Maximino Ávila Camacho
mexikanischer Militär und Politiker
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Maximino Ávila Camacho (* 23. August 1891 in Teziutlán, Puebla; † 17. Februar 1945) war ein mexikanischer Militär und Politiker.
Leben
Maximino Ávila Camacho war das älteste Kind von Manuel Ávila Castillo und Eufrosina Camacho Bello, er hat acht jüngere Geschwister.[1]
Seine erste Ehe ging er mit Natalia Binder im Jahr 1916 ein, bereits zwei Jahre später kam es zur Scheidung. Bárbara Margarita Richardi Romagnoli und er heirateten 1930 standesamtlich.[2] Außerdem hatte er mehrere außereheliche Affären. Aus allen Beziehungen hatte er eine ungesicherte Anzahl an Kindern, manche gehen von zehn Kindern aus[2], andere Quellen geben vierzehn Kinder an.[3]
Werdegang
Maximino Ávila Camacho schloss sich durch den Einfluss seines Onkels der mexikanischen Revolutionsarmee an, sein Bruder Manuel folgte ihm später.[1]
Während des Cristero-Kriegs führte er einen erbitterten Kampf gegen die Cristeros und erwarb sich einen schlechten Ruf aufgrund seiner brutalen Vorgehensweise, die das Niederbrennen ganzer Städte und die Hinrichtung von Gefangenen umfasste.[4] Seine Mitwirkung an erschreckenden Massaker an Studenten, die Vasconcelos unterstützten, in Topilejo während des Präsidentschaftswahlkampfs 1929 ist ebenfalls dokumentiert.[2]
Dank militärischer Verbindungen machte er zwischen 1919 und 1925 eine steile Karriere, er wurde als Offizier und Militärführer stetig befördert. 1924, als er sich weigerte, Adolfo de la Huertas Rebellion zu unterstützen, belohnte ihn der Feldherr Álvaro Obregón mit dem Rang eines Brigadegenerals. 1940 verlieh ihm Präsident Lázaro Cárdenas del Río den höchsten Rang eines Divisionsgenerals.[2]
1937 wurde er zum Gouverneur des Bundesstaates Puebla gewählt[4], das Amt hatte er bis 1941 inne.[1] Als Gouverneur zeigte er keinerlei Toleranz gegenüber Oppositionsgruppen. Seine Ansichten waren von einer tiefen Intoleranz geprägt, und er ging gegen alle vor: Gewerkschaften, Bauernbewegungen sowie die lokale politische Elite. Dabei setzte er Gewalt und Einschüchterung als Mittel ein. Über zehn Jahre hinweg schuf er in Puebla ein starkes Netzwerk politischer Führer, das von einigen als „Maximinismus“ bezeichnet wurde.[2] Während seiner Amtszeit bereitete er sich auf die Präsidentschaftswahl vor, um die Nachfolge von Lázaro Cárdenas anzutreten. Die Mitglieder der Partido Revolucionario Institucional (PRM) wählten für ihn unerwartet seinen jüngeren Bruder Manuel Ávila Camacho zu ihrem Kandidaten.[4]
Nach seiner Zeit als Gouverneur regierte Ávila Camacho, dessen Markenzeichen Korruption und Autoritarismus waren, Puebla. Von 1940 bis zu seinem Tod war er Minister für Kommunikation und öffentliche Arbeiten im Kabinett seines Bruders Manuel Ávila Camacho dem mexikanischen Präsidenten.[1]
Tod
Laut Rigoberto Cordero y Bernal, einem Wirtschaftsprüfer, Historiker, Journalisten und engen Freund, in seinem Buch „Maximino Ávila Camacho – Die absolute Ausübung der Macht“, starb er am 17. Februar 1945 um 16:20 Uhr in seinem Schlafzimmer in seinem Haus in Puebla, Quinta Chignautla im Stadtteil Xonaca.[1]
Seine Familie führte seinen Tod auf zwei Herzinfarkte infolge von Überarbeitung zurück, da er an Diabetes und Bluthochdruck litt.[1] Die weiteren Theorien zu seinem Ableben variieren von einem geheimen Attentat, das im Auftrag des Staates zur Wahrung des Regimes durchgeführt wurde, bis hin zu einer möglichen Vergiftung durch einen seiner zahlreichen politischen Rivalen.[2]
Nachdem er auf seinem Anwesen in Puebla aufgebahrt worden war, setzte sich am nächsten Tag, dem 18. Februar 1945, ein imposanter Trauerzug mit mehr als 50 Autos in Bewegung. Er wurde in der Privatkapelle des Friedhofs in seiner Heimatstadt Teziutlán beigesetzt zu werden.[1]
Die historisch verbürgte Person Maximinio Ávila Camacho liegt der Figur des Andrés Ascencio im Roman „Arrancame la vida“ (deutsch: „Mexikanischer Tango“) der mexikanischen Schriftstellerin Ángeles Mastretta zugrunde.[5]