Mehdi Bushati
albanischer Fußballspieler
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Mehdi Bushati (* 20. Februar 1939 in Shkodra) ist ein ehemaliger albanischer Fußballspieler und Sportfunktionär.
| Mehdi Bushati | ||
Bushati 1964 bei einem Länderspiel in Rotterdam | ||
| Personalia | ||
|---|---|---|
| Geburtstag | 20. Februar 1939 | |
| Geburtsort | Shkodra, Albanien | |
| Position | Mittelfeld | |
| Herren | ||
| Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
| 1960–1967 | Dinamo Tirana | |
| Nationalmannschaft | ||
| Jahre | Auswahl | Spiele (Tore) |
| 1963–1965 | Albanien | 6 (0) |
| 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. | ||
Karriere
Verein
Mehdi zog aus seiner Heimatstadt Shkodra nach Tirana fürs Studium (Wirtschaft, Recht). In der Hauptstadt spielte er nebenbei von 1960 bis 1967 für Dinamo Tirana. Mit Dinamo nahm er an der nationalen Meisterschaft teil und gewann diese 1960 und 1967, zudem holte die Mannschaft 1960 den Pokalsieg.[1][2]
Nationalmannschaft
Zwischen 1963 und 1965 absolvierte Bushati sechs Länderspiele für die albanische Fußballnationalmannschaft.[3] Darunter waren Spiele gegen Dänemark im EM-1964-Achtelfinale (ein Heimsieg)[4] und bei der Qualifikation zur WM 1966. Im Spiel gegen die Schweiz in Genf im Rahmen der Qualifikation saß er auf der Ersatzbank,[5] im Hinspiel in Tirana war er als Verteidiger eingesetzt worden.[6]
Funktionär
Bushati war verheiratet mit Vera Kapo, Tochter von Hysni Kapo, einem Politbüromitglied der Partei der Arbeit Albaniens und somit einer der mächtigsten Politiker des Landes.[7] Der Schwiegervater verhalf Mehdi zu wichtigen Positionen:
Von 1979 bis 1989 war er Leiter des Staatlichen Komitees für Sport und Leiter des Albanischen Olympisches Komitees. Von 1989 bis 1992 war er Präsident von Dinamo Tirana.[2] Nach seiner Fußballkarriere hatte er zuerst bei Staatssicherheitspolizei Sigurimi in leitenden Funktionen gearbeitet. Hierfür wurde Bushati Mitte der 1990er Jahre zu 22 Jahren Haft verurteilt. Diese saß er aber nicht ab: Er floh nach Syrien und kehrte zurück, nachdem die Regierung gewechselt hatte.[8][9]
So hatte er auch nach dem Sturz des kommunistischen Regimes immer noch Führungsfunktionen inne, so von 1998 bis 2003 als Generaldirektor des Nationalen Sportanlagenunternehmens. Von 2006 bis 2010 war er Mitglied des Exekutivkomitees des Albanischen Fußballverbands FSHF.[2]
Staatspräsident Ilir Meta zeichnete Bushati 2021 für seine Beiträge zum Sport[10] mit dem Titel „Ritter des Flaggenordens“ aus, was zu heftiger Kritik führte wegen seiner Verbrechen als Mitarbeiter der Sigurimi.[11]
Literatur
- Mehdi Bushati: Një jetë me sportin : rrëfime të patreguara. MediaPrint, Tirana 2017, ISBN 978-9928-08291-6.
Weblinks
- Mehdi Bushati in der Datenbank von transfermarkt.de