburg.
Er wohnte von 1958 bis 1969 in Wolfsburg und ab 1969 in Gifhorn.
Weitere in der DDR geschaffene Werke (unvollständig)
- Bergmann (um 1950; Metall; an der Bergakademie Freiberg aufgestellt)
- Hüttenwerker (um 1950; Metall; an der Bergakademie Freiberg aufgestellt)
- Wieland (Kinderporträt, Gips, getönt; 1953 auf der Mittelsächsischen Kunstausstellung)
- 14 Kreuzwegstationen (1953–1955; ursprünglich Gips, porphyriert, 1992 in Bronze gegossen; Chemnitz, Apsis der Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk)
- Auferstandener Christus auf der Weltkugel (1955; Steinguss, abgetönt in gewischter oxydgrüner Tönung, übermannshoch; St. Johannes Nepomuk)
- Brunnen mit Hechtfigur (1955/1956; Chemnitz, am Pionierhaus; nach der deutschen Wiedervereinigung verschollen)
- Chinese (Porträtbüste, Gips; 1957 auf der Mittelsächsischen Kunstausstellung)[4]
Ausstellungen (unvollständig)
- 1956: Freiberg, Stadt- und Bergbaumuseum („Freiberger Künstler schaffen für die neue Schule in Halsbrücke“)
- 1953 und 1957: Karl-Marx-Stadt („Mittelsächsische Kunstausstellung“)
- 1984/1985 Karl-Marx-Stadt, Städtisches Museum am Theaterplatz („Retrospektive 1945 – 1984. Bildende Kunst im Bezirk Karl-Marx-Stadt“)
- 1996: Gifhorn (Einzelausstellung)
Literatur
- Hans Vollmer. Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts Bd. 4, E. A. Seemann, Leipzig 1958, S. 344