Maya Bankovic
kanadische Kamerafrau
From Wikipedia, the free encyclopedia
Maya Bankovic (geboren 15. Dezember 1984 in Toronto) ist eine kanadische Kamerafrau.
Leben und Karriere
Maya Bankovic wurde in Toronto geboren, wo sie aufwuchs und bis heute lebt. Schon als Schülerin drehte sie kleine, surreale Filme und fand Gefallen an dem Prozess einer Filmproduktion. Nach der Schule erwarb sie an der York University ihren Honours Bachelor of Fine Arts im Fach Filmproduktion. Um mit einem Team zusammenarbeiten zu können, wählte sie dann den Beruf einer Kamerafrau. Wie sie selbst auf letstalkscience.ca betonte, muss sie für ihre Arbeit als Kamerafrau ein tieferes Verständnis von Physik besitzen, um bei Filmen optimale Lichtverhältnisse herstellen zu können.[1] In einem Video für die Canadian Society of Cinematographers (CSC) sagte sie, dass ihr die authentischen und starken Inhalte sowie die Qualität der Filme wichtig seien. Sie sehe es als ihre Aufgabe, diese Inhalte zum Vorschein kommen zu lassen. Bei ihrer Arbeit hinter der Kamera versuche sie, diskret zu sein, um die Schauspielenden nicht durch Veränderungen während des Drehs abzulenken. „Focus on the essence oft the shoot“ (Konzentration auf das Essenzielle eines Drehs) sei ihr Motto. Sie führte weiter aus, dass Werbungen, Dokumentar- und Spielfilme zu ihren Werken zählen.[2]
2010 wurde sie in dem Programm Berlinale Talents gefördert.[3] Später wurden ihre Filme auf zahlreichen internationalen Filmfestivals gezeigt.[4] indiewire.com zählte sie 2016 bereits zu den 12 beeindruckendsten Kameraleuten Hollywoods.[5] Für ihre Arbeit an der Serie Workin’ Moms wurde sie von 2018 bis 2020 dreimal für den Canadian Screen Award für die beste Kamera bei einer Comedyserie nominiert. Die kanadische Filmakademie zeichnete sie letztendlich 2020 und 2021 für zwei andere ihrer Filme aus. Auf dem Locarno Film Festival 2025 wurde der Film Blue Heron prämiert, bei dem sie hinter der Kamera stand.
Neben ihrer Arbeit am Filmset unterrichtet sie in Workshops und fördert junge Film-Talente. Seit 2018 ist sie Mitglied der Canadian Society of Cinematographers. Sie ist verheiratet und Mutter zweier Kinder.[4]
Auszeichnungen
- 2020: Canadian Screen Award for Best Photography in a Documentary Series für In the Making[6]
- 2021: Canadian Screen Award for Achievement in Cinematography für Akilla’s Escape[6]
- 2025: Swatch First Feature Award des Locarno Film Festivals für Blue Heron[7]
Filmografie (Auswahl)
- 2009: Deadman (Dokumentarfilm)
- 2009: A Touch of Grey
- 2010: The Chester Kids
- 2011: Three Walls (Kurzfilm)
- 2012: Saturnia (Dokumentarfilm)
- 2013: My Prairie Home (Dokumentarfilm)
- 2013: Tru Love
- 2014: Porch Stories
- 2015: The Rainbow Kid
- 2016: The Prison in Twelve Landscapes (Dokumentarfilm)
- 2016: My Millennial Life (Dokumentarfilm)
- 2016: Below Her Mouth
- 2016: Wexford Plaza
- 2017–2019: Workin’ Moms (Fernsehserie, 38 Episoden)
- 2018: What Is Democracy? (Dokumentarfilm)
- 2018–2019: In the Making (Dokuserie, 5 Episoden)
- 2019: Easy Land
- 2020: I was Lorena Bobbitt (Fernsehfilm)
- 2021: Akilla’s Escape
- 2021: Mayor of Kingstown (Fernsehserie, 4 Episoden)
- 2022: Crystal Pite: Angels’ Atlas (Dokumentarfilm)
- 2024: Ordinary Angels
- 2024: The Invisibles
- 2024: Star Trek: Discovery (Fernsehserie, 3 Episoden)
- 2025: Star Trek: Strange New Worlds (Fernsehserie, Episode 3x04)
- 2025: Blue Heron